Flecainidacetat Stada 100 Mg Tabletten 50 St
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PZN
17848869
Darreichungsform
Tabletten
Marke
Hersteller
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Gebrauchsinformationen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Mögliche Nebenwirkungen sind:
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Schwindel, Sehstörungen wie z. B. Doppeltsehen und Verschwommensehen
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Auftreten einer schwereren Art von Herzrhythmusstörungen oder Zunahme der Häufigkeit oder des Schweregrades bestehender Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit, Schwächegefühl, Müdigkeit, Fieber und Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe (Ödeme)
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Abnahme der roten und weißen Blutkörperchen und Blutplättchen, erhöhte Herzfrequenz bei Patienten mit Vorhofflattern, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Appetitabnahme, Durchfall, Verdauungsstörungen, Blähungen, allergische Hautreaktionen wie z. B. Hautausschlag, Haarverlust
- Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Dinge sehen, hören oder empfinden, die nicht da sind (Halluzinationen), Depression, Verwirrtheit, Angst, Amnesie, Schlaflosigkeit, Kribbeln auf der Haut („Ameisenlaufen"), Koordinationsstörungen, Empfindlichkeitsstörungen, vermehrtes Schwitzen, Ohnmacht, Zittern, Hautrötung, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Nervenstörungen z. B. in Armen und Beinen, Krämpfe, Bewegungsstörungen (Tics), Ohrensausen, Drehschwindel (Vertigo), Lungenentzündung, Erhöhung der Leberenzymwerte mit oder ohne Gelbfärbung der Augen oder der Haut, schwere Nesselsucht)
- Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- erhöhte Spiegel bestimmter Antikörper, die auf eine Autoimmunerkrankung hindeuten (mit oder ohne Entzündungen im Körper), Ablagerungen in der Hornhaut des Auges, erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- bestimmte Veränderungen im EKG (Zunahme des PR- und QRS-Intervalls), Erhöhung der Schrittmacher-Stimulationsschwelle bei Patienten mit Herzschrittmachern oder vorübergehenden Herzschrittmacherelektroden, Beeinträchtigung der Weiterleitung zwischen den Vorhöfen und Herzkammern (AV-Block 2. oder 3. Grades), Aussetzen des Herzschlags, langsamerer oder schnellerer Herzschlag, Verlust der Fähigkeit des Herzens genug Blut in die Körpergewebe zu pumpen, Brustschmerzen, niedriger Blutdruck, Herzinfarkt, bewusste Wahrnehmung des Herzschlags, Unterbrechung des normalen Herzrhythmus (Sinusarrest), lebensbedrohliche unregelmäßige Herzschläge (Kammerflimmern), Auftauchen einer bestimmten vorbestehenden Herzerkrankung (Brugada-Syndrom), welche vor der Behandlung nicht beobachtet wurde, Narbenbildung der Lunge oder Lungenerkrankung (genannt interstitielle Lungenerkrankung, welche zu Atemnot führt), Lebererkrankung, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Das Präparat gehört zu einer Arzneimittelgruppe, die bei Herzrhythmusstörungen wirksam ist (bekannt als Antiarrhythmika). Es hemmt die Reizleitung im Herzen und verlängert die Zeit, während der sich das Herz im Ruhezustand befindet, und führt so wieder zu einer normalen Pumpfähigkeit des Herzens.
- Das Arzneimittel wird angewendet
- bei bestimmten schweren Herzrhythmusstörungen, die sich häufig in Form von starkem Herzklopfen (Palpitationen) oder erhöhter Herzfrequenz (Tachykardie) äußern
- bei schweren Herzrhythmusstörungen, die nicht gut auf die Behandlung mit anderen Arzneimitteln angesprochen haben oder wenn andere Behandlungen nicht vertragen werden.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt wird Ihnen eine entsprechend Ihren persönlichen Bedürfnissen geeignete Dosis verschreiben. Die Behandlung wird in der Regel unter ärztlicher Beobachtung (falls erforderlich im Krankenhaus) begonnen.
- Die allgemeine Dosis dient als Richtwert und beträgt:
- Die übliche Anfangsdosis liegt zwischen 50 und 200 mg. Die Dosis kann von Ihrem Arzt auf maximal 400 mg pro Tag erhöht werden.
