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  • Wirkt gezielt gegen HIV als Proteasehemmer-Kombination
  • Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 2 Jahren geeignet
  • Flexible Einnahme einmal oder zweimal täglich, mit oder ohne Mahlzeit

Kaletra 200 Mg/50 mg Filmtabletten 120 St

Derzeit nicht verfügbar
  • Wirkt gezielt gegen HIV als Proteasehemmer-Kombination
  • Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 2 Jahren geeignet
  • Flexible Einnahme einmal oder zweimal täglich, mit oder ohne Mahlzeit
PZN
05123500
Darreichungsform
Filmtabletten
Marke
Hersteller

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Produktinformationen

Kaletra 200 mg / 50 mg Filmtabletten

Kaletra 200 mg / 50 mg Filmtabletten sind ein verschreibungspflichtiges HIV-Arzneimittel zur Kontrolle einer Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren. Das Medikament verlangsamt die Ausbreitung des Virus im Körper, kann jedoch eine HIV-Infektion oder AIDS nicht heilen. Kaletra enthält die Wirkstoffe Lopinavir und Ritonavir und gehört zur Gruppe der Proteaseinhibitoren (antiretrovirale Arzneimittel). Es wird immer in Kombination mit anderen antiviralen Arzneimitteln eingesetzt, über deren Auswahl Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet.

Anwendung und Dosierung

Nehmen Sie Kaletra Filmtabletten immer genau nach Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes ein und schlucken Sie die Tabletten unzerkaut als Ganzes. Bei Erwachsenen beträgt die übliche Dosis zweimal täglich 400 mg / 100 mg alle 12 Stunden; bei geeigneten Patientinnen und Patienten kann auch eine einmal tägliche Einnahme von 800 mg / 200 mg erfolgen. Kaletra Tabletten können mit einer Mahlzeit oder unabhängig davon eingenommen werden. Bei Kindern wird die Dosis individuell nach Größe und Gewicht durch die Ärztin oder den Arzt festgelegt. Falls Sie eine Einnahme vergessen haben, holen Sie diese nur nach, wenn der vorgegebene Zeitraum (6 Stunden bei zweimal täglicher, 12 Stunden bei einmal täglicher Einnahme) noch nicht überschritten ist, und nehmen Sie keinesfalls die doppelte Menge ein.

Wichtige Hinweise vor der Einnahme

Kaletra darf nicht eingenommen werden, wenn eine schwere Leberfunktionsstörung vorliegt oder wenn Sie gegen Lopinavir, Ritonavir oder einen der sonstigen Bestandteile allergisch sind. Das Arzneimittel darf nicht zusammen mit bestimmten anderen Medikamenten angewendet werden, z. B. bestimmten Mitteln gegen Allergien (Astemizol, Terfenadin), Beruhigungs- und Schlafmitteln (orales Midazolam, Triazolam), einigen Arzneimitteln gegen psychische Erkrankungen (z. B. Pimozid, Quetiapin, Lurasidon), Herzrhythmusstörungen (z. B. Amiodaron, Dronedaron), erhöhte Blutfette (Lovastatin, Simvastatin, Lomitapid), Prostatabeschwerden (Alfuzosin), bestimmten Antibiotika (Fusidinsäure bei Hautinfektionen), Gicht (Colchicin bei Nieren- und/oder Leberproblemen), Hepatitis-C-Therapien (z. B. Elbasvir/Grazoprevir, Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir ± Dasabuvir), Brustkrebs (Neratinib), Arzneimitteln gegen Erektionsstörungen (Avanafil, Vardenafil sowie Sildenafil bei pulmonal-arteriellem Bluthochdruck) und Produkten mit Johanniskraut. Informieren Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke unbedingt über alle aktuell oder kürzlich eingenommenen Medikamente, auch rezeptfreie.

