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OXYTOCIN 10 Rotexmedica Ampullen 1 ml Inj.-Lsg. 10x10x1 Milliliter
OXYTOCIN 10 Rotexmedica Ampullen 1 ml Inj.-Lsg.
Inhalt: 10x10x1 Milliliter
Anbieter: Panpharma GmbH
Darreichungsform: Injektionslösung
Grundpreis: 100 ml 281,35 €
Art.-Nr. (PZN): 3862469
rezeptpflichtig
Kühlartikel
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Anwendungsgebiete

Bei welchen Erkrankungen wird das Arzneimittel angewendet?
  • Oxytocin ist ein Mittel zur Geburtseinleitung.
  • Vor der Geburt:
    • Geburtseinleitung aus medizinischen Gründen am Termin
    • primäre und sekundäre Wehenschwäche
    • Wehenstimulierung (Oxytocin-Belastungstest)
  • Nach der Geburt:
    • Blutungsprophylaxe nach Abort
    • Prophylaxe einer verstärkten Nachgeburtsblutung
    • Förderung und Beschleunigung der Ablösung und Ausstoßung der Plazenta (Mutterkuchen)
    • Prophylaxe und Therapie einer Subinvolution des Uterus (mangelhafte Rückbildung der Gebärmutter) im Wochenbett
    • atonische Blutungen in der Nachgeburtsperiode:
      • Oxytocin sollte bei dieser Indikation als Mittel der zweiten Wahl nur dann angewandt werden, wenn andere uteruskontrahierende Substanzen wie Methylergometrin, Prostaglandine oder deren Derivate kontraindiziert bzw. nicht verträglich sind.

