NATRIUMTHIOSULFAT 10% Ampullen 5x10 Milliliter N1
NATRIUMTHIOSULFAT 10% Ampullen
Inhalt: 5x10 Milliliter, N1
Anbieter: Köhler Pharma GmbH
Darreichungsform: Ampullen
Grundpreis: 100 ml 45,68 €
Art.-Nr. (PZN): 10134285

rezeptpflichtig

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Anwendungsgebiete

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
  • Als Antidot bei Vergiftungen mit Blausäure oder Cyanogenen (Durch Inhalation von Blausäure oder blausäurehaltigen Gasen oder durch Freisetzung von Blausäure aus z. B. Cyaniden, Nitrilen, Natriumnitroprussid oder cyanogenen Glykosiden nach Inkorporation)
  • Als Therapieversuch bei systemischen Vergiftungen mit Lost
  • Als Antidot bei Überdosierung mit Cisplatin
  • Zur Prophylaxe einer Cyanidvergiftung bei der therapeutischen Anwendung von Natriumnitroprussid
  • Als Zusatz zu Magenspüllösungen bei Vergiftungen mit Lost, Cisplatin sowie iodhaltigen Substanzen

Anwendungshinweise

Auf welche Weise wird das Arzneimittel angewendet?
  • Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise
    • Auf Grund des Gehaltes an Natriummetabisulfit (Ph. Eur.) kann es, insbesondere bei Bronchialasthmatikern, zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die sich als Erbrechen, Durchfall, keuchende Atmung, akuter Asthmaanfall, Bewusstseinsstörungen oder Schock äußern können.


Was ist zusätzlich zu beachten?
  • Als Antidot bei akuten Vergiftungen mit Blausäure und bei systemischen Vergiftungen mit Lost und Cisplatin.
    • Nach einer Initialtherapie mit einem Methämoglobinbildner (z. B. 4-Dimethylaminophenol) oder Hydroxocobalamin 1 - 2 ml Natriumthiosulfat 10% pro kg Körpergewicht (entsprechend 100 - 200 mg Natriumthiosulfat x 5 H2O) langsam intravenös injizieren. Falls die Symptome der Cyanidvergiftung wieder auftreten, sollte die Injektion in Abständen von 30 - 60 min. mit der halben Dosis wiederholt werden oder vorzugsweise als Infusion mit einer Dosis von 1 ml/h x kg Körpergewicht (entsprechend 100 mg Natriumthiosulfat x 5 H2O) fortgesetzt werden.
  • Bei Vergiftungen mit Cyanogenen
    • Auf die Initialtherapie mit einem Methämoglobinbildner (z. B. 4-Dimethylaminophenol) oder Hydroxocobalamin kann bei ansprechbaren Patienten verzichtet werden. 1 - 2 ml pro kg Körpergewicht (entsprechend 100 - 200 mg Natriumthiosulfat x 5 H2O) langsam intravenös injizieren. Die Injektion kann in Abständen von 30 - 60 min mit der halben Dosis wiederholt werden oder vorzugsweise als Infusion mit einer Dosis von 1 ml/h x kg Körpergewicht (entspr. 100 mg Natriumthiosulfat x 5 H2O) fortgesetzt werden.
  • Zur Prophylaxe einer Cyanid-Vergiftung bei der therapeutischen Anwendung von Natriumnitroprussid:
    • Natriumthiosulfat kann im Gewichtsverhältnis 10 : 1 (Natriumthiosulfat zu Natriumnitroprussid) gleichzeitig infundiert werden, um eine Akkumulation von Cyanid zu verhindern.
  • Als Zusatz zu Magenspüllösungen bei Vergiftungen mit Lost, Cisplatin sowie iodhaltigen Substanzen
    • Natriumthiosulfat kann der Magenspülung in Konzentrationen von 1 - 5% zugesetzt werden.
  • Besonderer Hinweis
    • Bei Blausäure- und Cyanidvergiftungen immer zuerst 4-DMAP injizieren und evtl. Hydroxocobalamin sowie die Beatmung mit Sauerstoff durchführen.
    • Liegt eine Niereninsuffizienz vor, ist die Ausscheidung des nach Verabreichung von Natriumthiosulfat gebildeten Rhodanids verzögert. Unter diesen Umständen können Rhodanid-Plasmakonzentrationen über 1 mg/ml auftreten, wodurch Übelkeit, Erbrechen, Muskelkrämpfe und Psychosen ausgelöst werden können.

