DYSPORT 300 Einheiten Pulver z.Herst.e.Inj.-Lsg. 1 Stück N1
DYSPORT 300 Einheiten Pulver z.Herst.e.Inj.-Lsg.
Inhalt: 1 Stück, N1
Anbieter: Orifarm GmbH
Darreichungsform: Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Art.-Nr. (PZN): 11872387

Reimport
rezeptpflichtig
Kühlartikel
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Zusatzinformationen Ihrer Online-Apotheke

Anwendungsgebiete

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
  • Das Präparat ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Clostridium botulinum Toxin Typ A enthält. Clostridium botulinum Toxin Typ A hemmt die Erregungsübertragung von Nerven auf Muskeln. Es wird direkt am Wirkort injiziert und hat muskelentspannende Wirkung.
  • Es wird angewendet zur symptomatischen Behandlung
    • von anhaltendem Lidkrampf, der zum unfreiwilligen Lidschluss führt (idiopathischer Blepharospasmus).
    • von halbseitigen Bewegungsstörungen im Gesicht (hemifazialer Spasmus und koexistierende dystone Bewegungsabläufe).
    • eines von Krämpfen begleiteten Schiefhalses mit Beginn im Erwachsenenalter (zervikale Dystonie bzw. Torticollis spasmodicus).
    • einer unwillkürlichen Verkrampfung der Armmuskulatur (Armspastik) bei Erwachsenen infolge eines Schlaganfalls, die zu einer eingeschränkten Funktion des Arms führen kann.

Anwendungshinweise

Auf welche Weise wird das Arzneimittel angewendet?
  • Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich,
    • da Sie möglicherweise mit einer übermäßigen Schwächung der Muskulatur reagieren können. Dieses Risiko könnte reduziert werden, indem von Ihrem Arzt die minimal wirksame Dosis angewendet und die empfohlene Dosis nicht überschritten wird.
    • da nach Behandlung mit Clostridium botulinum Toxin Typ A oder B sehr selten von Todesfällen berichtet wurde. Diese waren vereinzelt von Schluckstörungen und/oder Lungenentzündung durch Einatmen von Fremdstoffen (Aspirationspneumonie) begleitet und/oder traten bei Patienten mit bedeutsamen Schwächezuständen (Asthenie) auf. Patienten mit Erkrankungen wie gestörte Signalübertragung im Gehirn, Schluck- und Atemschwierigkeiten haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten solcher Wirkungen, weswegen die Behandlung unter fachärztlicher Kontrolle erfolgen muss und nur dann, wenn der Nutzen der Behandlung das Risiko überwiegt.
    • wenn Sie bereits Schluck- und Atemschwierigkeiten haben, weil diese sich verstärken können, falls sich die Toxinwirkung zu den betreffenden Muskeln ausbreitet. In seltenen Fällen trat das Einatmen von Fremdstoffen (Aspiration) auf. Dies ist ein Risiko bei Patienten mit chronischen Atemstörungen.
    • wenn Sie eine merklich gestörte Signalübertragung im Gehirn (z. B. Myasthenia gravis) haben, weil Sie dann mit einer übermäßigen Schwächung der Muskulatur auf die Behandlung mit Substanzen wie Clostridium botulinum Toxin Typ A oder B reagieren können.
    • Falls bei Ihnen Schluck-, Sprech- bzw. Atemstörungen auftreten, benachrichtigen Sie sofort den ärztlichen Notdienst.
    • Sie sollten Ihren Arzt über eine Blutgerinnungsstörung sowie Entzündungen bzw. Infektionen im Bereich der geplanten Injektionsstelle informieren.
    • Das Präparat enthält eine geringe Menge eines Bluteiweißstoffes vom Menschen (Humanalbumin). Das Risiko einer Übertragung von viralen Infektionen kann nach Verwendung von menschlichem Blut oder Blutprodukten nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Bedienen von Maschinen:
    • Bei der Behandlung können Schwächung der Muskulatur und Ermüdung oder Sehstörungen auftreten. Sollte dies auf Sie zutreffen, dürfen Sie kein Fahrzeug steuern und keine Maschinen bedienen.


