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PZN
09423541
Darreichungsform
Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslsg.
Marke
Hersteller
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Gebrauchsinformationen
- Das Präparat ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der so genannten „Cephalosporine" gehört.
- Generell ist es wirksam zur Bekämpfung einer Reihe von Erregern.
- Es wird angewendet zur Behandlung einer Reihe von schweren bakteriellen Infektionen
- im Blut (Sepsis)
- der Haut und der Weichteile
- der Lunge (Lungenentzündung)
- der Nieren und oberen Harnwege
- der Geschlechtsorgane, hervorgerufen durch so genannte „Gonokokken", insbesondere, wenn Penicillin ohne Wirkung oder ungeeignet ist
- der Hirnhaut (Meningitis)
- des Bauchraumes (wie Bauchfellentzündung).
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Es muss sofort ein Arzt oder das medizinische Fachpersonal informiert und die Verabreichung von Cefotaxim abgebrochen werden, wenn Sie folgende schwerwiegende Nebenwirkungen bemerken - Sie benötigen dringend ärztliche Behandlung:
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Krampfanfälle.
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum lebensbedrohlichen Schock sowie Schwellungen (Quincke-Ödem) und Verengung der Atemwege (Bronchospasmus). Wenn Sie ein Gefühl der Enge in der Brus t entwickeln, sich schwindlig, unwohl oder schwach fühlen, können dies Anzeichen für eine solche Überempfindlichkeitsreaktion sein.
- schwerer, anhaltender Durchfall oder Blut im Stuhl infolge einer möglicherweise lebensbedrohlichen Darmentzündung.
- Zerfall der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie), dabei ist der Urin braunrot verfärbt.
- akutes Nierenversagen.
- Brechen Sie die Anwendung von Cefotaxim ab und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Symptome feststellen:
- rötliche, nicht erhabene, kreisförmige Flecken am Rumpf, oft mit Blasen in der Mitte, Abschälungen der Haut, Geschwüre in Mund, Rachen und Nase sowie an Genitalien und Augen. Diesen schweren Hautausschlägen können Fieber und grippeähnliche Symptome vorausgehen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).
- großflächiger Ausschlag, hohe Körpertemperatur und vergrößerte Lymphknoten (DRESS-Syndrom oder Arzneimittel-Überempfindlichkeitssyndrom).
- ein roter, schuppiger, ausgedehnter Hautausschlag mit Beulen unter der Haut und Blasen in Verbindung mit Fieber. Die Symptome treten in der Regel zu Beginn der Behandlung auf (akute generalisierte exanthematische Pustulose).
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Es muss sofort ein Arzt oder das medizinische Fachpersonal informiert werden, wenn Sie folgende schwerwiegende Nebenwirkungen bemerken - wahrscheinlich benötigen Sie eine ärztliche Behandlung:
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Gelbsucht als Zeichen einer möglichen Leberentzündung.
- schwerwiegende Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), dies kann sich durch das Auftreten akuter Infektionszeichen sowie Entzündungen im Mund-, Nasen-, Rachen-, Genital- und Analbereich bemerkbar machen.
- starke Abnahme der Anzahl aller Blutzellen sowie Knochenmarksversagen. Dabei können z. B. akute Infektionszeichen und Entzündungen auftreten, Blutungen, Blutergüsse (Verminderung der Blutplättchen), Müdigkeit, Blässe oder Atemnot (Verminderung der roten Blutkörperchen).
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Informieren Sie bitte Ihren Arzt, insbesondere wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder länger als ein paar Tage dauert:
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Schmerzen an der Injektionsstelle, bei intramuskulärer Gabe auch Verhärtung.
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Gelenkbeschwerden (z. B. Schwellungen).
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Anstieg der eosinophilen Blutkörperchen (Eosinophilie).
- Verminderung der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und bestimmter weißer Blutkörperchen (Leukopenie, Granulozytopenie).
- Jarisch-Herxheimer-Reaktion (Erläuterung siehe unten).
- Durchfall.
- Appetitlosigkeit.