- Ältere Patienten
- Ihr Arzt kann Ihnen eine niedrigere Dosis verschreiben. Die Dosis für ältere Patienten sollte 300 mg täglich (oder 150 mg zweimal täglich) nicht überschreiten.
- Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
- Ihr Arzt kann Ihnen eine niedrigere Dosis verschreiben.
- Patienten mit einem dauerhaften Herzschrittmacher
- Die tägliche Dosis darf zweimal täglich 100 mg nicht überschreiten.
- Patienten, die gleichzeitig mit Cimetidin (Arzneimittel gegen Magenbeschwerden) oder Amiodaron (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen) behandelt werden
- Ihr Arzt wird Sie regelmäßig untersuchen; einigen Patienten wird eine niedrigere Dosis verschrieben.
- Während der Behandlung wird Ihr Arzt regelmäßig den Flecainidspiegel im Blut bestimmen, und ein sogenanntes Elektrokardiogramm (EKG) des Herzens durchführen. Ein einfaches EKG muss einmal monatlich und ein ausführlicheres EKG muss alle drei Monate durchgeführt werden. Bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhung wird alle 2 bis 4 Tage ein EKG durchgeführt.
- Bei Patienten, die niedrigere Dosen als die üblicherweise verschriebenen erhalten, muss ein EKG häufiger durchgeführt werden. Der Arzt kann die Dosen in Abständen von 6 bis 8 Tagen anpassen. Bei diesen Patienten wird in der 2. und 3. Woche nach Behandlungsbeginn ein EKG durchgeführt.
- Anwendung bei Kindern
- Diese Tabletten sollten von Kindern unter 12 Jahren nicht eingenommen werden.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Wenn Sie eine Überdosierung vermuten, müssen Sie sofort einen Arzt informieren.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Sollten Sie bemerken, dass Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, holen Sie diese nach, es sei denn, es ist fast Zeit die nächste Dosis einzunehmen. In diesem Fall dürfen Sie die vergessene Dosis nicht zusätzlich einnehmen, sondern Sie sollten Ihren üblichen Zeitplan einhalten. Es ist wichtig, dass Sie die Tabletten nach Ihrem Zeitplan einnehmen. Konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben.
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, um eine vergessene Einnahme auszugleichen.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Wenn Sie die Einnahme plötzlich beenden, werden Sie keine Entzugserscheinungen bekommen. Die Herzrhythmusstörungen werden jedoch nicht mehr wie vorgesehen kontrolliert werden. Beenden Sie daher die Anwendung nie ohne des Wissens Ihres Arztes.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
- Flecainid passiert die Plazenta und geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
- Sie dürfen dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht einnehmen, außer Ihr Arzt hat es Ihnen ausdrücklich empfohlen.
- Nehmen Sie die Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit ein (z. B. Wasser). Die tägliche Dosis wird normalerweise über den Tag verteilt eingenommen.
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Wenn Sie das Arzneimittel gleichzeitig mit bestimmten anderen Arzneimitteln anwenden, können sich diese gelegentlich gegenseitig in ihren Wirkungen und/oder Nebenwirkungen beeinflussen (d. h. es können Wechselwirkungen auftreten).
- Wechselwirkungen können auftreten bei Anwendung dieses Arzneimittels z. B. mit
- Natriumkanalblockern (Antiarrhythmika der Klasse I) wie Disopyramid und Chinidin
- Betablockern wie z. B. Propranolol (Arzneimittel, die die Pumpfunktion des Herzens vermindern)
- Amiodaron (bei Herzerkrankungen); bei einigen Patienten muss die Dosis verringert werden
- Calciumkanalblockern wie Verapamil (senkt den Blutdruck)
- Diuretika, Abführmitteln (Arzneimittel, die die Darmtätigkeit anregen) und Nebennierenrindenhormone (Kortikosteroide): Ihr Arzt wird möglicherweise den Kaliumspiegel in Ihrem Blut überprüfen.