Was ist zusätzlich zu beachten?
  • Anwendung bei anhaltendem Lidkrampf (Blepharospasmus) oder halbseitigen Bewegungsstörungen im Gesicht (hemifazialer Spasmus und koexistierende dystone Bewegungsabläufe)
    • Ihr Arzt wird Ihnen das Präparat im Bereich um das Auge unter die Haut injizieren (subkutane Injektion).
  • Anwendung bei von Krämpfen begleitetem Schiefhals (zervikale Dystonie bzw. Torticollis spasmodicus)
    • Ihr Arzt wird Ihnen das Präparat in die Hals- und Nackenmuskulatur injizieren (intramuskuläre Injektion).
  • Anwendung bei unwillkürlicher Verkrampfung der Armmuskulatur (Armspastik) bei Erwachsenen infolge eines Schlaganfalls
    • Ihr Arzt wird Ihnen das Präparat in die Armmuskulatur injizieren (intramuskuläre Injektion).

Dosierung

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
  • Das darf nur von Ärzten angewendet werden, die in der Behandlung mit Clostridium botulinum Toxin Typ A in dem jeweiligen Anwendungsgebiet Erfahrungen besitzen.
  • Ihr Arzt legt die für Ihr Krankheitsbild notwendige Dosierung individuell für Sie fest. Üblicherweise wird Ihr Arzt Ihnen das Präparat an mehreren Stellen im betroffenen Körperbereich injizieren.
  • Anwendung bei anhaltendem Lidkrampf (Blepharospasmus) oder halbseitigen Bewegungsstörungen im Gesicht (hemifazialer Spasmus und koexistierende dystone Bewegungsabläufe)
    • Dosierung bei Erwachsenen:
      • Bei Behandlungsbeginn insgesamt 40 Einheiten Clostridium botulinum Toxin Typ A pro Auge. Falls erforderlich, kann bei Folgeinjektionen die Dosis auf 60 oder 80 oder maximal 120 Einheiten pro Auge erhöht werden. Eine Erhöhung der Dosis kann jedoch das Risiko für lokale Nebenwirkungen, insbesondere Herabhängen des Lids, erhöhen. Die Maximaldosis darf 120 Einheiten pro Auge nicht überschreiten. Wenn nur ein Auge betroffen ist, wird die Injektion auf das betroffene Auge beschränkt.
    • Dosierung bei Kindern:
      • Sichere und wirksame Dosierungen sind bei Kindern noch nicht ausreichend untersucht.
    • Dauer der Anwendung:
      • Eine Besserung der Symptome kann nach 2 - 4 Tagen, der maximale therapeutische Effekt innerhalb von 2 Wochen erwartet werden.
      • Die Injektionen sollten ungefähr alle 12 Wochen wiederholt werden oder wann erforderlich, um der Rückkehr der Symptome vorzubeugen, jedoch nicht häufiger als alle 12 Wochen.
      • Tritt nach Verabreichung der Höchstdosis keine Wirkung ein, so ist die Behandlung zu beenden.
  • Anwendung bei von Krämpfen begleitetem Schiefhals (zervikale Dystonie bzw. Torticollis spasmodicus)
    • Dosierung bei Erwachsenen:
      • Insgesamt 500 Einheiten Clostridium botulinum Toxin Typ A.
