PENTOXIFYLLIN ratiopharm 400 mg Retardtabletten 50 Stück N2
PENTOXIFYLLIN ratiopharm 400 mg Retardtabletten
Inhalt: 50 Stück, N2
Anbieter: ratiopharm GmbH
Darreichungsform: Retard-Tabletten
Grundpreis: 1 Stück 0,32 €
Art.-Nr. (PZN): 3115488

rezeptpflichtig

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Packungsgrößen

Packungsgrößen Menge Grundpreis Preis
PENTOXIFYLLIN ratiopharm 400 mg Retardtabletten
Retard-Tabletten
20 Stück, N1 1 Stück 0,65 € 13,09 €
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Retard-Tabletten
100 Stück, N3 1 Stück 0,20 € 20,22 €

Zusatzinformationen Ihrer Online-Apotheke

Anwendungsgebiete

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
  • Das Präparat ist ein Arzneimittel zur Behandlung von peripheren Durchblutungsstörungen.
  • Das Arzneimittel wird angewendet zur Verlängerung der Gehstrecke bei Patienten mit chronischer peripherer arterieller Verschlusskrankheit im Stadium IIb nach Fontaine (intermittierendes Hinken), wenn andere Therapiemaßnahmen wie z. B. ein Gehtraining, gefäßlumeneröffnende und/oder rekonstruktive Verfahren nicht durchzuführen bzw. nicht angezeigt sind.

Anwendungshinweise

Auf welche Weise wird das Arzneimittel angewendet?
  • Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich
    • wenn Sie an Herzrhythmusstörungen leiden
    • wenn Sie an arterieller Hypotension (niedrigem Blutdruck) leiden
    • wenn Sie eine Koronarsklerose (Verengung oder Verschluss der Herzkranzgefäße) haben
    • nach einem Herzinfarkt
    • postoperativ nach einem chirurgischen Eingriff
    • wenn Sie an einem systemischen Lupus erythematodes (SLE) leiden
    • wenn Sie an einer Mischkollagenose (?mixed connective tissue disease") leiden
  • Treten Netzhautblutungen während der Behandlung mit Pentoxifyllin auf, ist das Präparat sofort abzusetzen.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Pentoxifyllin mit Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (oralen Antikoagulantien) ist aufgrund des Blutungsrisikos eine sorgfältige Überwachung und eine häufige Kontrolle der Gerinnungswerte (INR) erforderlich.
  • Während der Behandlung mit Pentoxifyllin sollten regelmäßige Blutbildkontrollen durchgeführt werden.
  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) oder bei schweren Leberfunktionsstörungen kann es zur verzögerten Ausscheidung von Pentoxifyllin kommen. In solchen Fällen ist eine Dosisreduktion und eine entsprechende Überwachung erforderlich.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
    • Pentoxifyllin hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.


Was ist zusätzlich zu beachten?
  • Zum Einnehmen
  • Nehmen Sie die Retardtabletten nach dem Essen unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) ein.
  • Hinweis:
    • Pentoxifyllin ist eine Gerüstarzneiform. Nach der abgeschlossenen Herauslösung des Wirkstoffes während der Magen-Darm-Passage kann eine weitgehend formstabile Ausscheidung des Tablettengerüsts erfolgen.
    • Die Wirksamkeit und Qualität des Arzneimittels wird dadurch nicht beeinflusst.

Dosierung

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
  • Nehmen Sie das Präparat immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
    • Soweit nicht anders verordnet, nehmen Sie 3-mal täglich je 1 Retardtablette (entsprechend 1200 mg Pentoxifyllin pro Tag) ein.
    • Falls Sie niedrige oder schwankende Blutdruckwerte haben, können besondere Dosierungsanweisungen Ihres Arztes erforderlich sein.
    • Falls Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) leiden, wird Ihr Arzt eine Dosisanpassung in Abhängigkeit von der individuellen Verträglichkeit vornehmen.
    • Falls Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden, ist eine Verringerung der Dosierung erforderlich, die von Ihrem Arzt entsprechend dem Schweregrad der Erkrankung und der Verträglichkeit individuell festgelegt wird.
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
    • Die Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