- Erhöhung von Bilirubin (Gallenfarbstoff im Blut) und/oder Leberenzymen im Serum (SGOT, SGPT, Gamma-GT, alkalische Phosphatase, LDH).
- allergische Reaktionen in Form von Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht.
- Einschränkung der Nierenfunktion, z. B. Anstieg der Kreatinin- und Harnstoff-Konzentrationen im Serum.
- Fieber.
- entzündliche Reaktionen an der Injektionsstelle bis hin zu Venenentzündung (Phlebitis/Thrombophlebitis).
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Folgeinfektionen durch Bakterien oder Pilze (z. B. in Mund oder Scheide).
- Verminderung der Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie).
- Herzrasen, Herzrhythmusstörungen (nach schneller Gabe über einen zentralen Venenzugang).
- zentralnervöse Erregungszustände, Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit, Bewegungsstörungen, Muskelzuckungen (Symptome einer Enzephalopathie; insbesondere bei hohen Dosen, Überdosierung und eingeschränkter Nierenfunktion).
- Kopfschmerzen.
- Schwindelgefühl.
- Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen.
- Nierenentzündung (interstitielle Nephritis).
- Unverträglichkeitsreaktionen in Form von Hitzegefühl oder Brechreiz bei schneller intravenöser Verabreichung.
- Jarisch-Herxheimer-Reaktion: Sie kann sich zu Beginn einer Behandlung von Spirochäten-Infektionen (z. B. Borreliose) entwickeln und mit Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerz und Gelenkbeschwerden einhergehen. Nach mehrwöchiger Behandlung von Borreliose wurde über das Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome berichtet: Hautausschlag, Juckreiz, Fieber, Minderung der weißen Blutkörperchen, Leberenzymerhöhungen, Atembeschwerden, Gelenkbeschwerden. Diese Erscheinungen entsprechen zum Teil den Symptomen der Grundkrankheit der behandelten Patienten.
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Das Arzneimittel wird von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal verabreicht.
- Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
- Dosis, Art der Anwendung und Zeitabstände zwischen den Injektionen hängen von der Empfindlichkeit des Erregers, der Schwere der Infektion und Ihrem Zustand ab.
- Dosierungsempfehlungen:
- Erwachsene und Jugendliche (12 - 18 Jahre):
- Üblicherweise ist die Dosis bei Erwachsenen und Jugendlichen 2 - 6 g täglich. Die tägliche Dosis muss auf 2 Einzelgaben im Abstand von 12 Stunden verteilt werden. Die Dosierung kann jedoch entsprechend der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des Erregers und Ihrem Krankheitszustand verändert werden.
- Häufige Infektionen durch einen empfindlichen oder vermutlich empfindlichen Erreger:
- 1 g alle 12 Stunden entspricht einer täglichen Gesamtdosis von 2 g.
- Infektionen durch verschiedene empfindliche oder vermutlich empfindliche oder mäßig empfindliche Erreger:
- 1 - 2 g alle 12 Stunden entsprechen einer täglichen Gesamtdosis von 2 - 4 g.
- Schwere Infektionen durch nicht empfindliche Erreger oder bei nicht lokalisierbaren Infektionen:
- 2 - 3 g als Einzelgabe alle 6 - 8 Stunden bis zu einer täglichen Höchstdosis von 12 g.
- Säuglinge ab 28 Tagen und Kinder bis zu 11 Jahren:
- Die übliche Dosierung bei Säuglingen und Kindern < 50 kg ist 50 - 100 mg/kg Körpergewicht/Tag verteilt auf 2 - 4 Dosen (alle 12 - 6 Stunden).
- Bei sehr schweren Infektionen können bis zu 200 mg/kg Körpergewicht/Tag verteilt auf 2 - 4 Dosen erforderlich sein.
- Bei Kindern > 50 kg sollte die übliche Erwachsenendosis gegeben werden, ohne die tägliche Höchstdosis von 12 g zu überschreiten.
- Neugeborene (0 - 27 Tage):
- Neugeborene von 0 - 7 Tagen (jeder Schweregrad): Die empfohlene Dosierung beträgt 50 mg/kg Körpergewicht/Tag verteilt auf 2 gleiche Dosen (alle 12 Stunden).
