EMERADE 300 Mikrogramm Inj.-Lsg.in einem Fertigpen 0.3 Milliliter N1
EMERADE 300 Mikrogramm Inj.-Lsg.in einem Fertigpen
Inhalt: 0.3 Milliliter, N1
Anbieter: Orifarm GmbH
Darreichungsform: Injektionslösung in einem Fertigpen
Grundpreis: 100 ml 38.296,67 €
Art.-Nr. (PZN): 11535141

Reimport
rezeptpflichtig
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Zusatzinformationen Ihrer Online-Apotheke

Anwendungsgebiete

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
  • Das Arzneimittel ist ein Auto-Injekt (Fertigpen), der Epinephrin als Injektionslösung enthält.
  • Epinephrin wirkt einem Blutdruckabfall bei einer anaphylaktischen Reaktion entgegen. Es regt ebenso die Herztätigkeit an und erleichtert die Atmung.
  • Das Arzneimittel wird angewendet zur Notfallbehandlung von schweren akuten allergischen Reaktionen (Anaphylaxie), verursacht durch Allergene in Nahrungsmitteln, Arzneimitteln, Insektenstiche oder -bisse und andere Allergene.
  • Es wird ebenfalls angewendet zu Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch körperliche Anstrengung verursacht wurde oder deren Ursache bekannt ist.

Anwendungshinweise

Auf welche Weise wird das Arzneimittel angewendet?
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Das Arzneimittel kann immer während eines allergischen Notfalls angewendet werden. Wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen einen der Bestandteile sind, wird Ihnen Ihr Arzt erklären, unter welchen Umständen Sie das Präparat anwenden sollen.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel anwenden, wenn bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen vorliegt:
      • Herzerkrankungen
      • Bluthochdruck
      • Schilddrüsenüberfunktion
      • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
      • ein Tumor der Nebenniere
      • erhöhter Augeninnendruck
      • eingeschränkte Nierenfunktion
      • Prostataerkrankung
      • zu niedrige Kalium- oder zu hohe Calciumwerte im Blut
    • Es besteht ein erhöthes Risiko für Nebenwirkungen, wenn Sie älter sind, oder im Falle einer Schwangerschaft.
    • Die Hinweise zur Handhabung müssen sorgfältig beachtet werden, um eine unbeabsichtigte Injektion zu vermeiden.
    • Das Arzneimittel darf nur in den äußeren Oberschenkelmuskel injiziert werden.
    • Aufgrund des Risikos einer versehentlichen Injektion in eine Vene sollte das Arzneimittel nicht in das Gesäß injiziert werden.
  • Warnhinweise
    • Eine versehentliche Injektion in Hände oder Füße kann zu einer verminderten Blutversorgung in den betroffenen Bereichen führen. Sollte eine Injektion versehentlich in den betroffenen Bereich erfolgt sein, wenden Sie sich unverzüglich zur Behandlung an die Notfallabteilung Ihres nächstgelegenen Krankenhauses.
  • Kinder
    • Das Arzneimittel sollte nicht bei Kindern mit einem Körpergewicht von unter 15 kg angewendet werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es ist unwahrscheinlich, dass die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durch eine Epinephrininjektion beeinflusst werden. Diese können aber durch eine anaphylaktische (allergische) Reaktion beeinträchtigt sein. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, sollte Sie kein Fahrzeug führen.


Was ist zusätzlich zu beachten?
  • Die Hinweise zur Handhabung müssen sorgfältig beachtet werden, um eine unbeabsichtigte Injektion zu vermeiden.
  • Das Arzneimittel darf nur in den äußeren Oberschenkel injiziert werden.
  • Eine Injektion wird ausgelöst, wenn das Arzneimittel in den Oberschenkel gedrückt wird. Dies kann auch durch die Kleidung erfolgen. Das Präparat soll nicht in das Gesäß injiziert werden.
  • Handhabung:
    • Entfernen Sie die Schutzkappe der Nadel.
    • Legen Sie die den Fertigpen an die Außenseite des Oberschenkels an und drücken Sie gegen den Oberschenkel.
    • Sie hören ein Klick, wenn die Injektion in den Muskel erfolgt.
    • Halten Sie das Arzneimittel für ca. 5 Sekunden gegen den Oberschenkel.
    • Massieren Sie danach leicht den Bereich der Injektionsstelle.
    • Suchen Sie sofort einen Arzt auf.
  • Entfernen Sie die Schutzkappe nur, wenn eine Injektion erforderlich ist.
  • Nach der Injektion verbleibt eine Restmenge an Flüssigkeit in dem Fertigpen. Der Fertigpen kann nicht erneut verwendet werden.

