Raucherentwöhnung: Unterstützung auf dem Weg zum Nichtraucher
Der Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, ist ein wichtiger Schritt für Ihre Gesundheit. Die körperliche Abhängigkeit von Nikotin kann den Rauchstopp jedoch erschweren und zu unangenehmen Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen oder starkem Rauchverlangen führen. Die Nikotinersatztherapie (NRT) kann Sie dabei unterstützen, diese Symptome zu lindern und den Übergang zum Nichtraucherleben zu erleichtern.
Wie funktioniert die Nikotinersatztherapie?
Nikotinersatzprodukte führen dem Körper kontrolliert Nikotin zu, jedoch ohne die vielen schädlichen Begleitstoffe des Tabakrauchs. Ziel ist es, die körperlichen Entzugserscheinungen zu reduzieren, während Sie sich auf die Bewältigung der psychischen Abhängigkeit und die Änderung alter Gewohnheiten konzentrieren können. Die Dosis des Nikotins wird dabei schrittweise über mehrere Wochen reduziert, bis der Körper kein Nikotin mehr benötigt.
Welche Formen der Nikotinersatztherapie gibt es?
Je nach individuellem Bedarf und Rauchgewohnheiten stehen verschiedene Produkte zur Verfügung:
Nikotinpflaster: Geben über den Tag verteilt (oft 16 oder 24 Stunden) kontinuierlich Nikotin über die Haut ab. Sie sorgen für einen gleichmäßigen Nikotinspiegel und eignen sich gut als Basistherapie, besonders für regelmäßige Raucher. Es gibt sie in verschiedenen Stärken, um die Dosis langsam zu senken.
Nikotinkaugummis: Werden bei akutem Rauchverlangen gekaut. Das Nikotin wird über die Mundschleimhaut aufgenommen. Die richtige Kautechnik (langsam kauen, Pausen machen) ist wichtig für die Wirkung. Verschiedene Stärken (meist 2mg oder 4mg) richten sich nach der bisherigen Zigarettenmenge.
Nikotinlutschtabletten: Ähnlich wie Kaugummis zur Anwendung bei Bedarf. Das Nikotin wird beim langsamen Lutschen freigesetzt und über die Mundschleimhaut aufgenommen. Auch hier gibt es unterschiedliche Wirkstärken.
Nikotinsprays: Ermöglichen eine sehr schnelle Aufnahme von Nikotin über die Mundschleimhaut und können akutes, starkes Rauchverlangen rasch lindern.
Nikotininhaler: Ahmen die Hand-zu-Mund-Bewegung des Rauchens nach. Das Nikotin wird ebenfalls über die Mund- und Rachenschleimhaut aufgenommen.
Die Wahl des richtigen Produkts und der passenden Stärke hängt von Ihren bisherigen Rauchgewohnheiten ab (z.B. Anzahl der Zigaretten pro Tag). Oft wird empfohlen, mit einer höheren Dosis zu beginnen und diese dann schrittweise zu reduzieren.
Wichtiger Hinweis:
Die Nikotinersatztherapie ist eine anerkannte Methode zur Unterstützung der Raucherentwöhnung, wirkt jedoch am besten in Kombination mit einer Verhaltensänderung und ggf. professioneller Unterstützung (z.B. durch ärztliche Beratung, spezielle Kurse). Besprechen Sie Ihren Plan zum Rauchstopp und die Anwendung von Nikotinersatzprodukten mit Ihrem Arzt oder Apotheker, insbesondere wenn Sie unter Vorerkrankungen leiden, schwanger sind oder stillen. Halten Sie sich genau an die Anwendungshinweise der jeweiligen Produkte und überschreiten Sie die empfohlene Dosierung nicht. Diese Produkte ersetzen keine umfassende Entwöhnungsstrategie.
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