Besondere Vorsicht und Warnhinweise

Während der Behandlung mit Kaletra müssen Sie weiterhin regelmäßig ärztlich betreut werden, da auch unter der Therapie HIV übertragen und HIV- oder AIDS-begleitende Erkrankungen auftreten können. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Hämophilie Typ A oder B, Diabetes oder eine bestehende Lebererkrankung (einschließlich Hepatitis B oder C) haben oder hatten. Informieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, starke Muskelschwäche, starker Durst, häufiges Wasserlassen, verschwommenes Sehen, Gewichtsveränderungen, Gelenk- oder Knochenschmerzen, Muskelbeschwerden, Schwindel, Benommenheit, Ohnmachtsanfälle oder Herzrasen auftreten. Kaletra kann Veränderungen des Herzrhythmus verursachen, die im EKG sichtbar sind. Wenn Sie Verhütungsmittel wie die Pille oder ein Verhütungspflaster verwenden, sollten zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen (z. B. Kondom) angewendet werden, da Kaletra deren Wirksamkeit verringern kann.

Schwangerschaft, Stillzeit und Verkehrstüchtigkeit

Wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen, schwanger sein könnten oder stillen, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt umgehend. Stillende Mütter sollen Kaletra nur nach ausdrücklicher ärztlicher Anordnung einnehmen; HIV-infizierten Müttern wird generell vom Stillen abgeraten, um eine Übertragung des Virus über die Muttermilch zu vermeiden. Da der Einfluss von Kaletra auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen nicht gesondert untersucht wurde, sollten Sie kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, wenn Sie Nebenwirkungen wie z. B. Übelkeit verspüren, die Ihre Sicherheit beeinträchtigen könnten.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Kaletra Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Sehr häufig werden Durchfall, Übelkeit und Infektionen der oberen Atemwege berichtet. Häufig können unter anderem Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, Verdauungsstörungen, Appetitminderung, erhöhte Blutfette (Cholesterin, Triglyceride), erhöhter Blutdruck, Störungen der Blutzuckerregulation, Hautausschlag, Schwindel, Schlafstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Leberentzündung und allergische Reaktionen vorkommen. Gelegentlich, selten oder mit unbekannter Häufigkeit können weitere, teils schwerwiegende Reaktionen auftreten, darunter z. B. Entzündungen von Organen (Bauchspeicheldrüse, Leber, Nieren), Veränderungen des Herzrhythmus, Knochen- und Muskelstörungen, schwere Hautreaktionen oder Nierensteine. Wenn Sie eine Nebenwirkung bemerken, die Sie belastet oder die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt ist, wenden Sie sich an Ihre Arztpraxis oder Ihre Apotheke.

Anwendungshinweise zur Therapieausschöpfung

Setzen Sie Kaletra nicht eigenmächtig ab und verändern Sie die verordnete Dosis nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Das Arzneimittel sollte täglich und langfristig eingenommen werden, um die HIV-Infektion möglichst gut zu kontrollieren und das Risiko einer Resistenzentwicklung zu verringern. Achten Sie auf einen ausreichenden Vorrat, insbesondere bei Reisen oder geplanten Krankenhausaufenthalten. Wenn Sie mehr als die verordnete Menge eingenommen haben, kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder ein Krankenhaus.

Aufbewahrung

Bewahren Sie Kaletra außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach dem auf der Packung angegebenen Verfalldatum und nicht, wenn Sie eine Verfärbung der Tabletten bemerken. Für Kaletra sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Nicht verwendete oder abgelaufene Tabletten dürfen nicht im Abwasser entsorgt werden; lassen Sie sich in Ihrer Apotheke zur fachgerechten Entsorgung beraten.

  • Antiretrovirales Arzneimittel mit Lopinavir/Ritonavir zur Kontrolle einer HIV-Infektion bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren.
  • Wird immer in Kombination mit anderen antiviralen Arzneimitteln und genau nach ärztlicher Anweisung eingenommen; Tabletten unzerkaut schlucken.
  • Darf nicht bei schweren Leberfunktionsstörungen, bestimmten Begleitmedikamenten (u. a. einige Herz-, Psychopharmaka, Statine, Johanniskraut) oder bekannter Allergie gegen Inhaltsstoffe eingenommen werden.
  • Häufige Nebenwirkungen sind u. a. Durchfall, Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden; bei auffälligen Symptomen oder Unsicherheit wenden Sie sich an Ihre Arztpraxis oder Ihre Apotheke.