Anwendungshinweise

Auf welche Weise wird das Arzneimittel angewendet?
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Oxytocin anwenden.
    • Bei Patientinnen mit Wehenschwäche, die auf Oxytocin ungenügend ansprechen, und bei Patientinnen mit schweren kardiovaskulären Störungen soll Oxytocin nicht über längere Zeit angewendet werden.
    • Oxytocin sollte nicht als intravenöse Bolusinjektion verabreicht werden, da es zu einer akuten kurzfristigen Hypotonie in Verbindung mit Hautrötung und Reflextachykardie kommen kann.
    • Kardiovaskuläre Störungen
      • Oxytocin sollte bei Patientinnen, die eine Prädisposition für Myokardischämie aufgrund einer vorbestehenden kardiovaskulären Störung (z. B. hypertrophe Kardiomyopathie, Herzklappenerkrankung und/oder ischämische Herzerkrankung, einschließlich Vasospasmen der Koronararterien) aufweisen, mit Vorsicht verabreicht werden, um signifikante Schwankungen des Blutdrucks und der Herzfrequenz zu vermeiden.
    • Long-QT-Syndrom
      • Oxytocin sollte bei Patientinnen mit bekanntem Long-QT-Syndrom oder verwandten Symptomen und bei Patientinnen, die Arzneimittel anwenden, die zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen können, mit Vorsicht verabreicht werden.
    • Wenn Oxytocin zur Geburtseinleitung oder zur Wehenverstärkung verabreicht wird:
      • Oxytocin darf nur als intravenöse Infusion und niemals als subkutane, intramuskuläre oder intravenöse Bolusinjektion verabreicht werden.
      • Fetaler Distress und Fetaltod:
        • Bei einer Überdosierung von Oxytocin kann es zu einer Uterusüberstimulation kommen, die zu einer plazentaren Mangelversorgung (fetaler Distress), einem akuten schwerwiegenden Sauerstoffmangel beim Kind (fetale Asphyxie) und zum Tod des Kindes führen kann, oder es kann zu übermäßigen (hypertonen) Wehen, einer Dauerkontraktion der Gebärmutter (Tetanus uteri) oder einem Riss der Gebärmutter (Uterusruptur) kommen. Eine sorgfältige Überwachung der fetalen Herzfrequenz und der Uterusaktivität (Frequenz, Stärke und Dauer der Kontraktionen) ist erforderlich, um die Dosis an das jeweilige Ansprechen der Patientin anzupassen.
      • Besondere Kontrolle von Mutter und Kind ist erforderlich bei:
        • Zustand nach gynäkologischen Operationen mit Eröffnung der Gebärmutterhöhle (Cavum uteri), z. B. Myomentfernung
        • mehr als vier vorausgegangenen Geburten
        • älteren Mehrgebärenden
        • Vorliegen eines Borderline-Schädel-Becken-Missverhältnisses
        • sekundärer Wehenschwäche
        • leichtem bzw. mittelschwerem schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck (Hypertonie) oder Herzkrankheit
        • Patientinnen über 35 Jahre
        • einem Kaiserschnitt im unteren Uterussegment in der Krankengeschichte
      • Disseminierte intravasale Gerinnung:
        • In Einzelfällen kann infolge der pharmakologischen Geburtseinleitung mittels Uterotonika, einschließlich Oxytocin, das Risiko einer sogenannten postpartalen disseminierten intravasalen Gerinnung (DIG) steigen. Die pharmakologische Einleitung an sich und nicht die angewendete Substanz steht mit diesem Risiko in Zusammenhang. Das Risiko ist insbesondere dann erhöht, wenn die Frau zusätzliche Risikofaktoren für eine DIG aufweist, wie beispielsweise ein Alter von 35 Jahren oder älter, Komplikationen während der Schwangerschaft und ein Gestationsalter von über 40 Wochen. Bei diesen Frauen sollte Oxytocin bzw. ein alternatives Arzneimittel mit Vorsicht angewendet werden und der Arzt sollte Anzeichen einer DIG besonders beachten.
    • Wasserintoxikation
      • Da Oxytocin eine leicht antidiuretische Wirkung besitzt, kann es bei hochdosierter intravenöser Dauerinfusion in Verbindung mit hoher Flüssigkeitszufuhr, die bei der Behandlung eines beginnenden Aborts (Abortus incipiens), eines verhaltenen Aborts oder postpartaler Blutungen auftreten kann, zu einer Wasserintoxikation, verbunden mit Hyponatriämie, kommen. Die antidiuretische Wirkung von Oxytocin in Verbindung mit der intravenösen Verabreichung von Flüssigkeit kann zu einer Flüssigkeitsüberladung führen, die eine hämodynamische Form eines akuten pulmonalen Ödems ohne Hyponatriämie verursachen kann. Um diese seltenen Komplikationen zu vermeiden, sind folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, wenn hohe Oxytocin-Dosen über einen längeren Zeitraum verabreicht werden:
        • Es muss eine elektrolythaltige Infusionslösung (nicht Glukose) verwendet werden, wobei das intravenös verabreichte Flüssigkeitsvolumen niedrig gehalten werden sollte (durch Infusion von Oxytocin mit einer höheren Konzentration als der Dosis, die zur Geburtseinleitung bzw. Wehenverstärkung bei einer Termingeburt empfohlen wird).
        • Gleichzeitig muss die orale Flüssigkeitsaufnahme reduziert und die Flüssigkeitsbilanz überwacht werden. Bei Verdacht auf einen gestörten Elektrolythaushalt sollten die Serumelektrolyte kontrolliert werden.
    • Intrauteriner Fruchttod
      • Bei intrauterinem Fruchttod und bei Vorliegen von mekoniumhaltigem Fruchtwasser muss im Hinblick auf das Risiko einer Fruchtwasserembolie eine hyperaktive (gesteigerte) Wehentätigkeit vermieden werden.
    • Nierenfunktionsstörung
      • Bei Patientinnen mit schwerer Nierenfunktionsstörung sollte mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden, da es zu einer möglichen Wasserretention und Oxytocin-Ansammlung kommen kann.
      • Die Grenze von 16 x 10-3 I.E./Min. sollte nur kurzfristig überschritten werden, da nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass bei länger dauernder höherer Dosierung beim Kind eine Hyperbilirubinämie (vermehrter Gehalt des Blutes an Bilirubin, einem Gallenfarbstoff) gefördert wird. Ferner kommt es bei hyperaktiver Wehentätigkeit sehr häufig zu kindlichen Netzhautblutungen.
      • Oxytocin sollte nicht gleichzeitig parenteral mit Oxytocin-haltigen Präparaten zur Laktationsförderung angewendet werden.
      • Die Gabe von Oxytocin nach lang dauernder Wehentätigkeit kann mit einer möglichen Krampfneigung des Säuglings verbunden sein.
    • Latexallergie
      • Der Wirkstoff in Oxytocin kann bei Patienten mit Latexallergie eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) hervorrufen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie wissen, dass Sie gegen Latex allergisch sind.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Nicht zutreffend.


Was ist zusätzlich zu beachten?
  • Oxytocin wird i.m. injiziert oder als i.v.-Infusion verabreicht.
  • Oxytocin wird als intravenöse Tropfinfusion oder, vorzugsweise, mittels einer Infusionspumpe mit variabler Geschwindigkeit verabreicht.

