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CLARITHROMYCIN EBERTH 500 mg Plv.z.H.e.Infus.-Lsg. 1 Stück N1
CLARITHROMYCIN EBERTH 500 mg Plv.z.H.e.Infus.-Lsg.
Inhalt: 1 Stück, N1
Anbieter: Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH
Darreichungsform: Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
Grundpreis: 1 Stück 27,17 €
Art.-Nr. (PZN): 10394193
rezeptpflichtig
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Anwendungsgebiete

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
  • Das Arzneimittel ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der sogenannten Makrolid-Antibiotika gehört. Antibiotika hemmen das Wachstum von Bakterien (Krankheitserreger), die Infektionen hervorrufen.
  • Es wird angewendet zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren) bei mittelschweren bis schweren Infektionen, die durch Clarithromycin-emfindliche Erreger verursacht werden oder wenn eine orale Therapie nicht anwendbar ist; bei Patienten mit bekannter Penicillin-Überempfindlichkeit bzw. wenn Penicillin aus anderen Gründen nicht geeignet ist:
    • mittelschwere bis schwere ambulant erworbene bakterielle Bronchopneumonie und Lungenentzündung (Pneumonie), einschließlich der durch die so genannten atypischen Keime Chlamydia spp., Mycoplasma spp. oder Legionella spp. verursachten Pneumonien
    • akute Verschlechterung (Exazerbation) einer chronischen Bronchitis (angemessen diagnostiziert)
    • bakteriell bedingte oder durch Bakterien zusätzlich infizierte (superinfizierte) akute Virus-Bronchitis (angemessen diagnostiziert)
    • Rachenentzündung (Pharyngitis)
    • Mandelentzündung (Tonsillitis)
    • akute bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitits)
    • mittelschwere bis schwere Infektionen der Haut und Weichteile, wie Eiterflechte (Impetigo), Wundrose (Erysipel), Entzündung der Haarfollikel (Follikulitis), tiefgehende Entzündung des Haarbalgs (Furunkulose) und Wundinfektionen
  • Die allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen (gegen Kranksheitserreger wirksamen) Wirkstoffen sind zu berücksichtigen.