      • Bei Folgeinjektionen kann es erforderlich sein, die Dosis, je nachdem, wie Sie auf das Arzneimittel ansprechen, anzupassen, d. h. schrittweise um 100 - 250 Einheiten pro Sitzung zu verringern bzw. zu erhöhen. Die Maximaldosis von 1.000 Einheiten darf nicht überschritten werden.
      • Eine Erhöhung der Dosis kann das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere Schluckstörungen, erhöhen.
      • Die empfohlenen Dosierungen gelten nur für normalgewichtige Erwachsene, die keine Anzeichen einer verminderten Nackenmuskulatur zeigen. Bei untergewichtigen Patienten und älteren Patienten mit möglicher verminderter Nackenmuskulatur sollte die Dosis reduziert werden.
    • Dosierung bei Kindern:
      • Sichere und wirksame Dosierungen sind bei Kindern noch nicht ausreichend untersucht.
    • Dauer der Anwendung:
      • Eine Besserung der Symptome kann innerhalb 1 Woche erwartet werden.
      • Die Injektionen sollten ungefähr alle 16 Wochen oder wenn erforderlich bei Rückkehr der Symptome wiederholt werden, jedoch nicht häufiger als alle 12 Wochen.
      • Tritt nach Verabreichung der Höchstdosis keine Wirkung ein, so ist die Behandlung zu beenden.
  • Anwendung bei unwillkürlicher Verkrampfung der Armmuskulatur (Armspastik) bei Erwachsenen infolge eines Schlaganfalls
    • Dosierung bei Erwachsenen:
      • Insgesamt 1.000 Einheiten Clostridium botulinum Toxin Typ A.
      • Die Maximaldosis darf 1.000 Einheiten nicht überschreiten.
      • Die Anfangsdosierung sollte reduziert werden, wenn es Anhaltspunkte für eine übermäßige Schwächung der Zielmuskeln gibt (z. B. bei Patienten mit kleinen Zielmuskeln), ein bestimmter Muskel (Musculus biceps brachii) nicht injiziert werden soll oder wenn gleichzeitig Injektionen anderer Muskelgruppen nötig sind.
    • Dosierung bei Kindern
      • Sichere und wirksame Dosierungen sind bei Kindern noch nicht ausreichend untersucht.
    • Dauer der Anwendung:
      • Eine Besserung der Symptome kann nach zwei Wochen erwartet werden.
      • Die Injektionen sollten ungefähr alle 16 Wochen oder wenn erforderlich bei Rückkehr der Symptome wiederholt werden, jedoch nicht häufiger als alle 12 Wochen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge erhalten haben, als Sie sollten:
    • Wenn Ihnen mehr verabreicht wurde, als von Ihnen benötigt, können andere Muskeln als die behandelten geschwächt werden.
    • Wenn Sie dies bemerken, kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.
    • Falls Sie Schwierigkeiten beim Atmen, Schlucken oder Sprechen haben, suchen Sie bitte den ärztlichen Notdienst auf.