Dosierung

Wie oft und in welcher Menge wird das Arzneimittel angewendet?
  • Die Anwendung von Oxytocin sollte nur nach strenger Indikationsstellung aus medizinischen Gründen, nur in der Klinik und nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Für die individuelle Dosierung ist eine sorgfältige Überwachung der Geburt erforderlich (CTG, Blutdruck und Puls der Mutter).
  • Geburtseinleitung aus medizinischen Gründen am Termin, primäre und sekundäre Wehenschwäche
    • Bei der Geburtseinleitung oder zur Wehenverstärkung darf Oxytocin nur als intravenöse Dauerinfusion und niemals als subkutane, intramuskuläre oder intravenöse Einzelinjektion verabreicht werden.
    • Oxytocin wird als intravenöse Tropfinfusion oder, vorzugsweise, mittels einer Infusionspumpe mit variabler Geschwindigkeit verabreicht. Für die Tropfinfusion soll 1 I.E. Oxytocin in 100 ml einer isotonischen Natriumchlorid-Lösung verdünnt werden.
    • Die anfängliche Infusionsgeschwindigkeit soll 0,5 - 2 x 10-3 I.E./ Min., d. h. 0,05 bis 0,2 ml entsprechend 1 - 4 Tropfen/Min. betragen. Die Dosierung kann je nach Wehentätigkeit in Zeitabständen von nicht weniger als 15 Minuten schrittweise um 1 - 2 x 10-3 I.E./Min. gesteigert werden, bis ein mit einer spontanen Wehentätigkeit vergleichbares Kontraktionsmuster vorliegt. Am Geburtstermin oder kurz zuvor wird dies häufig mit einer Infusion von weniger als 10 x 10-3 I.E./Min. (1 ml entsprechend 20 Tropfen/Min.) erreicht.
    • Bei normalen Geburtswehen sollte die Infusionsmenge nicht weiter gesteigert werden. Die empfohlene maximale Infusionsgeschwindigkeit beträgt 20 - 30 x 10-3 I.E./Min. (2 bis 3 ml, entsprechend 40 - 60 Tropfen/Min.).
    • Wenn nach der Infusion von 500 ml (5 I.E.) noch keine regelmäßigen Kontraktionen der Gebärmutter eingesetzt haben, sollte der Versuch der Geburtseinleitung abgebrochen werden. Am folgenden Tag kann im Allgemeinen ein erneuter Versuch unternommen werden.
  • Während der ganzen Infusionsdauer müssen die Häufigkeit, Stärke und Dauer der Kontraktionen sowie die fetale Herzfrequenz sorgfältig überwacht werden. Sobald eine angemessene Wehentätigkeit erreicht ist, kann die Infusionsgeschwindigkeit vermindert werden. Bei übermäßiger Wehentätigkeit und/oder Anzeichen für eine plazentare Mangelversorgung (?fetal distress") ist die Infusion sofort abzubrechen.
  • Während eines Kaiserschnitts nach der Entwicklung des Kindes
    • Unmittelbar nach Extraktion des Kindes können 5 I.E. als Infusion (30 x 10-3 I.E./Min.) prophylaktisch appliziert werden.
  • Nachgeburtsperiode (atonische Blutungen)
    • 5 - 10 I.E. i.m. oder 5 - 6 I.E. als Infusion.
    • Wegen der die Wasserausscheidung hemmenden (antidiuretischen) Wirkung von Oxytocin sind bei der Verabreichung von Oxytocin in hohen Dosen folgende Maßnahmen zu beachten:
      • Es soll eine isotonische Natriumchlorid-Lösung (nicht Glukose) verwendet werden, wobei das infundierte Flüssigkeitsvolumen niedrig gehalten werden muss. Gleichzeitig ist die orale Flüssigkeitsaufnahme einzuschränken und die Flüssigkeitsbilanz zu überwachen. Bei Verdacht auf ein gestörtes Elektrolyt-Gleichgewicht müssen die Serumelektrolyte kontrolliert werden.
  • Zur Ausräumung nach Aborten
    • 3 - 6 I.E. Oxytocin als i.v.-Infusion oder i.m.
  • Besondere Patientengruppen
    • Nierenfunktionsstörungen
      • Es liegen keine Studien mit Patienten mit Nierenfunktionsstörungen vor.
    • Leberfunktionsstörungen
      • Es wurden keine Studien bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen durchgeführt.
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
      • Es wurden keine Studien mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt.
    • Anwendung bei älteren Patienten
      • Es wurden keine Studien mit älteren Patienten durchgeführt (65 Jahre oder älter).