- Neugeborene von 8 - 27 Tagen: Die empfohlene Dosierung beträgt 150 mg/kg Körpergewicht/Tag verteilt auf 3 gleiche Dosen (alle 8 Stunden).
- Siehe auch nachstehend „Weitere Dosierungsempfehlungen - Bakterielle Meningitis".
- Frühgeborene:
- Die empfohlene Dosierung beträgt 50 mg/kg Körpergewicht/Tag verteilt auf 2 - 4 Dosen (alle 12 - 6 Stunden).
- Diese Höchstdosis darf aufgrund der noch nicht vollkommen ausgereiften Nierenfunktion nicht überschritten werden.
- Ältere:
- Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich, vorausgesetzt, dass die Nieren- und Leberfunktionen normal sind.
- Erwachsene und Jugendliche (12 - 18 Jahre):
- Weitere Dosierungsempfehlungen:
- Gonorrhö:
- Zur Behandlung der unkomplizierten Gonorrhö wird 0,5 g Cefotaxim als Einzelinjektion (intramuskulär) verabreicht. Zur Behandlung komplizierter Infektionen sind offizielle Richtlinien zu berücksichtigen. Vor Therapiebeginn ist Syphilis auszuschließen.
- Bakterielle Meningitis:
- Bei Erwachsenen werden tägliche Dosen von 6 - 12 g verteilt auf gleiche Dosen alle 6 - 8 Stunden empfohlen.
- Säuglinge und Kleinkinder (von 28 Tagen - 23 Monate) und Kinder (von 2 - 11 Jahren):
- 150 - 200 mg/kg Körpergewicht/Tag verteilt auf gleiche Dosen alle 6 - 8 Stunden.
- Neugeborene:
- Neugeborene von 0 - 7 Tagen: 50 mg/kg Körpergewicht/Tag verteilt auf 2 Dosen (alle 12 Stunden).
- Neugeborene von 8 - 27 Tagen: 50 mg/kg Körpergewicht/Tag alle 8 Stunden.
- Infektionen im Bauchraum:
- In der Behandlung von Infektionen des Bauchraumes sollte Cefotaxim in Kombination mit einem Antibiotikum, das wirksam gegen Anaerobier ist, angewendet werden.
- Gonorrhö:
- Wenn Sie eine größere Menge erhalten haben als vorgesehen
- Betalaktam-Antibiotika, einschließlich Cefotaxim, können zu sogenannten Enzephalopathien führen, die mit zentralnervösen Erregungszuständen, Myoklonien, Krampfanfällen, Verwirrtheit, Bewusstseins- und Bewegungsstörungen einhergehen können. Das Risiko hierfür ist bei Anwendung
hoher Dosen, bei Überdosierung, wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist oder Sie an Epilepsie oder einer Hirnhautentzündung leiden erhöht. - Wenn das Arzneimittel über einen zentralvenösen Katheter (ZVK) zu schnell (in weniger als 1 Minute) injiziert wird, kann es zu schweren Herzrhythmusstörungen kommen.
- Wenn Sie der Meinung sind, zu viel Cefotaxim erhalten zu haben, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.
- Betalaktam-Antibiotika, einschließlich Cefotaxim, können zu sogenannten Enzephalopathien führen, die mit zentralnervösen Erregungszuständen, Myoklonien, Krampfanfällen, Verwirrtheit, Bewusstseins- und Bewegungsstörungen einhergehen können. Das Risiko hierfür ist bei Anwendung
- Wenn die Anwendung vergessen wurde
- Eine vergessene Gabe sollte bis zur nächsten regulären Gabe nachgeholt werden.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Cefotaxim bei Schwangeren vor.
- Sie sollten das Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht anwenden, es sei denn, Ihr Arzt hat dies ausdrücklich angeordnet.
