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Depressive Verstimmung: Wenn Dopamin, Noradrenalin und Serotonin nicht mehr im richtigen Verhältnis zueinander stehen

Phasen, in denen man niedergeschlagen, traurig oder ohne Elan ist, gehören im Leben dazu und wechseln sich mit ausgeglichenen, fröhlichen Phasen ab. Ein leichtes Stimmungstief ist meist nach 1 - 2 Wochen vorbei und auch Phasen der Trauer werden nach einigen Monaten schwächer.


Halten die schwierigen Phasen allerdings an und haben Sie während der guten Phasen schon Angst vor den schlechten, kann eine depressive Verstimmung entstanden sein. Diese ist die häufigste seelische Erkrankung überhaupt.

Wichtig ist, rechtzeitig etwas dagegen zu tun. Woran Sie eine depressive Verstimmung erkennen können, erfahren Sie im Folgenden hier.


Ursachen für eine depressive Verstimmung


Meist gehören Stress, Beziehungsprobleme, Doppelbelastung durch Beruf und Familie, Überforderung oder psychisch belastende Ereignisse zu den Entstehungsgründen einer depressiven Verstimmung. Häufig sind es auch mehrere Einflüsse auf einmal.

Bei depressiven Verstimmungen entsteht eine Stoffwechselstörung im Gehirn: die Botenstoffe, die für Stimmung, Schlaf und Antrieb zuständig sind, geraten in ein Ungleichgewicht, was sich auf Gefühle und Gedanken auswirkt. Auch körperliche Beschwerden können die Folge sein.


Woran erkennt man eine depressive Verstimmung?


  • Müdigkeit und Erschöpfung,
  • Lustlosigkeit,
  • Reizbarkeit,
  • Einschränkung von sozialen Kontakten,
  • und damit einhergehend: Einsamkeit,
  • Gewichtszunahme,
  • Appetitmangel,
  • Schlafstörungen,
  • körperliche Beschwerden wie z. B. Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Probleme

Für eine eindeutige Diagnose einer depressiven Verstimmung durch einen Arzt müssen mindestens 2 der typischen Beschwerden, dazu gehören Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, Interessenverlust und eine gedrückte Stimmung, außerdem 2 der oben genannten unspezifischen Symptome, über 2 Wochen auftreten.


Was kann gegen eine depressive Verstimmung getan werden


Die Entscheidung, etwas gegen die Stimmungsschwankungen zu tun, ist der 1. Schritt. Außerdem können folgende Punkte helfen:


  • Setzen Sie sich kleine Ziele und versuchen Sie, diese zu erreichen.
  • Bringen Sie Freude in Ihren Alltag, durch Verwöhneinheiten wie ein gutes Buch oder ein Entspannungsbad.
  • Zeigen Sie Ihre Gefühle, zum Beispiel in Form von kreativen Beschäftigungen.
  • Bewegung dient der Auslastung des Körpers und dazu, den Kopf freizukriegen. Bei Bewegung im Freien tanken Sie zusätzlich Licht.

Bei stärkeren, länger anhaltenden Beschwerden ist es wichtig, sich behandeln zu lassen. Es müssen nicht Antidepressiva sein, auch eine Behandlung mit natürlichen Arzneimitteln wie Johanniskraut kann helfen! Konsultieren Sie im Zweifel auf jeden Fall Ihren Arzt.


Wer ist häufig von depressiven Verstimmungen betroffen?


Von depressiven Verstimmungen sind häufiger Frauen betroffen als Männer. Dies kann an den Hormonen liegen, wie beispielsweise während der Periode, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren.

Auch Diabetes, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Parkinson oder Demenz können sich auf die Psyche auswirken, ebenso wie Infektions- und Herzerkrankungen. Ältere Menschen sind ebenfalls besonders anfällig für depressive Verstimmungen.


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