 

  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten (versehentliche Überdosierung)
    • Die Symptome und Folgen einer Überdosierung sind in den Kategorien ?Patientenhinweise" und ?Nebenwirkungen" beschrieben.
    • Außerdem wurde über Plazenta-Ablösung und/oder Fruchtwasserembolie als Folge einer uterinen Überstimulation berichtet.
    • Erste Maßnahme bei Überdosierung - einhergehend mit Dauerkontraktion der Gebärmutter (Tetanus uteri) - ist das Abstellen der Oxytocin-Infusion. Die Gebärende soll Sauerstoff erhalten. Bei Wasserintoxikation müssen die Flüssigkeitszufuhr eingeschränkt, die Diurese gefördert und der Elektrolythaushalt korrigiert und mögliche Krampfanfälle kontrolliert werden.

Gegenanzeigen

In welchen Fällen darf das Arzneimittel nicht angewendet werden?
  • Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Oxytocin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • bei Präeklampsie (schwangerschaftsspezifische Krankheit, die durch Bluthochdruck, Eiweißausscheidung im Urin sowie Wasseransammlung im Gewebe gekennzeichnet ist)
    • bei Neigung zu einer Dauerkontraktion der Gebärmutter (Tetanus uteri)
    • bei hypertoner Wehentätigkeit
    • bei drohendem Gebärmutterriss (Uterusruptur)
    • wenn Sie zu viel Fruchtwasser haben (Hydramnion)
    • bei vorzeitiger Plazentalösung (Abruptio placentae)
    • bei vor/in den inneren Muttermund verlagertem Mutterkuchen (Placenta praevia)
    • bei Fehllage der Plazenta (Vasa praevia)
    • bei unreifem Gebärmutterhals (Cervix)
    • bei drohendem akuten schwerwiegenden Sauerstoffmangel des Kindes infolge ungenügender Sauerstoffzufuhr (Asphyxia fetalis)
    • bei plazentarer Mangelversorgung (?fetal distress") (sofern die Geburt nicht unmittelbar bevorsteht)
    • bei Lageanomalien (z. B. Beckenendlage)
    • bei einem mechanischen Geburtshindernis (z. B. Kopf/Becken-Missverhältnis)
    • bei Nabelschnurverschlingung oder -vorfall
    • Oxytocin darf nicht innerhalb von 6 Stunden nach vaginaler Verabreichung von Prostaglandinen angewendet werden.


