Kurkuma: Zwischen Heilkraft, Forschung und Hype

Kurkuma, auch bekannt als Gelbwurzel oder „Gelber Ingwer“, wird seit Jahrhunderten in der ayurvedischen und traditionellen asiatischen Medizin verwendet. In Europa hat es sich längst einen Platz als Superfood erobert. Besonders im Fokus steht dabei der Inhaltsstoff Curcumin, dem zahlreiche gesundheitliche Wirkungen nachgesagt werden. Doch wie zuverlässig sind diese Versprechen? Und was bewirkt Kurkuma tatsächlich im Körper?

Eine Schüssel mit Kurkuma und Kurkumawurzeln
Die wichtigsten Infos im Überblick
  • Curcumin ist der wichtigste Wirkstoff in Kurkuma und wird traditionell zur Unterstützung von Verdauung, Leberfunktion und Wohlbefinden eingesetzt.
  • Viele gesundheitliche Wirkungen von Kurkuma sind bisher nur im Labor oder Tiermodell belegt – beim Menschen fehlen oft aussagekräftige Studien.
  • Die Bioverfügbarkeit von Curcumin ist gering, lässt sich aber durch Zusätze wie Piperin (schwarzer Pfeffer) oder liposomale Formulierungen deutlich erhöhen.
  • Eine tägliche Einnahme von bis zu 3 g Kurkumapulver gilt als unbedenklich – höhere Dosierungen sollten ärztlich begleitet erfolgen.