METHYLTHIONINIUMCHLORID Proveblue 5 mg/ml Ampullen 5x10 Milliliter N1
METHYLTHIONINIUMCHLORID Proveblue 5 mg/ml Ampullen
Inhalt: 5x10 Milliliter, N1
Anbieter: Dr. F. Köhler Chemie GmbH
Darreichungsform: Ampullen
Grundpreis: 100 ml 565,60 €
Art.-Nr. (PZN): 10179678

rezeptpflichtig
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Anwendungsgebiete

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
  • Methylthioniniumchlorid (auch als Methylenblau bezeichnet) gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antidote bezeichnet werden.
  • Das Arzneimittel wird bei Ihnen oder Ihrem Kind (0 - 17 Jahre) angewendet, um eine durch Arzneimittel oder Chemikalien hervorgerufene Schädigung des Blutes zu behandeln, die als Methämoglobinämie bezeichnet wird.
  • Bei einer Methämoglobinämie enthält Ihr Blut zu viel Methämoglobin (eine anormale Form von Hämoglobin, die keinen Sauerstoff durch Ihren Körper transportieren kann). Dieses Arzneimittel hilft, Ihr Hämoglobin zu normalisieren und den ausreichenden Sauerstofftransport im Blut wiederherzustellen.

Anwendungshinweise

Auf welche Weise wird das Arzneimittel angewendet?
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel anwenden
      • wenn Sie eine mittelschwere bis schwere Nierenerkrankung haben. In diesem Fall können niedrigere Dosen (< 1 mg/kg) erforderlich sein.
      • wenn Ihre Bluterkrankung durch eine in Farbstoffen enthaltene Chemikalie namens Anilin verursacht wurde. In diesem Fall können niedrigere Dosen erforderlich sein, und die kumulative Gesamtdosis sollte 4 mg/kg nicht überschreiten.
      • wenn Ihre Bluterkrankung durch ein Arzneimittel namens Dapson (zur Behandlung von Lepra und anderen Hautkrankheiten) verursacht wurde. In diesem Fall können niedrigere Dosen erforderlich sein, und die kumulative Gesamtdosis sollte 4 mg/kg nicht überschreiten.
      • wenn Sie an erhöhtem Blutzucker oder Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden, da diese Erkrankungen durch die Glucoselösung, mit der das Arzneimittel verdünnt wird, verschlimmert werden können.
      • Ihr Urin und Stuhl kann sich blaugrün verfärben und Ihre Haut kann sich blau verfärben, wenn Sie mit dem Arzneimittel behandelt werden. Diese Verfärbungen sind normal und verschwinden nach Ende der Behandlung wieder.
    • Kontrolluntersuchungen
      • Während und nach der Behandlung mit dem Präparat werden Kontrolluntersuchungen bei Ihnen durchgeführt.
    • Wenn einer der oben aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
  • Kinder
    • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich
      • Bei Neugeborenen und Säuglingen im Alter bis zu 3 Monaten werden niedrigere Dosen empfohlen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Sie dürfen kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, weil Methylthioniniumchlorid mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.


Was ist zusätzlich zu beachten?
  • Ihr Arzt wird Ihnen dieses Arzneimittel langsam über einen Zeitraum von 5 Minuten in eine Vene (intravenös) injizieren.

Dosierung

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
  • Erwachsene, Kinder über 3 Monate und ältere Patienten
    • Die übliche Dosis ist 1 bis 2 mg pro Kilogramm Ihres Körpergewichts, d. h. 0,2 bis 0,4 ml pro kg, verabreicht über einen Zeitraum von 5 Minuten. Nach einer Stunde kann eine zweite Dosis verabreicht werden, falls erforderlich.
    • Die empfohlene kumulative Höchstdosis für die gesamte Behandlung ist 7 mg/kg. Falls Ihre Bluterkrankung durch Anilin oder Dapson verursacht wurde, sollte die kumulative Gesamtdosis 4 mg/kg nicht überschreiten.
    • Die Behandlung sollte normalerweise nicht länger als einen Tag dauern.
  • Säuglinge bis 3 Monate
    • Die empfohlene Dosis ist 0,3 bis 0,5 mg/kg Körpergewicht, d. h. 0,06 bis 0,1 ml/kg, verabreicht über einen Zeitraum von 5 Minuten.
    • Nach einer Stunde kann eine Wiederholungsdosis (0,3 bis 0,5 mg/kg Körpergewicht, d. h. 0,06 - 0,1 ml/kg) verabreicht werden, falls die Symptome anhalten oder erneut auftreten. Die Behandlung sollte normalerweise nicht länger als einen Tag dauern.
    • Dieses Arzneimittel kann in 50 ml Glucose-Injektionslösung 50 mg/ml (5%) verdünnt werden, um lokale Schmerzen zu vermeiden, insbesondere bei Kindern.