- Stillzeit
- Geringe Mengen Cefotaxim gehen in die Muttermilch über. Es besteht das Risiko, dass bei gestillten Kindern Verdauungsprobleme (Durchfall, Pilzinfektionen) oder eine Sensibilisierung auftreten. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie das Stillen beenden oder die Behandlung mit Cefotaxim vermeiden sollten. Dabei wird er sowohl den Nutzen des Stillens für Ihr Kind als auch den Nutzen der Therapie für Sie berücksichtigen.
- Das Arzneimittel muss immer intravernös (ín eine Vene) oder intramuskulär (in einen Muskel) verabreicht werden.
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Cefotaxim sind;
- wenn Sie eine erwiesene Überempfindlichkeit gegen andere Cephalosporine haben;
- wenn Sie nach der Anwendung von Cefotaxim oder anderen Cephalosporinen schon einmal einen schweren Hautausschlag oder Hautabschälungen, Blasenbildung und / oder wunde Stellen im Mund entwickelt haben.
- Wenden Sie das Präparat nicht an oder informieren Sie Ihren Arzt, wenn solche bei Ihnen auftreten.
- wenn Sie früher eine akute oder schwere Überempfindlichkeitsreaktion gegen Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika hatten. Zwischen Penicillinen und Cephalosporinen können Kreuzreaktionen bestehen.
- wenn Arzneimittel mit Lidocain verabreicht werden:
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Lidocain oder andere Lokal-Anästhetika vom Amid-Typ in der Krankengeschichte
- Herzblock ohne Behandlung mit einem Schrittmacher
- schweres Herzversagen
- intravenöse Injektion oder Infusion
- Kleinkinder unter 30 Monaten.
- Anwendung mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.
- Andere Antibiotika
- Die gleichzeitige Anwendung bestimmter anderer Antibiotika kann die Wirkung von Cefotaxim abschwächen. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt, wenn Sie ein anderes Antibiotikum einnehmen oder vor Kurzem eingenommen haben.
- Möglicherweise nierenschädigende Arzneimittel und Diuretika
- Bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, die möglicherweise eine schädigende Wirkung auf die Nieren haben, wie beispielsweise Aminoglykoside (andere Antibiotika) oder stark wirksame entwässernde Arzneimittel (Diuretika, wie z. B. Furosemid), kann Cefotaxim die nierenschädigende Wirkung dieser Arzneimittel verstärken.
- Bei gleichzeitiger Gabe ist die Nierenfunktion zu überwachen (siehe Kategorie "Patientenhinweis").
- Probenecid
- Die gleichzeitige Gabe von Probenecid führt zu einer Erhöhung der Cefotaxim-Konzentration im Serum und damit zu einer Wirkungsverlängerung, weil Probenecid die Ausscheidung von Cefotaxim über die Nieren hemmt. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Probenecid anwenden, insbesondere wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, damit er das gegebenenfalls bei der Dosierung berücksichtigen kann.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Cefotaxim angewendet wird.
- Besondere Vorsicht ist bei der Anwendung von diesem Arzneimittel erforderlich
- Schwere Hautreaktionen, einschließlich Fällen von Stevens-Johnson-Syndrom, toxischer epidermaler Nekrolyse, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), akuter generalisierter exanthematischer Pustulose (AGEP), wurden im Zusammenhang mit einer Behandlung mit Cefotaxim berichtet. Brechen Sie die Anwendung von Cefotaxim ab und begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung, wenn Sie eines oder mehrere der in Kategorie "Nebenwirkungen" beschriebenen Symptome im Zusammenhang mit diesen schweren Hautreaktionen bemerken.
- Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn
- Sie schon einmal eine allergische Kreuzreaktion auf Penicillin oder andere Arzneimittel der Penicillingruppe (Beta-Laktam-Antibiotika) hatten, da Kreuzreaktionen vorkommen können.
- bei Ihnen eine allergische Reaktionsbereitschaft (z. B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Nesselsucht) besteht oder aus Ihrer Vorgeschichte bekannt ist. Sie haben dann ein erhöhtes Risiko für schwerwiegendere (ausnahmsweise auch tödliche) Überempfindlichkeitsreaktionen.
