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ARTICAINHYDROCHLORID+Epin.P.40+0,005mg/ml Injektor 50x1.8 Milliliter
ARTICAINHYDROCHLORID+Epin.P.40+0,005mg/ml Injektor
Inhalt: 50x1.8 Milliliter
Anbieter: Pierrel S.P.A
Darreichungsform: Injektionslösung
Grundpreis: 1 l 1.150,89 €
Art.-Nr. (PZN): 11222577
rezeptpflichtig
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Pflichtangaben & Zusatzinformationen

Anwendungsgebiete

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
  • Articainhydrochlorid mit Epinephrin ist ein Arzneimittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetikum) in der Zahnheilkunde.
  • Es enthält die Wirkstoffe Articain (Lokalanästhetikum) und Epinephrin (Adrenalin).
  • Epinephrin (Adrenalin) verengt die Blutgefäße im Injektionsgebiet und führt hier zu örtlicher Blutleere (lokale Anämie). Dies verringert eine Blutung während der Behandlung und verlängert die Wirkung des Lokalanästhetikums.
  • Articainhydrochlorid mit Epinephrin wird zur örtlichen Betäubung vor zahnärztlichen Behandlungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren angewendet. Hierzu gehören:
    • komplikationslose Entfernung von einem oder mehreren Zähnen,
    • Entfernen von Karies,
    • Präparation von Kronenstümpfen.

Anwendungshinweise

Auf welche Weise wird das Arzneimittel angewendet?
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt oder Apotheker, bevor Articainhydrochlorid mit Epinephrin angewendet wird:
      • wenn Sie an einem Mangel eines spezifischen Enzyms leiden (Cholinesterasemangel), da mit verlängerter und unter Umständen verstärkter Wirkung von Articainhydrochlorid mit Epinephrin zu rechnen ist.
      • wenn eine lokale Entzündung am Injektionsort vorliegt. In diesem Fall ist eine verstärkte Aufnahme von Articainhydrochlorid mit Epinephrin zu erwarten, wodurch die Wirksamkeit verringert wird.
    • Articainhydrochlorid mit Epinephrin darf nur nach sorgfältiger ärztlicher Untersuchung angewendet werden, wenn Sie:
      • an Störungen der Blutgerinnung leiden,
      • an schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen leiden (z. B. bei einer Nierenentzündung oder Leberzirrhose),
      • gleichzeitig mit halogenierten Inhalationsnarkotika behandelt werden,
      • wenn Sie an Epilepsie leiden.
    • Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, darf Articainhydrochlorid mit Epinephrin nur nach sorgfältiger ärztlicher Untersuchung angewendet werden:
      • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z. B.:
        • Angina Pectoris (Durchblutungsstörung des Herzens mit Schmerzen und Engegefühl in der Brust),
        • Arteriosklerose (Verengung von Arterien durch Ablagerungen, z. B. von Blutfetten),
        • Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche),
        • koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße),
        • nach einem Myokardinfarkt (z.B. Herzinfarkt)
        • Herzrhythmusstörungen (unregelmäßiger Puls),
        • Bluthochdruck,
        • Durchblutungsstörungen im Gehirn,
        • nach einem Schlaganfall,
      • chronische Bronchitis, Lungenemphysem (krankhafte Überblähung der Lunge),
      • Diabetes mellitus,
      • schweren Angststörungen.
    • Ihr Zahnarzt wird zur Vermeidung von Nebenwirkungen
      • Ihre medizinische Vorgeschichte sowie Ihre Begleitmedikationen prüfen,
      • eine Testinjektion vornehmen, wenn bei Ihnen ein Allergierisiko gegen das Arzneimittel besteht,
      • die Dosierung so niedrig wie möglich wählen,
      • vor der Injektion sorgfältig prüfen, dass er kein Blutgefäß getroffen hat.
    • Die Anwendung dieses Arzneimittels kann zu verlängerter Taubheit des Mundbereiches nach der zahnärztlichen Behandlung führen. Bei kleinen Kindern sollte darauf geachtet werden, dass sie sich nicht selbst beißen, da dies zu Weichteilgewebsverletzungen führen kann.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Nach einem Eingriff entscheidet Ihr Zahnarzt, wann Sie wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen dürfen. In entsprechenden Untersuchungen bewirkte die örtliche Betäubung mit Articain keine feststellbare Beeinträchtigung der normalen Verkehrstüchtigkeit.


Was ist zusätzlich zu beachten?
  • Articainhydrochlorid mit Epinephrin ist zur Anwendung in der Mundhöhle bestimmt (dentale Anwendung).
  • Zur Verhütung von Infektionen (z. B. Übertragung einer Hepatitis) sind für jede Injektion frische, sterile Spritzen und Kanülen zu verwenden.
  • Zur einmaligen Anwendung. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen.
  • Bei Farbtönung oder Trübung darf das Arzneimittel nicht mehr verwendet werden.