Anwendungshinweise

Auf welche Weise wird das Arzneimittel angewendet?
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.
      • bei Verdacht auf Leberfunktionsstörungen.
      • wenn Anzeichen und Symptome einer Leberentzündung (Hepatitis) wie Appetitlosigkeit (Anorexie), Gelbsucht (Ikterus), dunkler Urin, Juckreiz (Pruritus) oder Bauchschmerzen (empfindliches Abdomen) auftreten. Dann brechen Sie bitte die Anwendung von Clarithromycin sofort ab.
      • bei Nierenfunktionsstörungen.
      • bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten. Bei Vorliegen einer schweren Störung der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz: Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) sollte Clarithromycin nur unter genauer ärztlicher Beobachtung angewendet werden.
      • wenn Sie andere Makrolid-Antibiotika oder die Antibiotika Lincomycin und Clindamycin einnehmen.
      • wenn Sie gleichzeitig den Arzneistoff Colchicin (Arzneistoff zur Behandlung von Gicht) einnehmen. Es liegen vereinzelte Berichte von Colchicin Vergiftungen bei gleichzeitiger Gabe von Clarithromycin und Colchicin vor, insbesondere bei älteren Patienten. Einige der Colchicin-Vergiftungen traten bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen auf. Es wurde über Todesfälle bei einigen solcher Patienten berichtet. Clarithromycin und Colchicin dürfen nicht gleichzeitig eingenommen werden.
      • wenn Sie Clarithromycin und Triazolobenzodiazepine wie Triazolam oder Midazolam intravenös gleichzeitig anwenden. Hier ist Vorsicht geboten.
      • wenn Sie unter einer koronaren Herzkrankheit, schwerer Herzinsuffizienz, Magnesiummangel (Hypomagnesiämie), Herzrhythmusstörungen (Bradykardie, Herzschlag unter 50 Schläge pro Minute) leiden oder bei gleichzeitiger Verabreichung mit anderen Arzneimitteln, die die QTZeit verlängern können. In diesen Fällen sollte Clarithromycin aufgrund des Risikos einer Verlängerung der QT-Zeit mit Vorsicht angewendet werden.
      • wenn Sie unter einer angeborenen oder dokumentierten erworbenen Verlängerung der QT-Zeit leiden oder in Ihrer Vorgeschichte lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Arrhythmien) bekannt sind. Dann dürfen Sie Clarithromycin nicht anwenden.
      • wenn eine stationär erworbene Lungenentzündung (Pneumonie) vorliegt. In diesem Fall sollte Clarithromycin in Kombination mit zusätzlichen geeigneten Antibiotika verabreicht werden.
      • wenn Sie unter Infektionen der Haut und Weichteile von leichtem bis mäßigem Schweregrad leiden, die durch die Keime Staphylococcus aureus und Streptococcus pyogenes ausgelöst wurden. Da die vorgenannten Keime gegen Makrolide resistent sein können, sollten zur Überprüfung einer geeigneten Therapie Empfindlichkeitstests durchgeführt werden.
      • wenn Sie gleichzeitig Clarithromycin und Arzneimittel anwenden, die zu einer erhöhten Aktivität des Cytochrom-CYP3A4-Enzyms führen.
      • wenn Sie gleichzeitig Clarithromycin und orale Antidiabetika und / oder Insulin anwenden, da das Risiko einer erheblichen Unterzuckerung besteht.
      • wenn Sie gleichzeitig Clarithromycin und Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulantien) wie Phenprocoumon oder Warfarin anwenden, da das Risiko einer schwerwiegenden Blutung besteht.
      • wenn Sie gleichzeitig Clarithromycin und Lovastatin oder Simvastatin (Statine) anwenden. Es wurde von Patienten mit Auftreten eines Muskelzerfalls (Rhabdomyolyse) berichtet, die Clarithromycin und Statine gleichzeitig einnahmen. In Fällen, in denen eine gleichzeitige Gabe von Clarithromycin und Statinen nicht vermieden werden kann, wird empfohlen, die niedrigste zugelassene Dosierung des Statins einzunehmen. Die Verwendung eines anderen Statins (z. B. Fluvastatin) kann in Betracht gezogen werden.
      • wenn Sie unter einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) leiden. Clarithromycin ist häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der Sinusitis.
      • wenn Sie unter einer Rachenentzündung (Pharyngitis) oder Mandelentzündung (Tonsillitis) leiden. Clarithromycin ist häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der durch Streptococcus pyogenes verursachten Pharyngitis oder Tonsillitis. Bei diesen Indikationen sowie zur Vorbeugung des akuten rheumatischen Fiebers ist Penicillin Behandlung der ersten Wahl.
      • wenn Sie unter einer akuten Mittelohrentzündung (akute Otitis media) leiden. Clarithromycin ist häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der akuten Otitis media.
      • wenn Clarithromycin gleichzeitig mit anderen Medikamenten angewendet wird, die das Gehör schädigen können, besonders mit Aminoglycosiden (Antibiotika wie Streptomycin).
    • Kinder
      • Für Kindern unter 12 Jahren liegen keine klinischen Erfahrungen zur Anwendung des Präparates vor.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Im Zusammenhang mit dem Arzneimittel können Benommenheit, Schwindel, Verwirrtheit und Desorientierung auftreten. Dieses Risiko sollte berücksichtig werden, bevor Sie ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.
  •  

 

 



Was ist zusätzlich zu beachten?
  • Dieses Arzneimittel wird Ihnen als Infusion über eine Venenkanüle verabreicht. Die Einzeldosen werden über einen Zeitraum von 60 Minuten infundiert.
  • Weiterführende Informationen für das medizinische Fachpersonal siehe Gebrauchsinformation.