 

  • Dauer der Anwendung:
    • Die Dauer der Anwendung bestimmt Ihr behandelnder Arzt.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Pentoxifyllin benachrichtigen Sie Ihren Arzt, er wird entsprechend den Symptomen über gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden.
    • Bei Vergiftungen ist sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, damit eine stationäre Aufnahme und entsprechende therapeutische Maßnahmen erfolgen können.
    • Symptome einer Überdosierung: Schwindel, Brechreiz, Blutdruckabfall, Tachykardie, Flush, Bewusstlosigkeit, Fieber, Agitation, Areflexie, tonischklonische Krämpfe, kaffeesatzartiges Erbrechen sowie Arrhythmien können bei einer Überdosierung mit Pentoxifyllin auftreten.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen
    • Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Gegenanzeigen

In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Pentoxifyllin, anderen Methylxanthine oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
    • wenn Sie einen akuten Herzinfarkt haben
    • wenn bei Ihnen eine Hirnblutung oder andere klinisch relevante Blutungen vorliegen
    • wenn Sie unter Geschwüren im Magen und/oder Darmbereich leiden
    • wenn Sie eine hämorrhagische Diathese (Krankheitszustände mit erhöhter Blutungsneigung) haben
    • wenn Sie Netzhautblutungen haben


Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft und Stillzeit
    • Pentoxifyllin soll während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Erfahrungen mit schwangeren Frauen vorliegen.
    • Während der Stillzeit geht Pentoxifyllin in die Muttermilch über, allerdings erhält der Säugling nur äußerst geringe Mengen an Substanz, so dass bei begründeter Anwendung in der Stillzeit Wirkungen beim Säugling nicht zu erwarten sind.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
    • häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
  • Nebenwirkungen
    • Magen/Darm/Leber/Gallenwege
      • Sehr häufig können Magen-Darm-Beschwerden wie z. B. Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Magendruck oder Durchfall auftreten. Sehr selten können Gallestauung (intrahepatische Cholestase) sowie ein Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) auftreten.
    • Herz und Gefäße
      • Häufig kann Flush (Gesichtsrötung mit Hitzegefühl), selten können Herzrhythmusstörungen (wie z. B. Tachykardien) Blutdrucksenkung, Angina pectoris, Atemnot (Dyspnoe) oder Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (periphere Ödeme/Angioödeme) auftreten.
      • Sehr selten kann es auch zu einer Blutdruckerhöhung kommen.
    • Überempfindlichkeitsreaktionen
      • Selten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen mit Juckreiz, Hautrötung, Urtikaria (Quaddeln mit Juckreiz).
      • Sehr selten ist über sehr schwere, innerhalb von Minuten nach Gabe auftretende Überempfindlichkeitsreaktionen (angioneurotisches Ödem, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, anaphylaktischer Schock) berichtet worden.
      • Bei ersten Anzeichen für eine Überempfindlichkeitsreaktion ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt zu benachrichtigen.
    • Blut und Blutkörperchen
      • Sehr selten wurde unter einer Behandlung mit Pentoxifyllin über das Auftreten von Blutungen (z. B. Haut und Schleimhäute, Magen, Darm, Urogenitaltrakt), intrakraniellen Blutungen (Blutungen im Schädel) und Netzhautblutungen sowie in Einzelfällen von Netzhautablösungen berichtet.
      • Über das Auftreten einer Thrombozytopenie (Verminderung der Blutplättchenzahl) mit Hautblutungen (thrombozytopenische Purpura) und u. U. fataler aplastischer Anämie (verminderte oder fehlende Produktion sämtlicher Blutzellen, Panzytopenie) wurde sehr selten berichtet.
      • Aus diesem Grund sollten regelmäßige Blutbildkontrollen erfolgen.
    • Sonstiges
      • Häufig treten Schwindel, Zittern (Tremor), Kopfschmerzen, Fieber auf.
      • Sehr selten wurden Unruhe, Schlafstörungen, vermehrtes Schwitzen, Missempfindungen (Parästhesien), Sehstörungen, Konjunktivitis, Krämpfe (Konvulsionen), schwerwiegende Hautreaktionen (epidermale Nekrolyse sowie Stevens-Johnson-Syndrom) beobachtet.
      • Sehr selten Symptomatik einer keimfreien Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis), besonders anfällig hierfür scheinen Patienten mit Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenosen) zu sein.
      • In allen Fällen bildeten sich die Symptome nach Absetzten des Arzneimittels zurück.
  • Gegenmaßnahmen
    • Atemnot, Erbrechen, Schweißausbruch und Schwindel können erste Anzeichen für schwere Überempfindlichkeitsreaktionen sein. Setzen Sie in diesen Fällen das Arzneimittel sofort ab und verständigen Sie einen Arzt.
    • Werden während der Behandlung Netzhautblutungen festgestellt, muss das Arzneimittel sofort abgesetzt werden.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.


Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können auftreten?
  • Bei Einnahme mit anderen Arzneimitteln
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Blutdrucksenkende Arzneimittel (Antihypertonika)
      • Pentoxifyllin kann die Wirkung blutdrucksenkender Arzneimittel verstärken, eine verstärkte Blutdrucksenkung ist möglich.
    • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien)
      • Das Präparat kann die Wirkung von Antikoagulanzien verstärken. Bei Patienten mit erhöhter Blutungsbereitschaft aufgrund von z. B. gleichzeitiger Gabe von gerinnungshemmenden Arzneimitteln ist eine besonders sorgfältige Überwachung (z. B. regelmäßige Kontrolle der INR) erforderlich, da eventuell auftretende Blutungen verstärkt werden können.
    • Orale Antidiabetika (Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit), Insulin
      • Eine Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung kann auftreten (hypoglykämische Reaktionen). Die Blutzuckereinstellung sollte in individuell festzulegenden Abständen kontrolliert werden.
    • Theophyllin (Arzneimittel zur Behandlung von Atemwegserkrankungen)
      • Erhöhte Blutspiegel von Theophyllin sind möglich, so dass bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen Nebenwirkungen von Theophyllin verstärkt in Erscheinung treten können.
    • Cimetidin (magensäurereduzierendes Arzneimittel)
      • Erhöhung der Pentoxifyllin-Plasmaspiegel und Wirkungsverstärkung des Präparates ist möglich.
    • Ciprofloxacin (Antibiotikum)
      • Ciprofloxacin kann die Konzentration von Pentoxifyllin in Ihrem Blut erhöhen.

Zusammensetzung

Was ist im Arzneimittel enthalten?

Wirkstoff Pentoxifyllin 400mg
Hilfsstoff Cellulose, mikrokristallin +
Hilfsstoff Eudragit NE 30 D +
Hilfsstoff Eudragit RS 100 +
Hilfsstoff Hypromellose +
Hilfsstoff Macrogol 6000 +
Hilfsstoff Magnesium stearat +
Hilfsstoff Povidon K90 +
Hilfsstoff Silicium dioxid, hochdispers +
Hilfsstoff Talkum +
Hilfsstoff Titan dioxid +

1Privatrezept / Kassenrezept:
Ihr Originalrezept muss unserer Internet Apotheke vorliegen, bevor wir Ihre Online Bestellung für den Versand vorbereiten können. Bei Kassenrezepten erfolgt die Abrechnung direkt mit der Krankenkasse. In seltenen Fällen kann bei Kassenrezepten zusätzlich zur angezeigten Zuzahlung eine "Mehrkosten"-Zuzahlung entstehen, wenn der Medikament bzw. Arzneimittel Originalpreis höher ist als der Festbetrag, der von der Krankenkasse bezahlt wird. Sollte dieser sehr seltene Fall eintreten, werden Sie von uns umgehend informiert.

2Kassenrezept befreit:
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