- Mizolastin und Terfenadin (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien, genannt „Antihistaminika")
- Ritonavir, Lopinavir und Indinavir (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen)
- Fluoxetin, Paroxetin und bestimmten anderen Antidepressiva, genannt „trizyklische Antidepressiva"
- Phenytoin, Phenobarbital und Carbamazepin (Arzneimittel gegen Epilepsie): der Abbau von Flecainid kann durch diese Substanzen beschleunigt werden
- Clozapin, Haloperidol und Risperidon (Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Störungen, genannt „Neuroleptika")
- Chinin (Arzneimittel gegen Malaria)
- Terbinafin (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen, genannt „Antimykotikum")
- Cimetidin (ein Antazidum): dies kann die Wirkung von Flecainid verstärken
- Bupropion (Arzneimittel zur Raucherentwöhnung)
- Digoxin (Arzneimittel zur Anregung der Herztätigkeit); Flecainid kann den Digoxinspiegel im Blut erhöhen.
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen. Dies gilt auch für nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel, pflanzliche oder natürliche Arzneimittel.
- Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln
- Milchprodukte (Milch, Säuglingsmilchnahrung und möglicherweise Joghurt) können die Aufnahme von Flecainid bei Kindern und Säuglingen vermindern. Flecainid ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren zugelassen. Dennoch wurden bei Kindern, die ihren Milchkonsum einschränkten, und bei Säuglingen, die von Milchnahrung auf Traubenzuckernahrung umgestellt wurden, während der Behandlung mit Flecainid schädliche Wirkungen berichtet.
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Flecainid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie an einer anderen Herzerkrankung leiden, die sich von der Herzerkrankung unterscheidet, für die Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Wenn Sie nicht ganz sicher sind oder wenn Sie zusätzliche Informationen wünschen, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- wenn Sie auch bestimmte andere Antiarrhythmika einnehmen (Natriumkanalblocker wie Disopyramid und Chinidin).
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie das Arzneimittel einnehmen
- wenn Ihre Leberfunktion und/oder Nierenfunktion beeinträchtigt ist, da es zu einer Zunahme der Konzentration von Flecainid im Blut kommen kann. In diesem Fall sollte Ihr Arzt die Konzentration von Flecainid im Blut regelmäßig überprüfen.
- wenn Sie dauerhaft einen Herzschrittmacher oder vorübergehend Herzschrittmacherelektroden haben.
- wenn bei Ihnen nach einer Herzoperation Herzrhythmusstörungen aufgetreten sind.
- wenn Sie an einer starken Erniedrigung der Herzfrequenz (Bradykardie) oder ausgeprägten Erniedrigung des Blutdrucks (Hypotonie) leiden.
- wenn Sie einen Herzinfarkt hatten.
- Diese Beschwerden sollten vor der Anwendung von Flecainid ausgeglichen werden.
- Ein erniedrigter oder erhöhter Kaliumspiegel im Blut kann die Wirkung beeinflussen. Die Kaliumspiegel sollten vor der Anwendung ausgeglichen werden.
- Kinder unter 12 Jahren
- Flecainid ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren zugelassen. Jedoch wurde während der Behandlung mit Flecainid über Flecainid-Toxicität bei Kindern berichtet, die ihren Milchkonsum einschränkten, und bei Säuglingen, die von Milchnahrung auf Traubenzuckernahrung umgestellt wurden.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie das Arzneimittel einnehmen
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Wenn Sie an Nebenwirkungen wie z. B. Schwindel, Doppelt- oder Verschwommensehen leiden oder wenn Sie eine leichte Benommenheit verspüren, kann Ihre Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sein. Dies kann in Situationen gefährlich sein, die Konzentration und Aufmerksamkeit erfordern, wie z. B. Teilnahme am Straßenverkehr, Bedienen gefährlicher Maschinen oder Arbeiten in der Höhe. Wenn Sie nicht sicher sind, ob dieses Arzneimittel eine nachteilige Wirkung auf Ihre Verkehrstüchtigkeit hat, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
Produktinformationen
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig. Um es zu erhalten, benötigen Sie ein ärztliches Rezept. Wie Sie dieses bei uns einlösen können, erfahren Sie auf Rezept einsenden.
1 Tabl.
| Flecainid acetat | 100 mg |
|---|---|
| Flecainid | 87,34 mg |
1 Tabl.
| Croscarmellose natrium | |
|---|---|
| Magnesium stearat | |
| Maisstärke, vorverkleistert | |
| Maisstärke | |
| Cellulose, mikrokristalline |