- Wenn Sie ein Gefühl der Enge in der Brust entwickeln, sich schwindlig, unwohl oder schwach fühlen, können dies Anzeichen für eine solche Überempfindlichkeitsreaktion sein.
- Wenn eine Überempfindlichkeitsreaktion auftritt, muss die Behandlung beendet werden.sich während oder bis zu mehreren Wochen nach der Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle entwickeln. Informieren Sie unverzüglich einen Arzt, denn diese Durchfälle können in ihrer schwersten Form (als sogenannte pseudomembranöse Kolitis) unter Umständen tödlich verlaufen und müssen behandelt werden. Nehmen Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmtätigkeit hemmen.
- Sie wissen, dass Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist. Informieren Sie Ihren Arzt, damit er das gegebenenfalls bei der Dosierung berücksichtigen kann. Eine Überwachung Ihrer Nierenfunktion ist erforderlich.
- Sie eine natriumarme (kochsalzarme) Diät einhalten müssen,
- Sie mit Aminoglykosiden (bestimmte andere Antibiotika), Probenecid (wird zur Vorbeugung von Gicht oder gichtbedingter Arthritis eingesetzt und gehört zu Arzneimitteln, die als Urikosurika bekannt sind) oder anderen Arzneimitteln, die die Niere schädigen können, behandelt werden. Die Nierenfunktion muss ärztlich überwacht werden, da es zu einer Verstärkung der nierenschädigenden Wirkung derartiger Substanzen kommen kann und entsprechende Vorsicht geboten ist.
- bei Ihnen Bewegungsstörungen, Krampfanfälle, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen auftreten. Dies können Anzeichen einer sogenannten Enzephalopathie sein. Das Risiko für das Auftreten dieser Nebenwirkung ist bei Anwendung hoher Dosen, bei Überdosierung oder wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist erhöht. Informieren Sie beim Auftreten solcher Reaktionen unverzüglich einen Arzt.
- Ihre Behandlung länger als 7 - 10 Tage dauert. In diesem Fall sollen Blutkontrollen durchgeführt werden, da es zu Veränderungen im Blut kommen kann.
- bei Ihnen Zeichen einer neuen Infektion auftreten (z. B. Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen). Jede Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern führen, die gegen das eingesetzte Arzneimittel unempfindlich sind. Achten Sie auf Zeichen einer neuen Infektion und informieren Sie gegebenenfalls Ihren Arzt.
- Wenn etwas hiervon auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt vielleicht Ihre Behandlung ändern oder Sie besonders beraten wollen.
- Dieses Arzneimittel kann die Ergebnisse von Blut- und Urinuntersuchungen verändern.
- Wenn bei Ihnen Blutuntersuchungen (wie z. B. der Coombs-Test) oder eine Messung des Glucosegehaltes im Urin (der Fehling-Test zum Nachweis reduzierender Zuckerverbindungen) durchgeführt werden, sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie dieses Arzneimittel erhalten, da es zu falschen positiven Ergebnissen kommen kann.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Es gibt kein Anzeichen dafür, dass Cefotaxim die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen schwächt.
- Wenn Sie an eingeschränkter Nierenfunktion leiden, können hohe Dosen von Cefotaxim eine Gehirnstörung mit dem Namen „Enzephalopathie" mit Symptomen wie Verwirrtheit, eingeschränktem Bewusstsein, unnormalen Bewegungen und Krämpfen hervorrufen. Beim Auftreten dieser Symptome sollten Sie selbst kein Auto fahren oder Maschinen bedienen.
Produktinformationen
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig. Um es zu erhalten, benötigen Sie ein ärztliches Rezept. Wie Sie dieses bei uns einlösen können, erfahren Sie auf Rezept einsenden.
1 Flasche
| Cefotaxim natrium | 2,1 g |
|---|---|
| Cefotaxim | 2 g |
| Natrium-Ion | 4,2 mmol |
1 Flasche
| Cefotaxim natrium | 2,1 g |
|---|---|
| Cefotaxim | 2 g |
| Natrium-Ion | 4,2 mmol |
1 Flasche
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