Dosierung

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
  • Wenden Sie das Arzenimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Dosierung:
    • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre
      • Einzeldosis
        • 1 Infusion (entsprechend 500 mg Clarithromycin)
      • Tagesgesamtdosis
        • 2 Infusionen (entsprechend 1 g Clarithromycin)
      • Die einzelnen Infusionen sollen im Abstand von 12 Stunden verabreicht werden.
    • Patienten unter Behandlung mit Ritonavir:
      • Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion ist eine Dosisreduktion nicht notwendig, jedoch sollte die tägliche Dosis 1 g Clarithromycin nicht überschreiten. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist in Abhängigkeit von der Kreatinin-Clearance die normale Tagesdosis zu reduzieren.
    • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
      • Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) erhalten am 1. Tag die normale Tagesdosis (2 x 500 mg Clarithromycin im Abstand von 12 Stunden). Ab dem 2. Tag ist die Tagesdosis um die Hälfte zu reduzieren.
      • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, die gleichzeitig mit Ritonavir behandelt werden, ist in Abhängigkeit von der Kreatinin-Clearance die normale Tagesdosis wie folgt zu reduzieren:
        • bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml/min): Reduzierung um die Hälfte
        • bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min): Reduzierung um 75%
    • Kinder und Jugendliche
      • Kinder unter 12 Jahren:
        • Das Präparat wird für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen. Bei dieser Altersgruppe wird der Wirkstoff Clarithromycin als Flüssigkeit zum Einnehmen für die Anwendung bei Kindern empfohlen.
      • Jugendliche älter als 12 Jahre:
        • Dosierung und Anwendung wie bei Erwachsenen.
        • Die übliche Behandlungsdauer, die mit Clarithromycin intravenös beginnt (s. o.) und danach mit Clarithromycin oral fortgesetzt wird, beträgt 6 - 14 Tage.

 

  • Dauer der Anwendung
    • Die Therapie mit Clarithromycin intravenös sollte nicht länger als 2 Tage, bei schweren Infektionen nicht länger als 5 Tage durchgeführt werden. Anschließend sollte auf Clarithromycin oral umgestellt werden. Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen soll die Behandlung mit Clarithromycin oral noch mindestens 2 Tage fortgesetzt werden.
    • Bei Streptokokken-Infektionen beträgt die gesamte Behandlungsdauer mindestens 10 Tage. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dauer der Anwendung 14 Tage nicht überschreiten.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Eine Überdosierung von Clarithromycin führt in der Regel zu Magen-Darm Beschwerden.
    • Die Infusion soll dann sofort abgebrochen werden.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Gegenanzeigen

In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Clarithromycin, andere Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide (wie z. B. Erythromycin) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:
      • Ticagrelor (Arzneimittel zur Heummung der Thrombozytenaggregation) oder Ranolazin (Arzneimittel zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit).
      • Terfenadin und Astemizol (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien, Antihistaminika).
      • Cisaprid (Arzneimittel zur Anregung der Darmbewegung).
      • Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter seelischer Erkrankungen).
        • Bei Kombination mit Terfenadin, Astemizol, Cisaprid oder Pimozid können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auftreten.
      • andere Arzneimittel, die zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen können.
      • Ergotamin oder Dihydroergotamin (Arzneimittel zur Behandlung von Migräne bzw. bestimmten Kreislaufstörungen.
      • Orales Midazolam (Arzneimittel zur Beruhigung oder zur Beahndlung von Schlafstörungen).
      • Lovastatin oder Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels, HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, Statine) aufgrund des zunehmenden Risikos einer Muskelerkrankung (Myopathie), einschließlich Muskelzerfall (Rhabdomyolyse)
    • wenn Sie oder Familienangehörige unter bestimmten Herzrhythmusstörungen leiden oder gelitten haben (ventrikuläre Rhythmusstörungen, ?Torsades de pointes", QT-Intervallverlängerung).
    • wenn Sie unter einem unbehandeltem Kaliummangel (Hypokaliämie) leiden, da die Gefahr einer QT-Intervallverlängerung besteht.
    • bei stark eingeschränkter Leberfunktion in Kombination mit eingeschränkter Nierenfunktion.


Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Eine Anwendung von Clarithromycin während der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Drittel einer Schwangerschaft, sollte nur nach strenger Indikationsstellung erfolgen. Daher wird die Anwendung während der Schwangerschaft ohne vorherige sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt nicht empfohlen. Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Clarithromycin nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.
  • Stillzeit
    • Clarithromycin und sein aktives Abbauprodukt gehen in die Muttermilch über. Deshalb kann es bei gestillten Säuglingen zu Veränderungen der Darmflora mit Durchfällen und Sprosspilzbesiedlung (Hefen und hegeähnliche Pilze) kommen, so dass das Stillen eventuell unterbrochen werden muss.
    • Beim gestillten Säugling ist die Möglichkeit einer Antikörperbildung nach Kontakt mit dem Arzneistoff (Sensibilisierung) ebenfalls zu berücksichtigen. Bei Stillenden sollte der Nutzen der Behandlung für die Mutter sorgfältig gegen das potentielle Risiko für das Kind abgewogen werden.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
    Wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt, wenn eines oder mehrere der folgenden Ereignisse plötzlich oder unerwartet stark bei Ihnen auftritt oder auftreten, da diese Nebenwirkungen akut lebensbedrohlich sein können:
    • Entzündung des Dickdarms (mild bis lebensbedrohlich).
    • Durchfälle.
      • Eine Antibiotikabehandlung verändert die normale Darmflora, wodurch ein übermäßiges Wachstum von bestimmten Bakterien (Clostridium difficile) möglich ist. Dies kann zu leichtem Durchfall bis hin zu einer tödlich verlaufenden Darmentzündung führen. Die Durchfälle können auch noch 2 Monate nach Ende der Behandlung auftreten.
      • Ihr Arzt wird die Beendigung der Behandlung mit Clarithromycin erwägen und, falls erforderlich, sofort eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel gegen Durchfälle, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.
    • schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen wie Kreislaufschock oder Hautausschläge (z.B. Anaphylaxie, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und Hypersensitivitätssyndrom DRESS)
    • Eine Langzeitverabreichung kann, wie bei anderen Antibiotika, zu einer Besiedelung mit nicht empfindlichen Bakterien und Pilzen führen. Im Falle einer Superinfektion sollte eine geeignete Therapie eingeleitet werden.
    • schwere Hautreaktion: ein roter, schuppiger Ausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen (exanthematische Pustulose). Die Häufigkeit dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
  • Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei Erwachsenen und Jugendlichen, die Clarithromycin eingenommen haben, waren: Bauchschmerzen, Durchfall, Brechreiz, Übelkeit, Beeinträchtigung des Geschmackssinns. Die Nebenwirkungen sind normalerweise mild in der Intensität und stimmen mit dem bekannten Sicherheitsprofil der Makrolid-Antibiotika überein.
  • In klinischen Studien wurden keine bedeutsamen Unterschiede im Auftreten von Magen-Darm-Nebenwirkungen zwischen den Patienten mit oder ohne vorausgegangene Infektionen mit Mycobakterien beobachtet.
  • Andere mögliche Nebenwirkungen von Clarithromycin-Infusionen
    • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
      • Venenentzündung (Phlebitis) am Injektionsort
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
      • Schlaflosigkeit
      • Störung des Geschmacksempfindens (Dysgeusie), Kopfschmerzen
      • Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation)
      • Durchfall, Erbrechen, Verdauungsstörung (Dyspepsie), Übelkeit, Bauchschmerzen
      • abnormer Leberfunktionstest
      • Ausschlag, übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)
      • Schmerzen am Injektionsort, Entzündung am Injektionsort
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
      • Cellulitis, Candidosen, Entzündung der Scheide (vaginale Infektion)
      • Verminderte Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
      • Anaphylaktoide Reaktion, Überempfindlichkeit
      • Appetitlosigkeit (Anorexie), verringerter Appetit
      • Ängstlichkeit
      • Bewusstseinsverlust, Bewegungsstörung (Dyskinesie), Benommenheit, Zittern (Tremor)
      • Schwindel, Schwerhörigkeit, Ohrgeräusche (Tinnitus)
      • Herzstillstand, Vorhofflimmern, QT-Intervallverlängerung im EKG, Herzstolpern (Extrasystole), Herzklopfen (Palpitation)
      • Asthma, Lungenembolie