Dosierung

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
  • Die Dosierung und Art der Anwendung von Articainhydrochlorid mit Epinephrin bestimmt Ihr Zahnarzt. Er wird sich im Allgemeinen an folgenden Empfehlungen orientieren:
  • Dosierung
    • Für die komplikationslose Zangenextraktion von Oberkieferzähnen im nicht entzündlichen Stadium genügt meist eine Injektion von 1,8 ml Articainhydrochlorid mit Epinephrin pro Zahn. In wenigen Fällen kann eine Nachinjektion von 1 - 1,8 ml erforderlich sein, um eine komplette örtliche Betäubung zu erreichen.
    • Bei Reihenextraktionen benachbarter Zähne ist in den meisten Fällen nicht die volle Dosis von Articainhydrochlorid mit Epinephrin notwendig. Die Anzahl der Injektionen kann normalerweise verringert werden.
    • Wenn am Gaumen ein Schnitt oder eine Naht notwendig ist, genügt eine Injektion von ca. 0,1 ml pro Einstich.
    • Bei glatten Zangenextraktionen von Unterkiefer-Prämolaren im nicht entzündlichen Stadium genügt in der Regel eine Injektion von 1,8 ml pro Zahn. Falls danach noch keine volle Wirkung eintritt, kann Ihr Zahnarzt zunächst eine Nachinjektion von 1 - 1,8 ml setzen. Erst wenn auch dann eine vollständige Betäubung ausbleibt, kann Ihr Zahnarzt die sonst übliche Betäubung des ganzen Unterkiefernervs (Mandibularanästhesie) durchführen.
    • Für die Kariesentfernung zur Vorbereitung einer Füllung und für Kronenstumpfbeschleifungen sind je nach Umfang und Dauer der Behandlung 0,5 - 1,8 ml Articainhydrochlorid mit Epinephrin pro Zahn ausreichend. Dies gilt jedoch nicht für die Unterkiefer-Molaren.
    • Erwachsene können im Laufe einer Behandlung bis zu 7 mg Articain pro kg Körpergewicht erhalten. Mengen bis zu 500 mg (entsprechend 12,5 ml Injektionslösung) werden normalerweise gut vertragen.
    • Ältere Menschen und Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen
      • Bei älteren Patienten und bei Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen (z. B. Nierenentzündung oder Leberzirrhose) können erhöhte Plasmaspiegel von Articain auftreten. Wenn Sie zu diesen Patienten gehören, sollte Ihr Zahnarzt besonders darauf achten, dass die kleinstmögliche Menge für eine ausreichende Betäubung angewendet wird.
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
    • Wird Articainhydrochlorid mit Epinephrin bei Kindern und Jugendlichen angewendet, sollte das kleinste für eine ausreichende Betäubung erforderliche Volumen angewendet werden. Die Injektionsmenge ist individuell unter Berücksichtigung von Alter und Gewicht des Kindes und Jugendlichen zu dosieren. Eine Maximaldosis von 5 mg Articain pro kg Körpergewicht sollte nicht überschritten werden.
    • Die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern unter 1 Jahr wurde nicht untersucht.

 

  • Wenn bei Ihnen eine größere Menge angewendet wurde
    • Wenn zu große Mengen Articainhydrochlorid mit Epinephrin angewendet werden, können Funktionsstörungen des Nervensystems auftreten, z. B.:
      • Benommenheit,
      • Schwindel,
      • Übelkeit,
      • Bewusstseinstrübung
      • Krämpfe und Atemstörungen
    • Außerdem kann es zu Störungen der Herz-Kreislauf-Funktion kommen, wie z. B. Blutdruckabfall oder Blutdruckanstieg und Herzrhythmusstörungen, die zum Herzstillstand führen können.
    • Solche Störungen erfordern eine zahnärztliche Überwachung und möglicherweise eine entsprechende Behandlung durch Ihren Zahnarzt.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt, Arzt oder Apotheker.

