ROCURONIUMBROMID Hikma 10 mg/ml Inj.-/Inf.-Lsg. 10X5 ml
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PZN
10984167
Darreichungsform
Injektions-/Infusionslösung
Marke
Hersteller
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Gebrauchsinformationen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Wenn diese Nebenwirkungen während Sie unter Narkose sind auftreten, werden sie von Ihrem Arzt bemerkt und behandelt.
- Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- das Arzneimittel ist zu wirksam oder nicht wirksam genug
- das Arzneimittel wirkt länger als erwartet
- Abfall des Blutdrucks
- Beschleunigung des Herzschlags
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- allergische Reaktionen (Hypersensitivität) (wie Schwierigkeit beim Atmen, Kreislaufkollaps oder Schock)
- pfeifende Atmung
- Muskelschwäche
- plötzliches Fieber mit schnellem Herzschlag, schnelles Atmen und Steifigkeit, Schmerzen und/oder Muskelschwäche
- Schwellung, Ausschlag oder Rötung der Haut
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Schwerer, allergisch bedingter Krampf (Spasmus) der Herzkranzgefäße (Kounis-Syndrom), der zu Brustschmerzen (Angina) oder einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) führt.
- Wenn eine Nebenwirkung schwerwiegend wird oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind, wenden Sie sich an Ihren Anästhesisten, Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Das Präparat gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Muskelrelaxanzien bezeichnet werden.
- Muskelrelaxanzien werden während einer Operation im Rahmen der Allgemeinnarkose eingesetzt. Wenn Sie operiert werden, muss Ihre Muskulatur ganz entspannt sein. Das erleichtert es dem Chirurgen, die Operation durchzuführen.
- Normalerweise senden die Nerven über Impulse Botschaften an die Muskeln. Das Arzneimittel wirkt, in dem es diese Impulse blockiert, so dass die Muskulatur sich entspannt. Da Ihre Atemmuskulatur auch entspannt, werden Sie Hilfe zum Atmen (künstliche Beatmung) während und nach der Operation brauchen, bis sie wieder selbstständig atmen können.
- Während der Operation wird Ihr Anästhesist den Effekt der Muskelentspannung beobachten und Ihnen wenn nötig mehr geben. Am Ende der Operation wird der Effekt nachlassen und Sie werden beginnen wieder selbstständig zu atmen. Manchmal wird Ihr Anästhesist Ihnen ein anderes Arzneimittel geben, um dies zu beschleunigen.
- Das Arzneimittel kann auch auf Intensivstationen eingesetzt werden, um eine Muskelentspannung zu gewährleisten.
- Dosierung:
- Ihr Anästhesist wird über die Dosis entscheiden, basierend auf:
- der Art des Anästhetikums (Narkosemittels)
- der voraussichtlichen Länge der Operation
- anderen Arzneimitteln, die Sie nehmen
- Ihrem Gesundheitszustand
- Die empfohlene Dosis beträgt 0,6 mg je kg Körpergewicht. Die Wirkung hält 30-40 Minuten an.
- Ihr Anästhesist wird über die Dosis entscheiden, basierend auf:
- Wenn Sie eine größere Menge erhalten haben, als Sie sollten
- Da Ihr Anästhesist Ihren Zustand sorgfältig überwacht, ist es unwahrscheinlich, dass Sie zu viel des Arzneimittels erhalten. Sollte dies jedoch der Fall sein, wird Ihr Anästhesist die künstliche Beatmung so lange fortführen, bis Sie wieder selbständig atmen. Sie werden während dieser Zeit schlafend gehalten.
- Informieren Sie Ihren Anästhesisten, wenn Sie schwanger sind, vermuten schwanger zu sein oder stillen.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Ihr Anästhesist kann Ihnen trotzdem das Arzneimittel geben, aber Sie müssen dies vorher besprechen.
- Das Arzneimittel kann Ihnen während eines Kaiserschnitts gegeben werden.
- Nach Verabreichung dieses Arzneimittels sollte in den folgenden 6 Stunden nicht gestillt werden.
- Das Arzneimittel wird Ihnen von Ihrem Anästhesisten verabreicht. Es wird Ihnen intravenös (in eine Vene) entweder als einmalige Injektion oder als Dauerinfusion (Tropf) injiziert.
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch (hypersensitiv) gegen Rocuronium, Bromidionen oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Anästhesisten, wenn dies auf Sie zutrifft.