Gegenanzeigen

In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?
  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Clostridium botulinum Toxin Typ A oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
    • wenn Sie eine Infektion an der geplanten Injektionsstelle haben.


Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft
    • Das Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies für zwingend erforderlich hält.
  • Stillzeit
    • Die Anwendung während der Stillzeit kann nicht empfohlen werden.
  • Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von 10
    • Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
    • Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
    • Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
    • Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10.000
  • Nebenwirkungen können aufgrund einer zu tief oder falsch platzierten Injektion, die zu einer vorübergehenden Lähmung nahe liegender Muskelgruppen führen kann, auftreten.
  • Nebenwirkungen, die alle Anwendungsgebiete betreffen
    • Häufig:
      • Allgemeines Schwächegefühl
      • Ermüdung
      • Grippeähnliche Symptome
      • Blutergüsse und/oder Schmerzen an der Injektionsstelle
    • Gelegentlich:
      • Juckreiz
    • Selten:
      • Muskelschwund
      • Hautrötung
  • Nebenwirkungen bei anhaltendem Lidkrampf (Blepharospasmus) oder halbseitigen Bewegungsstörungen im Gesicht (hemifazialer Spasmus und koexistierende dystone Bewegungsabläufe)
    • Sehr häufig:
      • Herabhängen des Lids
    • Häufig:
      • Schwächung der Gesichtsmuskulatur
      • Doppeltsehen, Augentrockenheit, tränende Augen
      • Schwellung des Augenlids
    • Gelegentlich:
      • Lähmung der Gesichtsmuskulatur
    • Selten:
      • Augenmuskellähmung
      • Einstülpen des Lids
  • Nebenwirkungen bei von Krämpfen begleitetem Schiefhals (zervikale Dystonie bzw. Torticollis spasmodicus)
    • Sehr häufig:
      • Schluckstörungen
      • Mundtrockenheit
      • Muskelschwäche
    • Häufig:
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
      • Milde und unvollständige Lähmung der Gesichtsmuskulatur
      • Verschwommensehen
      • Reduzierte Sehschärfe
      • Sprachstörungen
      • Atemnot
      • Nackenschmerzen
      • Schmerzen der Skelettmuskulatur
      • Muskelschmerzen
      • Schmerzen in den Gliedmaßen
      • Versteifung der Skelettmuskulatur
    • Gelegentlich:
      • Doppeltsehen
      • Herabhängen des Lids
      • Muskelschwund
      • Kieferfunktionsstörung
    • Selten:
      • Einatmen von Fremdstoffen (Aspiration)
  • Die Schluckstörungen schienen dosisabhängig zu sein und traten am häufigsten nach Injektion in einen bestimmten Muskel (M. sternocleidomastoideus) auf. Weiche Nahrung kann erforderlich sein bis die Symptome abklingen.
  • Nebenwirkungen bei unwillkürlicher Verkrampfung der Armmuskulatur (Armspastik) bei Erwachsenen infolge eines Schlaganfalls
    • Häufig:
      • Schluckstörungen
      • Schwächung der Armmuskulatur
      • Zufällige Verletzungen und Stürze
  • Erfahrungen zur Sicherheit nach Markteinführung
    • Die Nebenwirkungen, die seit der Markteinführung auftraten, entsprechen den bekannten Wirkungen des Produkts. Vereinzelt wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Nesselsucht, Schwellungen (Angioödeme), Schwellung des Rachens, Atemprobleme) berichtet.
  • Suchen Sie den ärztlichen Notdienst auf, falls Sie Schwierigkeiten beim Atmen mit oder ohne
    • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Hals, Hautrötung oder Juckreiz haben. Dies kann bedeuten, dass Sie auf das Arzneimittel allergisch reagieren.
    • Sehr selten wurde über Nebenwirkungen berichtet, für die eine sich von der Injektionsstelle ausbreitende Toxinwirkung verantwortlich gemacht wird: Übermäßige Schwächung der Muskulatur, Schluckstörungen, Lungenentzündung durch Einatmung von Fremdstoffen (Aspirationspneumonie), die tödlich sein können.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.


Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können auftreten?
  • Bei Anwendung mit anderen Arzneimitteln:
    • Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
    • Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn es sich bei den Arzneimitteln um Antibiotika gegen Infektionen oder Arzneimittel mit muskelentspannender Wirkung (Muskelrelaxanzien/andere Botulinumtoxin-Präparate) handelt. Manche dieser Arzneimittel können die Wirkung verstärken.

Zusammensetzung

Was ist im Arzneimittel enthalten?

Wirkstoff Clostridium botulinum Toxin Typ A 300LD50-E
Hilfsstoff Albumin (human) +
Hilfsstoff Lactose 1-Wasser +

1Privatrezept / Kassenrezept:
Ihr Originalrezept muss unserer Internet Apotheke vorliegen, bevor wir Ihre Online Bestellung für den Versand vorbereiten können. Bei Kassenrezepten erfolgt die Abrechnung direkt mit der Krankenkasse. In seltenen Fällen kann bei Kassenrezepten zusätzlich zur angezeigten Zuzahlung eine "Mehrkosten"-Zuzahlung entstehen, wenn der Medikament bzw. Arzneimittel Originalpreis höher ist als der Festbetrag, der von der Krankenkasse bezahlt wird. Sollte dieser sehr seltene Fall eintreten, werden Sie von uns umgehend informiert.

2Kassenrezept befreit:
Ihr Originalrezept, Ihre Befreiungsnummer und das Ausstellungsdatum Ihres Befreiungsausweises muss unserer Versandapotheke vorliegen, bevor wir Ihre Internet Bestellung für den Versand vorbereiten können. Bei Kassenrezepten erfolgt die Abrechnung direkt mit der Krankenkasse.

1,2Freiumschläge für Ihre Rezepte erhalten Sie bei jeder Lieferung oder Sie können sie in unserer Internetapotheke kostenlos anfordern.

Buchstabe "D" im Arzneimittelindex nachschlagen. zum Seitenanfang