ULCOGANT Btl. Suspension
ULCOGANT Btl. Suspension
Inhalt: 50 Stück, N2
Anbieter: Merck Serono GmbH
Web: www.merck-pharma.de
Darreichungsform: Suspension
Grundpreis: 1 Stück 0,49 €
Art.-Nr. (PZN): 2754654

rezeptpflichtig

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  • Produktdetails

Zusatzinformationen

Anwendungsgebiete

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
  • Das Präparat ist ein schleimhautschützendes Ulkusmittel.
  • Das Arzneimittel wird angewendet
    • zur Behandlung des Magen- und Zwölffingerdarmgeschwürs (Ulcus ventriculi et duodeni): Linderung von Beschwerden, Beschleunigung der Geschwürsheilung.
    • zur Verhinderung des Wiederauftretens von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren (Rezidivprophylaxe des Ulcus ventriculi et duodeni).
    • zur Behandlung von leichten und mittelschweren Entzündungen und Geschwüren in der Speiseröhre, die durch Rückfließen von Magensaft aus dem Magen in die Speiseröhre entstehen (Refluxösophagitis im Stadium I und II nach Savary und Miller).
  • Hinweise:
    • Die Diagnose einer Refluxösophagitis sollte endoskopisch gestellt werden.
    • Bei Patienten mit Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür sollte der Helicobacter-pylori-Status bestimmt werden. Für H.-pylori-positive Patienten ist, wo immer möglich, eine Beseitigung des Bakteriums H. pylori durch eine Eradikationstherapie anzustreben.
    • Vor der Behandlung von Magengeschwüren (Ulcera ventriculi) sollte durch geeignete Maßnahmen eine eventuelle Bösartigkeit ausgeschlossen werden.


Anwendungshinweise

Auf welche Weise wird das Arzneimittel angewendet?
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
    • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist aufgrund des Aluminiumanteils mit einer Erhöhung des Plasma-Aluminiumspiegels zu rechnen. Unter Langzeittherapie wurde bei diesen Patienten über Fälle von krankhaften Veränderungen des Gehirns (Enzephalopathie) berichtet.
    • Die Einnahme des Arzneimittels wird deshalb bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (Urämie, Dialysepatienten) nicht empfohlen.
    • Kinder und Jugendliche
      • Bei Kindern unter 14 Jahren sollte das Präparat nicht angewendet werden, da hier keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.
  • Die Suspension darf nicht intravenös verabreicht werden:
    • Im Falle einer unbeabsichtigten intravenösen Injektion können schwere Komplikationen wie Mikro-Embolien oder Aluminium-Intoxikation auftreten.
    • Berichten zufolge, ist es bei Patienten auf der Intensivstation zu Todesfällen gekommen.
    • Bei versehentlicher intravenöser Applikation der Suspension kann Heparin gegeben werden, um Mikro-Embolien zu verhindern. Um noch freies Aluminium zu binden, wird Deferoxamin und/oder Hämodialyse empfohlen, sowie zusätzliche symptomatische Behandlung bei Bedarf.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.


Was ist zusätzlich zu beachten?
  • Zur Therapie werden pro Tag insgesamt 4 Beutel eingenommen, d. h. 3 x wird jeweils 1 Beutel vor den Mahlzeiten, die 4. Dosis wird abends kurz vor dem Schlafengehen eingenommen - oder je 2 Beutel morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen.
  • Zur Rezidivprophylaxe wird 2 mal täglich je 1 Beutel morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen eingenommen.
  • Die Suspension wird möglichst auf leeren Magen eingenommen. Der Inhalt eines Beutels kann direkt in den Mund oder auf einen Esslöffel gedrückt und eingenommen werden. Wasser kann nachgetrunken werden.


Dosierung

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
  • Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nichts anderes verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Zwölffingerdarmgeschwüre:
      • 2 x 2 oder 4 x 1 Beutel täglich.
    • Magengeschwüre:
      • 4 x 1 Beutel täglich.
    • Rezidivprophylaxe von Zwölffingerdarm- und Magengeschwüren:
      • 2 Beutel täglich.
    • Refluxösophagitis:
      • 4 x 1 Beutel täglich.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Im Allgemeinen genügt eine Behandlungsdauer von 4 - 6 Wochen für die Heilung des Geschwürs.
    • Sollte die Heilung dann noch nicht vollständig abgeschlossen sein, kann die Behandlung mit dem Präparat auf 12 Wochen ausgedehnt werden.
    • Die erfolgreiche Behandlung der Refluxösophagitis benötigt in der Regel 6 - 12 Wochen.
    • Für die Rezidivprophylaxe von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren kann nach Abheilung des Geschwürs die Behandlung bei rezidiv-gefährdeten Patienten über 6 - 12 Monate fortgesetzt werden. Bei einzelnen Patienten kann der Arzt auch eine längere Behandlung durchführen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Im Allgemeinen wird das Arzneimittel auch in großen Mengen gut vertragen. Nach Einnahme wesentlich erhöhter Mengen ist eine Magenspülung angezeigt. Im Zweifel wenden Sie sich an Ihren Arzt.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Die vorgesehene Anwendung kann nachgeholt oder das vorgesehene Dosierungsschema zum nächsten Zeitpunkt erneut aufgenommen werden.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht vorzeitig ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


Gegenanzeigen

In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden:
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Sucralfat oder einem der sonstigen Bestandteile des Präparates sind.
  • Das Präparat darf nicht intravenös verabreicht werden.


Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Sucralfat, dem arzneilich wirksamen Bestandteil des Präparates, bei Schwangeren vor. Das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten. Das Arzneimittel soll während der Schwangerschaft nur kurzfristig angewendet werden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden.
  • Stillzeit
    • Es ist nicht bekannt, ob Sucralfat, der arzneilich wirksame Bestandteil des Präparates, in die Muttermilch ausgeschieden wird. Aluminium, das auch aus Sucralfat freigesetzt wird, geht in die Muttermilch über, jedoch ist aufgrund der geringen Aufnahme durch das Neugeborene ein Risiko für den Säugling durch Aluminium nicht anzunehmen. Ihr Arzt wird bei der Entscheidung über eine Fortsetzung des Stillens oder eine Fortsetzung der Therapie mit dem Arzneimittel die Vorteile des Stillens für das Kind gegenüber der Notwendigkeit einer Fortsetzung der Therapie der Mutter genau abwägen.


Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • Nicht bekannt:
      • Anaphylaktische Reaktionen (akute, krankhafte Reaktionen des Immunsystems).
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • Selten:
      • Schwindel
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • Häufig:
      • Stuhlverstopfung*
    • Gelegentlich:
      • Übelkeit und Mundtrockenheit
    • Selten:
      • Völlegefühl, Bezoarbildungen (sog. Magensteine) bei Patienten mit Störungen der unwillkürlichen Magen-Darmbewegung (gastrointestinalen Motilitätsstörungen) infolge chirurgischer Eingriffe, medikamentöser Behandlung oder die Motilität mindernder Erkrankungen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • Selten:
      • Hautausschlag (Exanthem), Juckreiz
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • Nicht bekannt:
      • Krankhafte Veränderungen des Gehirns (Enzephalopathie) aufgrund von Aluminiumanreicherung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.
  • *Sollten Stuhlverstopfungen auftreten, kann dem mit Flüssigkeitszufuhr entgegengewirkt werden bzw. wenden Sie sich bei Auftreten der oben genannten Nebenwirkungen an Ihren Arzt.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.


Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können auftreten?
  • Bei Einnahme des Präparates mit anderen Arzneimitteln:
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Bei zeitgleicher Behandlung mit Tetrazyklinen, Tobramycin, Colistin, Amphotericin B, Phenytoin, Sulpirid, Digoxin, Cimetidin, Ranitidin, Ketoconazol, Theophyllin in retardierter Form, Chenodesoxycholsäure, Ursodesoxycholsäure und Levothyroxin kann es zu einer verminderten Resorption dieser Medikamente kommen. Dies kann im Allgemeinen vermieden werden, wenn das Präparat in einem längeren zeitlichen Abstand (z. B. 2 Stunden) zu diesen Medikamenten eingenommen wird.
    • Bei gleichzeitiger Behandlung dieses Arzneimittels mit den fluorierten Chinolonen Norfloxacin bzw. Ofloxacin darf das Präparat frühestens 2 Stunden nach den Antibiotika eingenommen werden. Die erneute Gabe dieser Antibiotika darf erst 4 Stunden nach Einnahme dieser Suspension erfolgen, da sonst die Wirksamkeit der Antibiotika wesentlich beeinträchtigt sein kann. Die erforderlichen Zeitabstände bei anderen Chinolonen sind nicht bekannt. Deren gleichzeitige Anwendung wird deshalb nicht empfohlen. Gegebenenfalls sind die Angaben des Antibiotika-Herstellers zu berücksichtigen.
    • Ein Einfluss des Präparates auf die Resorption von gerinnungshemmenden Arzneimitteln (orale Antikoagulantien) ist nicht auszuschließen. Sowohl bei Beginn wie nach Beendigung der Behandlung mit dem Präparat ist deshalb die Dosis der gerinnungshemmenden Arzneimittel besonders sorgfältig zu überprüfen.
    • Die gleichzeitige Einnahme der Suspension und Arzneimitteln, die Kalium-Natrium-Hydrogencitrat enthalten, kann zu einer erhöhten Resorption von Aluminium und erhöhtem Plasma-Aluminiumspiegel führen.


Zusammensetzung

Was ist im Arzneimittel enthalten?

Wirkstoff Sucralfat 1g
entspricht Aluminium Ion 190mg
Hilfsstoff Glycerol +
Hilfsstoff Natrium dihydrogenphosphat +
Hilfsstoff Saccharin, Natriumsalz +
Hilfsstoff Wasser, gereinigt +
Hilfsstoff Xanthan gummi +
Hilfsstoff Methyl 4-hydroxybenzoat, Natriumsalz +
Hilfsstoff Propyl 4-hydroxybenzoat, Natriumsalz +
Hilfsstoff Anis Aroma +
Hilfsstoff Karamell Aroma +




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