Colchicin Heumann 0,5 Mg Tabletten 30 St
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PZN
19746469
Darreichungsform
Tabletten
Marke
Hersteller
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Gebrauchsinformationen
- Dieses Arzneimittel enthält den Wirkstoff Colchicin. Dieser gehört zur Arzneimittelgruppe der Gichtmittel und wird zur Vorbeugung oder Behandlung eines Gichtanfalls angewendet.
- Bei Gicht ist die Konzentration der Harnsäure im Blut erhöht. Dies kann zu einer Ausfällung von Harnsäurekristallen in der Gelenkflüssigkeit führen. Dieses Arzneimittel hemmt die dadurch verursachte Entzündungsreaktion.
- Dieses Arzneimittel wird bei Erwachsenen angewendet:
- zur Behandlung akuter Gicht
- zur Vorbeugung eines Gichtanfalls während der Einleitung einer Harnsäurespiegel-senkenden Behandlung
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Generell wurde über die folgenden Nebenwirkungen von Colchicin berichtet, die in den meisten Fällen nach kurzfristigem Absetzen oder Verringerung der Colchicin-Dosis verschwinden:
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Magen und Darm: Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Nervensystem: Nervenerkrankungen (Neuropathie), Nervenentzündungen, die mit Schmerzen, Empfindungsstörungen und manchmal einer eingeschränkten Nervenfunktion einhergehen (periphere Neuritis)
- Blutgefäße: Colchicin kann schwerwiegende Veränderungen des Knochenmarks (Knochenmarksdepression) verursachen, die zu einer Veränderung des Blutbildes führen können, wie z. B. einem Mangel an weißen Blutkörperchen (Agranulozytose), begleitet von plötzlichem hohem Fieber, starken Halsschmerzen und Mundgeschwüren und Anämie (aplastische Anämie).
- Haut: Haarausfall, Hautausschlag
- Harnblase: rötlich-braune Verfärbung des Urins (Rhabdomyolyse)
- Skelettsystem und Muskeln: Erkrankung der Muskeln (Myopathie), Muskelschmerzen, Müdigkeit
- Geschlechtsorgane: Ausbleiben der Menstruation über einen Zeitraum von 6 Monaten oder mehr (Amenorrhoe), Auftreten von Schmerzen und/oder Krämpfen während der Menstruation (Dysmenorrhoe), Abnahme der Zahl der Samenzellen in der Samenflüssigkeit (Oligospermie) und völliges Fehlen von Samenzellen im Sperma (Azoospermie)
- Erkrankungen der Leber, Gallenblase und Gallenwege: Leberschäden
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Colchicin ist potentiell toxisch (giftig), daher ist es wichtig, dass Sie die von Ihrem Arzt verschriebene Dosis nicht überschreiten.
- Erwachsene
- Dosierung bei akutem Gichtanfall
- Die empfohlene Dosis beträgt 0,5 mg zwei- bis dreimal täglich. Ihr Arzt kann eventuell eine zusätzliche Dosis von 1 mg für den ersten Tag der Behandlung verschreiben. Die Behandlung sollte beendet werden, wenn den Magen-Darm-Trakt betreffende Nebenwirkungen auftreten, wenn nach 2 bis 3 Tagen keine Wirkung eintritt, oder wenn die Beschwerden abgeklungen sind.
- Dosierung zur Vorbeugung eines Gichtanfalls
- Die empfohlene Dosis beträgt 0,5 mg bis 1 mg pro Tag (abends einzunehmen).
- Dosierung bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
- Bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion beträgt die empfohlene Dosis 1 Tablette (0,5 mg Colchicin) pro Tag. Wenn Sie eine stark eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion haben, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
- Dosierung bei akutem Gichtanfall
- Dauer der Behandlung
- Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viele Tabletten Sie einnehmen und wie lange Sie sie einnehmen sollen.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung der Colchicin-Tabletten zu stark oder nicht stark genug ist.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Wenn Sie eine zu große Menge von Colchicin eingenommen haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Anzeichen einer Vergiftung
- Nach der Einnahme einer zu hohen Dosis von Colchicin-Tabletten treten erst nach mehreren Stunden erste Symptome einer Überdosierung auf. Zu diesen Symptomen zählen ein brennendes Gefühl im Rachen, Magen und auf der Haut, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, blutige Durchfälle, die zu einem zu niedrigen pH-Wert des Blutes führen können, Dehydrierung, Blutdruckabfall und Schock.
- Später, 24 bis 72 Stunden nach der Einnahme einer zu hohen Dosis, können die folgenden lebensbedrohlichen Komplikationen auftreten: Störung des Bewusstseins, möglicherweise mit Wahnvorstellungen (Delirium), Koma, Lähmungen, Atemdepression, Herzstillstand, Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, Schädigung der Nieren und Blutmangel.
- Etwa 7 Tage nach der Einnahme einer zu hohen Dosis kann es zu einem vorübergehenden Anstieg der weißen Blutkörperchen (Leukozytose) und Haarausfall kommen.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie eine weitere, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn es fast Zeit für die nächste Dosis ist, nehmen Sie die vergessene Dosis nicht ein und fahren Sie mit dem verordneten Dosierungsschema fort. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittels plötzlich beenden, können die Symptome, unter denen Sie vor Beginn der Behandlung gelitten haben, wieder auftreten. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, ehe sie in Betracht ziehen die Behandlung zu beenden.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Tierversuche haben gezeigt, dass Colchicin schädlich für das ungeborene Kind ist. Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn Sie im gebärfähigen Alter sind, es sei denn, Sie wenden zuverlässige empfängnisverhütende Maßnahmen an.