 

  • Wenn Ihnen eine größere Menge verabreicht wurde, als Ihnen gegeben werden sollte
    • Da Ihnen dieses Arzneimittel im Krankenhaus verabreicht wird, ist es unwahrscheinlich, dass Ihnen zu viel oder zu wenig davon verabreicht wird. Sie sollten jedoch Ihren Arzt informieren, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:
      • Übelkeit
      • Magenschmerzen
      • Brustschmerzen
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
      • Schwitzen
      • Verwirrtheit
      • Anstieg der Konzentration von Methämoglobin (eine anormale Form von Hämoglobin im Blut)
      • Bluthochdruck
      • Kurzatmigkeit
      • ungewöhnlich schneller Herzschlag
      • Zittern (Tremor)
      • Hautverfärbung; Ihre Haut kann sich blau verfärben
      • Abnahme der Zahl der roten Blutkörperchen, wodurch Ihre Haut blass werden kann und Sie kurzatmig werden und sich schwach fühlen können
      • Gelbsucht (gelbliche Verfärbung von Haut und Augen); wurde nur bei Säuglingen beobachtet.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Gegenanzeigen

In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Methylthioniniumchlorid oder andere Thiazinfarbstoffe sind.
    • wenn Ihr Körper nicht genug von dem Enzym G6PD (Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase) produziert.
    • wenn Ihr Körper nicht genug von dem Enzym NADPH-Reduktase (Nicotinamid-adenindinucleotid-phosphat-Reduktase) produziert.
    • wenn Ihre Bluterkrankung durch Nitrit verursacht wurde während der Behandlung von Zyanid-Vergiftung.
    • wenn Ihre Bluterkrankung durch eine Chloratvergiftung verursacht wurde.


Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Die Anwendung von Methylthioniniumchlorid während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, es sei denn, sie ist zwingend erforderlich, zum Beispiel in einer lebensbedrohlichen Situation.
  • Stillzeit
    • Da keine Daten darüber vorliegen, ob Methylthioniniumchlorid in die Muttermilch übergeht, sollte das Stillen bis 8 Tage nach der Behandlung mit diesem Arzneimittel unterbrochen werden.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Diese Wirkungen sind bei Erwachsenen und Kindern gleich, abgesehen von Gelbsucht, die nur bei Säuglingen beobachtet wurde.
  • Die Häufigkeiten dieser Nebenwirkungen sind nicht bekannt (auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
    • hoher oder niedriger Blutdruck
    • unregelmäßiger Herzschlag, einschließlich ungewöhnlich langsamer oder schneller Herzschlag
    • schwere allergische Reaktion (sogenannte anaphylaktische Reaktion, die zum Anschwellen von Rachen oder Gesicht, Atembeschwerden oder schwerem Hautausschlag führen kann)
    • Anstieg der Konzentration von Methämoglobin (eine anormale Form von Hämoglobin im Blut)
    • blauer oder grüner Urin
    • verfärbter Stuhl, kann grün oder blau aussehen
    • Hautverfärbung; Ihre Haut kann sich blau verfärben
    • Übelkeit und Erbrechen
    • Magenschmerzen
    • Brustschmerzen
    • Kopfschmerzen
    • Schwindel
    • Verwirrtheit
    • Angst
    • Zittern
    • Schwitzen
    • Kurzatmigkeit
    • erniedrigte Spiegel von Hämoglobin (Protein in den roten Blutkörperchen, mit dessen Hilfe der Sauerstoff durch den Körper transportiert wird) können in Bluttests gemessen werden
    • Abnahme der Zahl der roten Blutkörperchen, wodurch Ihre Haut blass werden kann und Sie kurzatmig werden und sich schwach fühlen können
    • lokale Gewebeschädigung an der Injektionsstelle
    • Gelbsucht (gelbliche Verfärbung von Haut und Augen); wurde nur bei Säuglingen beobachtet
    • Sprachstörungen
    • Unruhe
    • Sauerstoffmangel
    • Nesselausschlag
    • Fieber
    • schnelles Atmen
    • erweiterte Pupillen.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.


Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können auftreten?
  • Anwendung mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder eine Pflegefachkraft, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Methylthioniniumchlorid sollte Ihnen nicht gleichzeitig mit bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen oder Angst, die den biochemischen Botenstoff Serotonin im Gehirn beeinflussen, verabreicht werden. Solche Arzneimittel sind:
      • selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), wie zum Beispiel Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin und Zimelidin
      • Bupropion
      • Buspiron
      • Clomipramin
      • Mirtazapin
      • Venlafaxin.
    • Wenn die intravenöse Anwendung von Methylthioniniumchlorid jedoch zwingend erforderlich ist, sollte Ihnen die niedrigst mögliche Dosis verabreicht werden, und Sie sollten bis zu 4 Stunden nach der Verabreichung sorgfältig überwacht werden.
    • Falls Sie Zweifel haben, ob dieses Arzneimittel Ihnen verabreicht werden sollte, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Zusammensetzung

Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 10 Milliliter.

Wirkstoff Methylthioninium chlorid 50mg
entspricht Methylthioninium Kation 44.46mg
Hilfsstoff Wasser, für Injektionszwecke +

1Privatrezept / Kassenrezept:
Ihr Originalrezept muss unserer Internet Apotheke vorliegen, bevor wir Ihre Online Bestellung für den Versand vorbereiten können. Bei Kassenrezepten erfolgt die Abrechnung direkt mit der Krankenkasse. In seltenen Fällen kann bei Kassenrezepten zusätzlich zur angezeigten Zuzahlung eine "Mehrkosten"-Zuzahlung entstehen, wenn der Medikament bzw. Arzneimittel Originalpreis höher ist als der Festbetrag, der von der Krankenkasse bezahlt wird. Sollte dieser sehr seltene Fall eintreten, werden Sie von uns umgehend informiert.

2Kassenrezept befreit:
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1,2Freiumschläge für Ihre Rezepte erhalten Sie bei jeder Lieferung oder Sie können sie in unserer Internetapotheke kostenlos anfordern.

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