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Talidat Kaupastillen 100 St
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Gebrauchsinformationen
Produktinformationen
Talidat Kaupastillen gegen Sodbrennen 500 mg
Talidat Kaupastillen gegen Sodbrennen sind ein Arzneimittel zum Binden überschüssiger Magensäure (Antazidum) und werden zur symptomatischen Behandlung von Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden eingesetzt. Jede Kaupastille enthält 500 mg des Wirkstoffs Hydrotalcit mit einer definierten Neutralisationskapazität gegenüber Magensäure. Das Präparat ist für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene geeignet und darf bei Kindern bis 12 Jahren nicht angewendet werden. Talidat Kaupastillen gegen Sodbrennen sind nahezu natriumfrei, enthalten jedoch Maltitol und eine geringe Menge Alkohol (Ethanol).
Anwendung und Dosierung
Für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene beträgt die empfohlene Dosis mehrmals täglich 1–2 Kaupastillen, maximal jedoch 8 Kaupastillen pro Tag. Die Einnahme erfolgt 1 bis 2 Stunden nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen bzw. bei Bedarf, wenn säurebedingte Magenbeschwerden auftreten. Die Pastillen sollen vor dem Schlucken gut zerkaut werden. Nehmen Sie Talidat immer genau wie in der Packungsbeilage beschrieben ein und überschreiten Sie weder Einzeldosis noch Tageshöchstdosis. Die Anwendung sollte ohne ärztlichen Rat nicht länger als 14 Tage erfolgen; wenn sich Ihre Beschwerden nicht bessern oder verschlechtern, suchen Sie bitte Ihre Arztpraxis auf.
Wichtige Warnhinweise
Talidat Kaupastillen gegen Sodbrennen dürfen nicht eingenommen werden, wenn eine Allergie gegen Hydrotalcit oder einen der sonstigen Bestandteile besteht, bei schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) oder bei erniedrigten Phosphat-Blutspiegeln (Hypophosphatämie). Bei länger anhaltenden oder wiederkehrenden Magenbeschwerden, Teerstuhl, Blut im Stuhl oder Erbrechen von Blut muss unverzüglich eine Arztpraxis aufgesucht werden, da dies Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung sein können. Patienten mit Nieren- oder Lebererkrankungen dürfen Talidat nicht langfristig in hohen Dosen einnehmen; hier sind regelmäßige ärztliche Kontrollen (z. B. Aluminiumspiegel) erforderlich. Eine langfristige Einnahme, insbesondere bei phosphatarmer Ernährung, sollte vermieden werden, da ein Risiko für Phosphatmangel und Knochenveränderungen (Osteomalazie) besteht. Bei bekannter Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern ist vor der Einnahme Rücksprache mit einer Arztpraxis oder Apotheke erforderlich.
Wechselwirkungen und Einnahmehinweise
Talidat kann die Aufnahme verschiedener anderer Arzneimittel aus dem Magen-Darm-Trakt vermindern, z. B. von Herzglykosiden, Tetrazyklinen, Chinolonen (z. B. Ciprofloxazin), H2-Rezeptor-Inhibitoren, Cumarin-Derivaten, Natriumfluoriden und Chenodesoxycholaten. Daher sollten andere Arzneimittel in der Regel 1–2 Stunden vor oder nach Talidat eingenommen werden. Die gleichzeitige Einnahme mit säurehaltigen Getränken wie Obstsäften oder Wein sowie mit Lebensmitteln oder Brausetabletten, die Zitronen- oder Weinsäure enthalten, erhöht die Aluminiumaufnahme aus dem Darm und sollte vermieden werden. Bei Fragen zur Kombination mit anderen Arzneimitteln wenden Sie sich an Ihre Arztpraxis oder Ihre Apotheke.
Schwangerschaft und Stillzeit
In Schwangerschaft und Stillzeit darf Talidat nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und nur kurzfristig angewendet werden, um eine mögliche Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden. Während der Schwangerschaft sollten die eingenommenen Mengen so gering wie möglich gehalten werden. Aluminiumverbindungen gehen in die Muttermilch über, es wird jedoch nur eine sehr geringe Menge aufgenommen, sodass ein Risiko für das Neugeborene nach derzeitigem Kenntnisstand nicht anzunehmen ist. Wenn Sie schwanger sind, stillen, eine Schwangerschaft vermuten oder planen, lassen Sie sich vor der Einnahme in Ihrer Arztpraxis oder Apotheke beraten.
Mögliche Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Präparat Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Selten können bei hoher Dosierung breiige Stühle oder Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Durchfall) sowie ein Phosphatmangelsyndrom auftreten. Nicht bekannte Häufigkeiten betreffen u. a. erhöhte Magnesiumspiegel im Blut (Hypermagnesiämie), schmerzhafte Knochenerweichung (Osteomalazie), Störungen der Hirnfunktion (Enzephalopathie) oder Demenz. Sehr selten kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Arztpraxis oder Ihre Apotheke.


Erfahrungen und Bewertungen zu Talidat Kaupastillen 100 St
Die Produktbewertungen beinhalten die persönlichen Erfahrungen unserer Kunden. Sie sind kein Ersatz für die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Bei länger anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden suchen Sie bitte stets einen Arzt auf.
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