Was gilt für Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Basierend auf der langjährigen Erfahrungen mit dieser Substanz, ihrer chemischen Struktur und ihren pharmakologischen Eigenschaften sind jedoch nach gegenwärtigem Kenntnisstand bei sachgerechter Anwendung keine fetalen Missbildungen beim Fetus zu erwarten.
  • Stillzeit
    • Oxytocin kann in geringer Menge in die Muttermilch übergehen. Es sind jedoch keine schädlichen Auswirkungen auf das Neugeborene zu erwarten, da Oxytocin im Magen rasch inaktiviert wird.
  • Zeugungs-/Gebärfähigkeit
    • Wegen der gegebenen Indikationen nicht anwendbar für Oxytocin.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei einzelnen Patienten auftreten?
  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei intravenöser Verabreichung von Oxytocin zur Geburtseinleitung oder Wehenverstärkung kann es bei einer Überdosierung zu einer Uterusüberstimulation kommen, die zu einer plazentaren Mangelversorgung (fetaler Distress), einem akuten schwerwiegenden Sauerstoffmangel beim Kind (fetale Asphyxie) und zum Tod des Kindes führen kann, oder es kann zu übermäßigen (hypertonen) Wehen, einer Dauerkontraktion der Gebärmutter (Tetanus uteri) oder einem Riss der Gebärmutter (Uterusruptur) kommen.
  • Bei einer schnellen intravenösen Bolusinjektion von Oxytocin in Dosen, die mehrere I.E. ausmachen, kann es zu einem akuten kurzfristigen niedrigen Blutdruck (Hypotonie) in Verbindung mit Hautrötung und Reflextachykardie kommen.
  • Diese schnellen hämodynamischen Veränderungen können, insbesondere bei Patientinnen mit vorbestehender kardiovaskulärer Störung, zu einer Minderdurchblutung des Herzmuskels (Myokardischämie) führen. Bei einer schnellen intravenösen Bolusinjektion von Oxytocin in Dosen, die mehrere I.E. ausmachen, kann es darüber hinaus zu einer QTc-Verlängerung kommen.
  • In seltenen Fällen (d. h. Häufigkeitsrate [Inzidenzrate] von < 0,0006) kann infolge der pharmakologischen Geburtseinleitung mittels Uterotonika, einschließlich Oxytocin, das Risiko einer postpartalen disseminierten intravasalen Gerinnung (DIG) steigen.
  • Wasservergiftung
    • Es wurde von Wasservergiftung in Verbindung mit vermindertem Natriumgehalt des Blutserums der Mutter bzw. des Kindes (maternaler bzw. neonataler Hyponatriämie) in Fällen berichtet, in denen hohe Oxytocin-Dosen zusammen mit großen elektrolytfreien Flüssigkeitsvolumina über einen längeren Zeitraum verabreicht wurden.
    • Die antidiuretische Wirkung von Oxytocin in Verbindung mit der intravenösen Verabreichung von Flüssigkeit kann zu einer Flüssigkeitsüberladung führen, die wiederum eine hämodynamische Form eines akuten Lungenödems (pulmonalen Ödems) ohne verminderten Natriumgehalt des Blutserums (Hyponatriämie) verursachen kann.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zu Grunde gelegt:
    • Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
    • Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
    • Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
    • Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
    • Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Sehr häufig:
    • zu starke Wehentätigkeit mit gelegentlicher Dauerkontraktion der Gebärmutter (Tetanus uteri) und daraus resultierend ein kindlicher Sauerstoffmangel (Hypoxie)
  • Häufig:
    • Blutdruckanstieg
    • Herzjagen (Tachykardie) oder verlangsamte Herzschlagfolge (Bradykardie)
    • Kopfschmerzen
    • Übelkeit und/oder Erbrechen
  • Gelegentlich:
    • allergische Reaktionen
    • Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie)
  • Selten:
    • disseminierte intravasale Gerinnung
    • anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen (verbunden mit Atemnot [Dyspnoe], niedrigem Blutdruck [Hypotonie] oder Schock)
    • Hautausschlag und Hautrötung
  • Sehr selten:
    • verminderte Wasserausscheidung
    • Wasservergiftungen mit vermindertem Natriumgehalt des Blutserums (Hyponatriämie) bei der Mutter. Diese können zu Hirnödem, Krämpfen und Koma führen.
  • Nicht bekannt:
    • verminderte Versorgung des Herzmuskels (Myokardischämie)
    • Verlängerung des QT-Intervalls
    • ausgeprägter Blutdruckabfall vor allem bei schneller intravenöser Injektion (während der Nachgeburtsperiode)
    • Riss der Gebärmutter (Uterusruptur)
    • akutes Lungenödem
    • Hitzegefühl
    • plazentare Mangelversorgung (fetaler Distress), akuter schwerwiegender Sauerstoffmangel beim Kind (fetale Asphyxie) und Tod
    • verminderter Natriumgehalt des Blutserums (Hyponatriämie) des Neugeborenen
    • Angioödem
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.


Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln können auftreten?
  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Prostaglandine und Analoga
      • Prostaglandine und ihre Analoga können die Wirkung von Oxytocin verstärken, da sie zu einer Sensibilisierung des Myometriums (Muskelschicht der Gebärmutterwand) für Oxytocin führen. Da diese synergistische Wirkung nicht vorhersehbar und steuerbar ist, sollte die gleichzeitige Anwendung von Oxytocin und Prostaglandinen vermieden werden.
    • Arzneimittel zur Verlängerung des QT-Intervalls
      • Bei Patientinnen, die Arzneimittel nehmen, welche zu einer Verlängerung des QT Intervalls führen können, ist Vorsicht geboten.
      • Der uteruskontrahierende Effekt von Oxytocin wird durch Methylergometrin verstärkt.
    • Inhalationsanästhetika
      • Inhalationsanästhetika (z. B. Cyclopropan, Halothan, Sevofluran, Desfluran) haben eine entspannende Wirkung auf den Uterus und verursachen eine deutliche Schwächung des Gebärmuttertonus (Uterustonus), wodurch die kontraktionsfördernde Wirkung (uterotone Wirkung) von Oxytocin auf die Gebärmutter reduziert werden kann.
    • Gefäßverengende Stoffe (Vasokonstriktoren)/Sympathomimetika
      • Oxytocin kann die gefäßverengenden Wirkungen von Vasokonstriktoren und Sympathomimetika, einschließlich Lokalanästhetika, verstärken.
    • Kaudale Anästhetika
      • Bei Verabreichung während oder nach einer Kaudalblockade kann Oxytocin die blutdrucksteigernde Wirkung von sympathomimetischen Vasokonstriktoren verstärken.

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