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies beinhaltet auch pflanzliche Arzeimittel und Arzneimittel, die Sie ohne Rezept erhalten haben. Andere Arzneimittel können die Wirkung dieses Arzneimittels beeinflussen oder umgekehrt:
- Arzneimittel, die die Wirkung dieses Arzneimittels verstärken:
- bestimmte Antibiotika
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen oder Bluthochdruck (wassertreibende Tabletten, Kalziumkanalblocker, Betablocker und Chinidin)
- bestimmte entzündungshemmende Arzneimittel (Kortikosteroide)
- Arzneimittel gegen manisch-depressive Erkrankungen (Bipolare Störung)
- Magnesiumsalze
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Malaria
- Arzneimittel, die die Wirkung dieses Arzneimittels vermindern:
- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie
- Kalziumchlorid und Kaliumchlorid
- bestimmte Proteasehemmer, genannt Gabexat und Ulinastatin
- Arzneimittel, die die Wirkung dieses Arzneimittels verstärken:
- Es ist möglich, dass Sie vor oder während der Operation andere Arzneimittel erhalten, die die Wirkungen des Arzneimittels beeinflussen können. Hierzu gehören bestimmte Narkosemittel, andere Muskelrelaxanzien, Arzneimittel wie Phenytoin und Arzneimittel, die die Wirkung von diesem Präparat umkehren.
- Dieses Arzneimittel kann dazu führen, dass manche Narkosemittel schneller wirken.
- Ihr Anästhesist wird das berücksichtigen, wenn er die für Sie geeignete Dosis festlegt.
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies beinhaltet auch pflanzliche Arzeimittel und Arzneimittel, die Sie ohne Rezept erhalten haben. Andere Arzneimittel können die Wirkung dieses Arzneimittels beeinflussen oder umgekehrt:
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor das Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird:
- wenn Sie allergisch gegen Muskelrelaxanzien sind
- wenn Sie eine Nieren-, Herz-, Leber- oder Gallenerkrankung haben
- wenn Sie eine Erkrankung haben, die die Nerven und Muskulatur betrifft
- wenn Sie eine Wasseransammlung (Ödem) haben
- wenn Sie eine maligner Hyperthermie in der Vorgeschichte (plötzlich auftretendes Fieber mit Herzrasen, erhöhter Atemfrequenz, Muskelsteifigkeit, Muskelschmerzen und/oder Muskelschwäche) hatten.
- wenn Sie einen seltenen Tumor der Nebennieren (Phäochromozytom) haben; dies kann das Risiko für einen stark erhöhten Blutdruck vergrößern.
- Sprechen Sie mit Ihrem Anästhesisten, wenn dies auf Sie zutrifft.
- Einige Zustände können den Effekt des Arzneimittels beeinflussen - zum Beispiel:
- niedriger Kalziumspiegel im Blut,
- niedriger Kaliumspiegel im Blut,
- hoher Magnesiumspiegel im Blut,
- niedriger Eiweißgehalt im Blut,
- zu hoher Kohlendioxidgehalt im Blut,
- starker Flüssigkeitsverlust, zum Beispiel durch Erbrechen, wenn Sie Durchfall haben oder durch Schwitzen,
- verstärkte Atmung mit der Folge eines Absinkens des Kohlendioxidgehalts im Blut (Alkalose),
- allgemeine schlechte Gesundheit,
- Verbrennungen,
- starkes Übergewicht (Adipositas),
- sehr niedrige Körpertemperatur (Hypothermie),
- Wenn einer dieser Zustände auf Sie zutrifft, wird Ihr Anästhesist dies bei der Festlegung Ihrer Dosierung berücksichtigen.
- Kinder und ältere Patienten
- Das Arzneimittel kann bei Kindern (Neugeborene und Jugendliche) und Älteren angewendet werden. Ihr Anästhesist wird aber zuerst Ihre Krankengeschichte beurteilen.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor das Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird:
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Führen Sie kein Fahrzeug oder bedienen Sie keine Maschinen, bis Ihnen gesagt wurde, dass dies sicher möglich ist.
- Da Ihnen das Arzneimittel im Rahmen einer allgemeinen Narkose gegeben wurde, können Sie sich einige Zeit danach müde, schwach oder schwindelig fühlen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange die Wirkung voraussichtlich anhält.
Produktinformationen
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig. Um es zu erhalten, benötigen Sie ein ärztliches Rezept. Wie Sie dieses bei uns einlösen können, erfahren Sie auf Rezept einsenden.
1 Glasflasche = 5 ml Lsg.
| Rocuronium bromid | 50 mg |
|---|---|
| Rocuronium-Kation | 43,45 mg |
1 Glasflasche = 5 ml Lsg.
| Natriumacetat-3-Wasser | |
|---|---|
| Natriumchlorid | |
| Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung | |
| Natrium-Ion insgesamt | 0,46 mmol |
| Essigsäure zur pH-Wert-Einstellung | |
| Wasser für Injektionszwecke |