- Stillzeit
- Da Colchicin in die Muttermilch übergeht, sollte es nicht angewendet werden, wenn Sie stillen.
- Zum Einnehmen.
- Die Tabletten sind mit einem Glas Wasser einzunehmen.
- Dieses Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Colchicin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
- wenn Sie eine schwere Erkrankung des Blutes haben;
- wenn Sie eine schwere Nierenfunktionsstörung haben;
- wenn Sie eine schwere Leberfunktionsstörung haben;
- wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, es sei denn eine Schwangerschaft ist ausgeschlossen, z. B. wenn Sie eine wirksame Verhütung verwenden.
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.
- Dies gilt auch für Arzneimittel, für die Sie kein Rezept benötigen. Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die das Blutbild beeinflussen oder die Funktion von Leber und Nieren beeinträchtigen.
- Wenn Colchicin zusammen mit einem der folgenden Arzneimittel angewendet wird, ist die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen aufgrund der Colchicin-Toxizität erhöht, und sie können schwerwiegend und lebensbedrohlich sein:
- bestimmte Antibiotika wie Clarithromycin, Erythromycin und Telithromycin (zur Behandlung von Infektionen)
- antivirale Medikamente wie Ritonavir, Atazanavir und Indinavir (zur Behandlung einer HIV-Infektion)
- Ciclosporin (zur Vorbeugung von Organabstoßungen nach einer Transplantation, und zur Behandlung von Psoriasis und rheumatoider Arthritis)
- Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Ketoconazol, Itraconazol und Voriconazol
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen wie Verapamil und Diltiazem
- Wenn Sie eines der oben genannten Arzneimittel einnehmen, wird Ihr Arzt möglicherweise Ihre Dosis von Colchicin anpassen oder Ihre Behandlung mit Colchicin vorübergehend unterbrechen. Wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben und eines der oben genannten Arzneimittel einnehmen, dürfen Sie Colchicin nicht einnehmen.
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker auch, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
- Cimetidin (zur Reduzierung der Magensäure), da es den Colchicin-Spiegel im Blut erhöhen kann
- Tolbutamid (zur Einstellung des Blutzuckers), da es den Colchicin-Spiegel im Blut erhöhen kann
- Vitamin B12 (Cyanocobalamin), da die Aufnahme von Vitamin B12 aus dem Magen-Darm-Trakt durch Colchicin verringert werden kann
- Makrolid-Antibiotika wie Azithromycin (zur Behandlung von Infektionen, die durch Mikroorganismen wie z. B. Bakterien verursacht werden), da sie den Colchicin-Spiegel im Blut erhöhen können
- Statine wie Simvastatin, Fluvastatin oder Pravastatin (Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels), Fibrate (Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels und einiger Fette im Blut), Ciclosporin (entzündungshemmendes auf die Immunantwort wirkendes Arzneimittel) und Digoxin (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen), da die gleichzeitige Anwendung dieser Mittel mit Colchicin zu Muskelerkrankungen (Myopathie) und zum Abbau von Muskelgewebe führen kann, was mit Muskelkrämpfen, Fieber und rötlich-brauner Verfärbung des Urins (Rhabdomyolyse) einhergeht
- Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
- Während der Behandlung mit Colchicin sollten Sie keinen Grapefruitsaft trinken.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Wenn bei Ihnen die ersten Anzeichen bzw. Symptome einer Vergiftung wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall auftreten, beenden Sie die Einnahme von Colchicin und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Es besteht nämlich nur ein geringer Unterschied zwischen einer wirksamen Dosis und einer Dosis, die Symptome einer Arzneimittelvergiftung verursacht.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wenn eine oder mehrere der folgenden Bedingungen auf Sie zutreffen oder in der Vergangenheit zugetroffen haben:
- wenn Sie Probleme mit Ihrer Leber oder Ihren Nieren haben;
- wenn Sie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben;
- wenn Sie Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt haben;
- wenn Sie älter und geschwächt sind;
- wenn Sie eine Erkrankung des Blutes haben.
- Colchicin kann eine schwere Beeinträchtigung der Funktion des Knochenmarks verursachen, die zu einer Abnahme bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose), einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), einer Abnahme der roten Blutkörperchen und des Blutfarbstoffs aufgrund einer unzureichenden Produktion roter Blutkörperchen (aplastische Anämie) führt. Sie müssen regelmäßig Blutproben abgeben, um etwaige Veränderungen zu überwachen.
- Wenn bei Ihnen Symptome auftreten, die auf Blutbildanomalien hindeuten, wie Fieber, Entzündungen im Mund, Halsschmerzen, anhaltende Blutungen, Blutergüsse oder Hautprobleme, beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Dies können Anzeichen dafür sein, dass Sie ernsthafte Probleme mit Ihrem Blut haben. Es müssen sofort Blutuntersuchungen durchgeführt werden.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Über den Einfluss von Colchicin auf die Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen liegen keine Daten vor. Es sollte jedoch die Möglichkeit von Benommenheit bzw. Schläfrigkeit und Schwindel in Betracht gezogen werden.
Produktinformationen
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig. Um es zu erhalten, benötigen Sie ein ärztliches Rezept. Wie Sie dieses bei uns einlösen können, erfahren Sie auf Rezept einsenden.
1 Tabl.
| Colchicin | 0,5 mg |
|---|
1 Tabl.
| Cellulose, mikrokristalline | |
|---|---|
| Lactose-1-Wasser | |
| Lactose | 79 mg |
| Carboxymethylstärke, Natrium Typ A | |
| Magnesium stearat (pflanzlich) |