      • Entzündung der Schleimhaut der Speiseröhre (Ösophagitis), Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis), Entzündung der Zunge (Glossitis), Verstopfung, Mundtrockenheit, Aufstoßen, Blähungen
      • Erhöhte Leberfunktionswerte (Alanin-Aminotransferase, Aspartat Aminotransferase)
      • Blasenbildender Hautausschlag (bullöse Dermatitis), Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria)
      • Muskelkrämpfe (Muskelspasmen), Steifigkeit des Bewegungsapparats, Muskelschmerzen (Myalgie)
      • Erhöhter Kreatininspiegel im Blut, erhöhter Harnstoffspiegel (Ureaspiegel) im Blut
      • Kraftlosigkeit (Asthenie)
      • Abnormes Albumin-Globulin-Verhältnis
    • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
      • Durch Antibiotika ausgelöste Darmentzündung (Pseudomembranöse Kolitis), Hautentzündung mit Rötung (Erysipel)
      • Schwerer bis vollständiger Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen (Agranulozytose), Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
      • Schwere allergische (anaphylaktische) Reaktion, Schwellungen im Gesicht oder Rachen (Angioödem)
      • Psychotische Störung, Verwirrtheit, Verlust / Veränderung des Persönlichkeitsgefühls (Depersonalisation), Depression, Orientierungslosigkeit (Desorientierung), Halluzinationen, Alpträume, Manie
      • Krampfanfälle, Geschmacksverlust (Ageusie), Geruchsstörung (Parosmie), Riechverlust (Anosmie), Sensibilitätsstörung (Parästhesie)
      • Hörverluste (nach Absetzen des Arzneimittels meist rückgängig (reversibel))
      • Herzrhythmusstörungen (?Torsades de pointes", ventrikuläre Tachykardien, ventrikuläre Fibrillation)
      • Blutungen
      • Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis), Verfärbung der Zunge, Verfärbung der Zähne
      • Leberfunktionsstörungen, Leberentzündung mit oder ohne Gallestau (hepatozelluläre und / oder cholestatische Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht (Ikterus)
      • Schwere allergische Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), Überempfindlichkeitsreaktionen mit erhöhter Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) und systemischen Symptomen (Hypersensitivitätssyndrom DRESS), Akne
      • Muskelerkrankung (Myopathie)
      • Nierenversagen, Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis)
      • Erhöhte INR (International Normalized Ratio), verlängerte Prothrombinzeit
      • abnorme Urinfarbe
  • Andere mögliche Nebenwirkungen weiterer Darreichungsformen und Stärken von
    Clarithromycin
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
      • Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis)
      • Infektion
      • Verminderung oder Erhöhung der Zahl von bestimmten weißen Blutkörperchen (Neutropenie, Eosinophilie), starke Vermehrung von Blutplättchen (Thrombozythämie)
      • Nervosität
      • Schläfrigkeit (Somnolenz)
      • Nasenbluten (Epistaxis)
      • Chronisches Sodbrennen (gastroösophageale Refluxkrankheit)
      • Schmerzen im After (Proktalgie), Blähbauch
      • Gallestau (Cholestase), Leberentzündung (Hepatitis), erhöhte Gamma-Glutamyl-Transferase (Leberfunktionswert)
      • Fleckig-knotiger (makulopapulöser) Ausschlag
      • Unwohlsein, Fieber (Pyrexie), Brustschmerzen, Schüttelfrost, Erschöpfung
      • Erhöhte alkalische Phosphatase im Blut, erhöhte Laktatdehydrogenase im Blut
    • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
      • Muskelzerfall (Rhabdomyolyse)
    • Es gab auch Berichte über Muskelzerfall (Rhabdomyolyse) bei gleichzeitiger Verabreichung von Clarithromycin und Statinen, Fibraten (cholesterinsenkende Mittel), Colchicin oder Allopurinol (Gichtmittel).
    • Nach Markteinführung wurde über Arzneimittelwechselwirkungen und Wirkungen auf das Zentralnervensystem (z. B. Schläfrigkeit und Verwirrung) bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und Triazolam (Schlafmittel) berichtet.
  • Kinder und Jugendliche:
    • Es ist zu erwarten, dass Häufigkeit, Art und Schweregrad der Nebenwirkungen bei Kindern denen bei Erwachsenen entsprechen.
  • Patienten mit AIDS oder einer anderen Immunschwäche:
    • Wenn diese Patienten wegen mykobakterieller Infektion über lange Zeit mit höheren Dosen Clarithromycin behandelt wurden, waren mögliche Clarithromycin-Nebenwirkungen oft schwer zu erkennen. Durch eine spezielle Auswertung der Laborwerte wurden erhöhte Leberfunktionswerte und Blutharnstoff-Stickstoff-Spiegel und eine erniedrigte Anzahl von weißen Blutkörperchen und Thrombozyten festgestellt.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.


Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können auftreten?
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
    • Folgende Arzneimittel dürfen Sie nicht gleichzeitig mit Clarithromycin anwenden / einnehmen
      • Cisaprid (Arzneimittel zur Anregung der Darmbewegung).
      • Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter seelischer Erkrankungen).
      • Astemizol, Terfenadin (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien).
        • Bei diesen Arzneimitteln besteht das Risiko lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Rhythmusstörungen, insbesondere ?Torsades de pointes").
      • Arzneimittel, die die QT-Zeit verlängern können (wie z. B. Chinidin oder Disopyramid).
      • Ticagrelor (Arzneimittel zur Hemmung der Thrombozytenaggregation).
      • Ranolazin (Arzneimittel zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit).
      • Orales Midazolam (Arzneimittel zur Beruhigung oder zur Behandlung von Schlafstörungen).
      • Ergotamin, Dihydroergotamin (Arzneimittel zur Behandlung von Migräne und bestimmten Kreislaufstörungen).
      • Lovastatin oder Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels, HMG-CoAReduktase-Inhibitoren).
      • Colchicin oder Herbstzeitlosen-Extrakt (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht).
    • Einfluss anderer Arzneimittel auf die Wirkung des Wirkstoffs Clarithromycin
      • Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Clarithromycin beeinflussen. Eine Anpassung der Dosierung von Clarithromycin oder eine alternative Behandlung ist zu erwägen.
      • Die Wirkung von Clarithromycin kann verändert werden durch:
        • Arzneimittel, die durch das CYP3A-Enzym verstoffwechselt werden (z. B. Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Johanniskraut).
        • Fluconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen).
        • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen / AIDS, so genannte Protease-Inhibitoren (Ritonavir), einschließlich Atazanavir und Saquinavir.
        • Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, sollte die Dosierung von Clarithromycin entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes vermindert werden. Es stehen andere Clarithromycin Darreichungsformen mit einem geringeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
        • Wenn Sie gleichzeitig so genannte Protease-Inhibitoren einnehmen, sollte eine Tagesdosis von 1 g Clarithromycin nicht überschritten werden.
        • andere Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen (Efavirenz, Nevirapin, Etravirin) und bestimmte Antibiotika (Rifampicin, Rifabutin und Rifapentin).
    • Einfluss des Wirkstoffs Clarithromycin auf die Wirkung anderer Arzneimittel
      • Wenn Sie Clarithromycin gleichzeitig mit einem der nachfolgenden Arzneimittel anwenden, sollte die Dosierung oder das Dosierungsschema dieser Arzneimittel angepasst werden. Sie sollten besonders sorgfältig überwacht und bestimmte Blutwerte sollten bei Ihnen kontrolliert werden.
      • Arzneimittel, deren Wirkung durch Clarithromycin verstärkt werden kann:
        • Chinidin, Disopyramid (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, Antiarrhythmika).
          • Bei der gleichzeitigen Anwendung mit diesen Arzneistoffen wurde über lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (?Torsades de pointes") berichtet. Bei gleichzeitiger Gabe von Clarithromycin und diesen Arzneistoffen sollten Ihr Elektrokardiogramm (QTc-Verlängerung) und die Konzentrationen dieser Wirkstoffe in Ihrem Blut kontrolliert werden.
        • Nateglinid, Repaglinid (Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes).
        • Omeprazol (Arzneimittel zur Behandlung von Magen/Darmbeschwerden).
        • Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie).
        • Colchicin (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht).
        • Digoxin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche).
        • Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil (Arzneimittel zur Behandlung von Potenzstörungen).
        • Theophyllin (Arzneimittel zur Behandlung von Asthma).
        • Tolterodin (Arzneimittel zur Behandlung von erhöhtem Harndrang).
        • Triazolobenzodiazepine wie z. B. Alprazolam, Midazolam, Triazolam (Schlafmittel).
        • Terfenadin, Astemizol (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien oder Heuschnupfen).
      • Arzneimittel, deren Wirkung durch Clarithromycin abgeschwächt werden kann:
        • Zidovudin (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen).
          • Um eine Abschwächung der Wirkung zu vermeiden, sollten Sie zwischen der Anwendung von Zidovudin und Clarithromycin einen Abstand von 4 Stunden einhalten.
      • Weitere Wechselwirkungen sind mit folgenden Arzneimitteln möglich:
        • Aprepitant (Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen während einer Krebsbehandlung).
        • Eletriptan (Arzneimittel gegen Migräne).
        • Halofantrin (Arzneimittel gegen Malaria).
        • Ziprasidon, Quetiapin (Arzneimittel bei seelischen Erkrankungen).
        • Bromocriptin (Arzneimittel gegen Parkinson).
        • Ciclosporin, Tacrolimus (Arzneimittel zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr).
        • Methylprednisolon (Corticosteroid).
        • Vinblastin (Arzneimittel bei Krebserkrankungen).
        • Cilostazol (Arzneimittel bei Durchblutungsstörungen).
        • Hexobarbital (Narkosemittel).
        • Phenytoin, Valproat (Arzneimittel bei Epilepsie).
        • Atazanavir, Rifabutin, Saquinavir (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen / AIDS).
        • Itraconazol (Arzneimittel bei Pilzerkrankungen).
        • Calciumkanalblocker, wie z. B. Verapamil, Amlodipin, Diltiazem (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen).
        • Antibiotika aus der Gruppe der Aminoglycoside.