Dosierung

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
  • Wenden Sie das Arzneimittel unverzüglich nach dem Auftreten von Anzeichen oder Symptomen eine akuten allergischen Reaktion (Anaphylaxie) an.
  • Reaktionen können einige Minuten nach dem Kontakt mit einem Allerge auftreten und sich in Symptome wie Hautausschlag, Rötung oder Schwellung äußern.
  • Stärkere Reaktionen betreffen auch die Durchblutung und die Atmung.
  • Wenden Sie das Arzneimittel immer genau nach Anweisung Ihres Arztes an.
  • Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Achten die darauf, dass Sie, bevor Sie das Arzneimittel anwenden, verstanden haben, in welcher Situation Sie das Präparat anwenden sollen.
  • Es ist wichtig, dass Sie das Präparat immer bei sich tragen, wenn Ihnen das Risiko einer allergischen Reaktion besteht.
  • Sie sollten das Arzneimittel in der Originalverpackung aufbewahren. Diese ist besonders widerstandsfähig.
  • Bewahren Sie die Gebrauchsinformation immer mit dem Arzneimittel auf.
  • Dosierung
    • Die Dosierung wird von Ihrem Arzt festgelegt und ist abhängig von Ihrem Körpergewicht.
    • Jugendliche und Erwachsene - Die empfohlene Dosierung beträgt 300 bis 500 Mikrogramm
  • Anwendung bei Kindern:
    • Kinder mit einem Körpergewicht zwischen 15 kg und 30 kg:
      • Die übliche Dosierung ist 150 Mikrogramm.
      • Die Dosierung ist dem Wachstum des Kindes anzupassen und muss daher mit Ihrem Arzt besprochen werden.
      • Bei Kindern, die weniger als 15 kg wiegen, kann eine Dosierung unter 150 Mikrogramm nicht mit ausreichender Genauigkeit gegeben werden. Daher wird die Anwendung nur empfohlen, wenn es sich um eine lebendbedrohliche Situation handelt und die Anwendung unter medizinische Aufsicht erfolgt.
    • Kinder und Jugendliche mit einem Gewicht über 30 kg sollten das Arzneimittel in einer anderen Wirkstärke verschrieben bekommen.
    • Das Arzneimittel wird nicht zur Anwendung bei Kindern empfohlen.
  • In einigen Fällen ist eine Dosis zur Behandlung einer schweren anaphylaktischen Reaktion nicht ausreichend. Ihr Arzt kann Ihnen daher eine zweite Dosis 5 bis 15 Minuten nach der ersten Injektion mit einem zusätzlichen Fertigpen empfehlen. Es wird Ihnen daher geraten, immer mehr als einen Fertigpen mit sich zu führen.
  • Das Arzneimittel wird nur zur Notfallbehandlung eingesetzt. Sie müssen sich zur weiteren Behandlung immer an einen Arzt oder das nächste Krankenhaus wenden. Informieren Sie Ihren Arzt darüber dass Sie diese Injektion mir Epinephrin angewendet haben. Nehmen Sie den gebrauchten Auto-Injektor dazu mit.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie eine zu hohe Dosis angewendet haben oder versehentlich in ein Blutgefäß oder in die Hand injiziert haben, rufen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe.
    • Ihr Blutdruck kann schnell ansteigen. Bei einer Überdosierung kann es zu plötzlichen Blutdruckanstieg, unregelmäßigem Herzschlag und Ansammlung von Wasser in der Lunge kommen, was die Atmung erschweren kann.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieser Arzneimittel haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Gegenanzeigen

Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung diese Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Es gibt nur begrenzt Erfahrung mit der Anwendung von Epinephrin während der Schwangerschaft.
    • Wenn Sie schwanger sind, zögern Sie jedoch nicht, das Arzneimittel im Notfall anzuwenden weil Ihr Leben in Gefahr sein könnte.
  • Stillzeit
    • Nach der Anwendung dürfen Sie stillen

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Die Folgenden Nebenwirkungen basieren auf Erfahrungen mit der Anwendung von Epinephrin, die Häufigkeiten sind nicht bekannt, d. h., sie lassen sich auf Grundlage der vorliegenden Daten nicht abschätzen.
    • Herzbeschwerden wie unregelmäßiger und schneller Herzschlag, Brustschmerzen,
    • hoher Blutdruck, Verengung der Blutgefäße
    • Schwitzen,
    • Übelkeit, Erbrechen,
    • Atembeschwerden,
    • Kopfschmerzen, Schwindel,
    • Schwäche, Zittern,
    • Angst, Halluzinationen,
    • Ohnmacht,
    • Veränderung bestimmter Blutwerte wie erhöhter Blutzuckerspiegel, erniedrigte Kaliumwerte und vermehrte Säurebildung im Blut.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.


Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können auftreten?
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Dies ist besonders wichtig, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel einnehmen:
      • Antidepressiva wie trizyklische Antidepressiva oder Moniaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer), da sie die Wirkung von Epinephrin verstärken können.
      • Arzneimittel, die zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung eingesetzt werden wie Catechol-O-Methyltransferase (COMT)-Inhibitoren, da sie die Wirkung von Epinephrin verstärken können.
      • Arzneimittel, die möglicherweise zu einem unregelmäßigen Herzschlag (Arrhytmien) führen können, einschließlich Digitalis oder Chinidin.
      • Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen oder Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems, sog. Alpha- und Betarezeptorenblocker, da sie die Wirkung von Epinephrin vermindern können.
    • Diabetiker sollten nach der Anwendung des Arzneimittels Ihren Blutzuckerspiegel sorgfältig überwachen, da Epinephrin den Blutzuckerspiegel erhöhen kann.

Zusammensetzung

Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 0.3 Milliliter.

Wirkstoff Epinephrin hydrogentartrat 0.55mg
entspricht Epinephrin 0.3mg
Hilfsstoff Dinatrium edetat +
Hilfsstoff Natrium chlorid +
Hilfsstoff Natrium disulfit +
Hilfsstoff Salzsäure, konzentriert +
Hilfsstoff Wasser, für Injektionszwecke +
Hilfsstoff Gesamt Natrium Ion +
entspricht Gesamt Natrium Ion +

1Privatrezept / Kassenrezept:
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2Kassenrezept befreit:
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