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Harninkontinenz - ein Massenphänomen
Das Thema Blasenschwäche ist Tabu. Betroffene reden nicht gerne darüber. Dabei ist eine schwache Blase ein Massenphänomen: Sieben bis acht Millionen Menschen, also zehn Prozent der deutschen Bevölkerung, sind irgendwann in ihrem Leben mit Inkontinenz konfrontiert. Inkontinenz ist damit etwa so häufig wie Heuschnupfen. Für die Betroffenen ist Blasenschwäche kein Grund zur Resignation.Die Ursachen für eine Inkontinenz sind vielfältig. Das empfindliche Verschluss-System der Blase kann bei Frauen beispielsweise durch eine Geburt verletzt werden. Auch starke körperliche Belastungen - beispielsweise beim Sport-, Übergewicht und degenerative Alterserscheinungen können dazu führen, dass die Beckenbodenmuskulatur erschlafft und somit auch der Schließmuskel der Blase nicht mehr einwandfrei funktioniert. Störungen im koordinierenden Nervensystem oder der Blasenmuskulatur selbst führen ebenfalls zu dem unfreiwilligen Urinverlust bei Betroffenen. Eine weitere häufig auftretende Ursache sind chronische Blasen- und Harnleiterentzündungen, von denen in der Regel eher Frauen betroffen sind, da ihre Harnröhre - und damit auch der Infektionsweg - kürzer ist als die der Männer. Seltener sind dagegen Auslöser wie Harnröhrenverengungen, Prostatavergrößerungen bei Männern, Tumore, Strahlenschäden oder auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten.
Der beste Weg, um den Urinverlust zu stoppen oder einzudämmen, ist die Stärkung der Beckenbodenmuskeln durch tägliche Übungen. Besonders gut eignet sich dieses Training für die so genannte Belastungsinkontinenz, bei der es zu einem unwillkürlichen Urinabgang durch körperliche Alltagsbelastungen wie Husten, Lachen, Niesen oder Treppensteigen kommt. Daneben gibt es noch eine Vielzahl von medikamentösen, operativen oder therapeutischen Methoden zur Behandlung von Blasenproblemen. Ferner existieren verschiedene Möglichkeiten, um Inkontinenz vorzubeugen. Am häufigsten werden von den Ärzten Beckenboden- und Toilettentraining empfohlen.
Bereits während der Diagnostik und Behandlung sollten Inkontinenzpatienten mit aufsaugenden Inkontinenzhilfsmitteln versorgt werden. Dabei kommt der Auswahl des geeigneten Inkontinenzhilfsmittels eine besondere Bedeutung zu. Besonders wichtig ist die Versorgung mit passenden Hilfsmitteln bei Patienten, die diese regelmäßig einsetzen müssen, beispielsweise alte, pflegebedürftige oder querschnittsgelähmte Menschen. Für diese Betroffenen bietet TENA je nach Schweregrad der Inkontinenz geeignete Einlagen und Windelhosen an.
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