Gegenanzeigen

In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?
  • Articainhydrochlorid mit Epinephrin darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Articain oder andere Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ, Epinephrin (Adrenalin) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie an schweren Herzrhythmusstörungen leiden (z. B. AV-Block II. und III. Grades),
    • wenn Sie einen sehr niedrigen Puls haben,
    • wenn Sie an akuter Herzinsuffizienz leiden (akute Herzschwäche, z. B. nach einem Herzinfarkt),
    • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben,
    • wenn Sie Bronchialasthmatiker sind und an einer Überempfindlichkeit gegen Sulfite leiden (Asthmaanfälle, ausgelöst durch Sulfite),
    • bei Kindern unter 4 Jahren.
  • Wegen der Wirkungen des Epinephrin (Adrenalin)-Anteils darf Articainhydrochlorid mit Epinephrin nicht angewendet werden:
    • zur örtlichen Betäubung der Endglieder von Armen und Beinen (z. B. Finger und Zehen), weil hier das Risiko besteht, dass die örtliche Durchblutung blockiert wird,
    • wenn Sie an erhöhtem Augeninnendruck leiden (Glaukom oder grüner Star),
    • wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion haben,
    • wenn Sie an anfallsweiser Beschleunigung des Herzschlages leiden (paroxysmale Tachykardie),
    • wenn Sie an einer bestimmten Form von Herzrhythmusstörungen leiden (absolute Arrhythmie mit schnellem, unregelmäßigem Herzschlag),
    • wenn Sie einen Herzinfarkt in den letzten 3 bis 6 Monaten erlitten haben,
    • wenn bei Ihnen ein Koronararterien-Bypass in den letzten 3 Monaten gelegt wurde,
    • wenn Sie bestimmte Betablocker (z. B. Propranolol) einnehmen. Es besteht die Gefahr einer Hochdruckkrise (sehr hoher Blutdruck) oder einer starken Verlangsamung des Pulsschlags,
    • wenn Sie an einem Phäochromozytom leiden (Epinephrin (Adrenalin) produzierender Tumor, der sich meistens im Nebennierenmark befindet),
    • wenn Sie einen sehr hohen Blutdruck haben,
    • wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Mitteln gegen Depressionen und Parkinson-Krankheit behandelt werden (trizyklische Antidepressiva oder Monoaminoxidase- (MAO-)Hemmer), da diese Wirkstoffe die Herz-Kreislauf-Wirkungen des Epinephrins (Adrenalins) verstärken können. Das kann bis zu 14 Tage nach Beendigung einer Behandlung mit MAO-Hemmern zutreffen.
  • Articainhydrochlorid mit Epinephrin darf nicht intravenös (in eine Vene) verabreicht werden.


Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft
    • Wenn Sie schwanger sind, sollte Ihr Zahnarzt Articainhydrochlorid mit Epinephrin nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden.
    • Für Articain liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung während der Schwangerschaft vor, außer zum Zeitpunkt der Geburt. Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Epinephrin (Adrenalin) in höheren Dosen als denen, die bei einer zahnärztlichen Betäubung angewendet werden, schädliche Auswirkungen auf die Nachkommenschaft hat. Nach versehentlicher Injektion von Articainhydrochlorid mit Epinephrin in ein Blutgefäß bei der Mutter kann es durch den Epinephrin (Adrenalin)-Anteil zu einer Verminderung der Uterusdurchblutung kommen.
  • Stillzeit
    • Die Wirkstoffe von Articainhydrochlorid mit Epinephrin werden von Ihrem Körper schnell abgebaut. Dementsprechend treten keine für das Kind schädliche Mengen der Wirkstoffe in die Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung von Articainhydrochlorid mit Epinephrin müssen Sie daher das Stillen nicht unterbrechen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Übelkeit, Erbrechen, Missempfindungen (Parästhesie), Verminderung der Gefühlsempfindlichkeit im Mund- und Gesichtsbereich (Hypästhesie); Kopfschmerzen, die vermutlich auf den Epinephrin (Adrenalin)-Anteil zurückzuführen sind.
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
      • Herzrasen (Tachykardie), Schwindel.
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg, Blutdruckabfall, erniedrigte Herzschlagfolge (Bradykardie), Herzversagen und Schock (unter Umständen lebensbedrohlich).
      • Dosisabhängig (besonders bei zu hoher Dosierung oder bei versehentlicher Injektion in ein Blutgefäß) Störungen des zentralen Nervensystems, z. B.:
        • Unruhe, Nervosität,
        • Benommenheit bis zum Bewusstseinsverlust, Koma,
        • Atemstörungen bis zum Atemstillstand,
        • Muskelzittern, Muskelzuckungen bis zu Krampfanfällen.
      • Während oder kurz nach der Injektion von Lokalanästhetika in den Kopfbereich kann es zu Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Pupillenerweiterung, Blindheit) kommen. Diese sind im Allgemeinen vorübergehend.
      • Nervenschädigungen (z. B. des Gesichtsnervs) sowie die Verminderung der Geschmacksempfindlichkeit im Mund und der Empfindlichkeit im Gesichtsbereich sind keine Nebenwirkungen, die nur durch Articainhydrochlorid mit Epinephrin ausgelöst werden. Solche Reaktionen können bei jedem zahnärztlichen Eingriff auftreten und sind daher nicht auszuschließen. Sie sind bedingt durch den Verlauf der Nerven im Injektionsgebiet oder durch fehlerhafte Injektionstechnik.
      • Im Injektionsbereich kann es durch versehentliche Injektion in ein Blutgefäß sehr selten zu einer Unterversorgung von Gewebe mit Sauerstoff bis hin zum Absterben von Gewebe kommen.
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische oder allergieähnliche Reaktionen) können auftreten. Diese können sich als Schwellung bzw. Entzündung an der Injektionsstelle äußern. Überempfindlichkeitsreaktionen, die nicht auf die Injektionsstelle beschränkt sind, äußern sich als:
        • Rötung,
        • Juckreiz,
        • rote und tränende Augen,
        • laufende Nase,
        • Gesichtsschwellung (in Form eines Quincke-Ödems) mit Schwellung von Ober- und/oder Unterlippe und/oder Wangen,
        • Schwellung im Kehlkopfbereich mit Engegefühl und Schluckbeschwerden,
        • Nesselsucht
        • Atembeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock.
      • Aufgrund eventuell enthaltener Hilfsstoffe kann es, insbesondere bei Bronchial-asthmatikern, sehr selten zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die sich als Erbrechen, Durchfall, keuchende Atmung, akute Asthmaanfälle, Bewusstseinsstörungen oder Schock äußern können.
      • Atemfunktionsstörungen (beschleunigte Atmung (Tachypnoe), verlangsamte Atmung (Bradypnoe), die zu Atemstillstand (Apnoe)) führen können.
    • Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern
      • Bei kleinen Kindern, im Vergleich zu Erwachsenen, besteht durch die verlängerte Taubheit des Mundbereiches nach der zahnärztlichen Behandlung ein erhöhtes Risiko für Bissverletzungen und somit Weichteilgewebsverletzungen.
      • Falls eine unerwünschte Wirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte umgehend einen Arzt. Das ist besonders wichtig, da einige dieser Nebenwirkungen (z. B. Blutdruckabfall oder Atemstörungen) lebensbedrohlich werden können.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.


Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können auftreten?
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Zahnarzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
    • Wenn bei Ihnen gleichzeitig noch andere Arzneimittel zur örtlichen Betäubung angewendet werden, können sich deren Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und das Nervensystem verstärken.
    • Articainhydrochlorid mit Epinephrin enthält den Wirkstoff Epinephrin (Adrenalin). Dieser Wirkstoff verengt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck. Die blutdrucksteigernde Wirkung von Epinephrin (Adrenalin) kann durch bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Parkinson-Krankheit verstärkt werden. Trizyklische Antidepressiva und MAO-Hemmer dürfen deshalb nicht gleichzeitig eingenommen werden.
    • Zur gleichzeitigen Anwendung bestimmter Betablocker (z. B. Propranolol) siehe Kategorie "Kontraindikation".
    • Epinephrin (Adrenalin) kann die Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse hemmen und somit die Wirkung oraler Antidiabetika (Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit) vermindern.
    • Wenn Articainhydrochlorid mit Epinephrin gleichzeitig mit bestimmten Inhalationsnarkotika (z. B. Halothan) angewendet wird, können Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden.
    • Phenothiazine können die blutdruckerhöhende Wirkung von Epinephrin beeinflussen. Daher sollte die gleichzeitige Behandlung vermieden werden. Wenn eine gleichzeitige Behandlung erforderlich ist, sollten die Patienten sorgfältig überwacht werden.
    • Bitte beachten: Bei Patienten, die mit Hemmstoffen der Blutgerinnung (?Blutverdünner" wie z. B. Heparin oder Acetylsalicylsäure) behandelt werden, kann ein versehentlicher Einstich in ein Blutgefäß im Rahmen der örtlichen Betäubung zu ernsthaften Blutungen führen und auch die Blutungsneigung allgemein erhöht sein.
  • Anwendung von Articainhydrochlorid mit Epinephrin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
    • Nach Anwendung von Articainhydrochlorid mit Epinephrin sollten Sie so lange keine Nahrung aufnehmen, bis die örtliche Betäubung abgeklungen ist.

Zusammensetzung

Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1.8 Milliliter.

Wirkstoff Articain hydrochlorid 72mg
entspricht Articain 63.82mg
Wirkstoff Epinephrin hydrogentartrat 16.4µg
entspricht Epinephrin 9µg
Hilfsstoff Natrium chlorid +
Hilfsstoff Natrium disulfit +
Hilfsstoff Salzsäure 2% +
Hilfsstoff Wasser, für Injektionszwecke +
Hilfsstoff Gesamt Natrium Ion +

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Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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