Zusammensetzung

Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Stück.

Wirkstoff Clarithromycin lactobionat 739.52mg
entspricht Clarithromycin 500mg

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E-Rezept1,2
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Sie haben Fragen zum E-Rezept, dann haben wir hier die aktuellen Informationen für Sie zusammengefasst.

Kassenrezept / Kassenrezept befreit2
Wählen Sie Kassenrezept bzw. Kassenrezept befreit, wenn Sie in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind und Ihr Arzt Ihnen ein rosafarbenes Rezept ausgestellt hat. Bei Kassenrezepten erfolgt die Abrechnung direkt mit der Krankenkasse. Sollten Sie von der Zuzahlung befreit sein, muss unserer Internet Apotheke eine Kopie Ihres Befreiungsausweises vorliegen. In seltenen Fällen kann bei Kassenrezepten zusätzlich eine "Mehrkosten"-Zuzahlung entstehen. Sollte dieser sehr seltene Fall eintreten, werden Sie von uns umgehend informiert. Medizinprodukte/Hilfsmittel können wir nur mit Ihrer gesetzlichen Krankenkasse abrechnen, wenn uns die entsprechenden Hilfsmittelverträge vorliegen. Sie können sich telefonisch oder per E-Mail über die bestehenden Hilfsmittelverträge unserer Online Apotheke erkundigen.

Buchstabe "C" im Arzneimittelindex nachschlagen. zum Seitenanfang