Dosierung

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
  • Als Antidot bei akuten Vergiftungen mit Blausäure und bei systemischen Vergiftungen mit Lost und Cisplatin.
    • Nach einer Initialtherapie mit einem Methämoglobinbildner (z. B. 4-Dimethylaminophenol) oder Hydroxocobalamin 1 - 2 ml Natriumthiosulfat 10% pro kg Körpergewicht (entsprechend 100 - 200 mg Natriumthiosulfat x 5 H2O) langsam intravenös injizieren. Falls die Symptome der Cyanidvergiftung wieder auftreten, sollte die Injektion in Abständen von 30 - 60 min. mit der halben Dosis wiederholt werden oder vorzugsweise als Infusion mit einer Dosis von 1 ml/h x kg Körpergewicht (entsprechend 100 mg Natriumthiosulfat x 5 H2O) fortgesetzt werden.
  • Bei Vergiftungen mit Cyanogenen
    • Auf die Initialtherapie mit einem Methämoglobinbildner (z. B. 4-Dimethylaminophenol) oder Hydroxocobalamin kann bei ansprechbaren Patienten verzichtet werden. 1 - 2 ml pro kg Körpergewicht (entsprechend 100 - 200 mg Natriumthiosulfat x 5 H2O) langsam intravenös injizieren. Die Injektion kann in Abständen von 30 - 60 min mit der halben Dosis wiederholt werden oder vorzugsweise als Infusion mit einer Dosis von 1 ml/h x kg Körpergewicht (entspr. 100 mg Natriumthiosulfat x 5 H2O) fortgesetzt werden.
  • Zur Prophylaxe einer Cyanid-Vergiftung bei der therapeutischen Anwendung von Natriumnitroprussid:
    • Natriumthiosulfat kann im Gewichtsverhältnis 10 : 1 (Natriumthiosulfat zu Natriumnitroprussid) gleichzeitig infundiert werden, um eine Akkumulation von Cyanid zu verhindern.
  • Als Zusatz zu Magenspüllösungen bei Vergiftungen mit Lost, Cisplatin sowie iodhaltigen Substanzen
    • Natriumthiosulfat kann der Magenspülung in Konzentrationen von 1 - 5% zugesetzt werden.

Gegenanzeigen

In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegenüber Natriummetabisulfit (Ph. Eur.) oder einen der sonstigen Bestandteile.


Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Es gibt keine epidemiologischen Studien, die das Risiko des Präparates während der Schwangerschaft untersuchen. Es wird empfohlen, auch wenn keine Studien vorliegen, ein Antidot während der Schwangerschaft bei eindeutiger mütterlicher Indikation anzuwenden, um Morbidität oder Mortalität zu reduzieren.
  • Schon wegen einer toxischen Belastung der Mutter durch das Agens, das die Gabe des Präparates erforderlich machte, ist die weitere Überwachung des Schwangerschaftsverlaufs zu empfehlen.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
  • Natriummetabisulfit (Ph. Eur.) kann sehr selten, insbesondere bei Bronchialasthmatikern, Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen. Diese Reaktionen können individuell sehr unterschiedlich verlaufen und auch zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Unter solchen Voraussetzungen sollte für das Präparat als Antidot bei suizidalen Vergiftungen eine Nutzen-Risiko-Abwägung unter Bereithaltung eines Cortison-Präparates erfolgen.


Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können auftreten?
  • Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
    • Natriummetabisulfit (Ph. Eur.) ist eine sehr reaktionsfähige Verbindung. Es muss deshalb damit gerechnet werden, dass mit Natriummetabisulfit (Ph. Eur.) zusammen verabreichtes Thiamin (Vitamin B 1) abgebaut wird.

Zusammensetzung

Was ist im Arzneimittel enthalten?

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 10 Milliliter.

Wirkstoff Dinatrium thiosulfat 5-Wasser 1g
entspricht Dinatrium thiosulfat 637.2mg
Hilfsstoff Dinatrium edetat +
Hilfsstoff Dinatrium hydrogenphosphat 12-Wasser +
Hilfsstoff Glycin +
Hilfsstoff Natrium chlorid +
Hilfsstoff Natrium disulfit +
entspricht Schwefel dioxid +
Hilfsstoff Natrium hydroxid +
Hilfsstoff Wasser, für Injektionszwecke +

1Privatrezept / Kassenrezept:
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