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Toviaz 4 mg Retardtabletten 100 St
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Gebrauchsinformationen
Produktinformationen
Tabletten bei überaktiver Blase (Wirkstoff: Fesoterodinfumarat)
Dieses verschreibungspflichtige Arzneimittel mit dem Wirkstoff Fesoterodinfumarat wird zur Behandlung einer überaktiven Blase bei Erwachsenen eingesetzt. Es hilft, die Aktivität der Blasenmuskulatur zu vermindern und so Beschwerden wie plötzlichen Harndrang, häufiges Wasserlassen und ungewollten Urinverlust (Dranginkontinenz) zu reduzieren. Das Medikament ist nicht zur Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit empfohlen und darf bei bekannter Allergie gegen Fesoterodin, Erdnuss oder Soja nicht eingenommen werden.
Anwendung und Dosierung
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt in der Regel eine 4-mg-Retardtablette einmal täglich. Je nach Ansprechen kann Ihre Ärztin/Ihr Arzt die Dosis auf eine 8-mg-Retardtablette einmal täglich erhöhen. Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit einem Glas Wasser; sie darf nicht zerkaut oder zerteilt werden. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Es kann hilfreich sein, die Tablette täglich zur gleichen Uhrzeit einzunehmen, um die regelmäßige Anwendung zu erleichtern. Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, holen Sie diese sobald wie möglich nach, nehmen Sie jedoch nicht mehr als eine Tablette pro Tag ein und verdoppeln Sie die Dosis nicht. Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Arztpraxis ab, da die Beschwerden der überaktiven Blase sonst wiederkehren oder sich verstärken können.
Wichtige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Das Arzneimittel darf unter anderem nicht eingenommen werden, wenn Sie Ihre Blase nicht vollständig entleeren können, wenn sich Ihr Magen nur langsam entleert, bei unbehandeltem oder unzureichend behandeltem Engwinkelglaukom, bei schwerer Muskelschwäche (Myasthenia gravis), schweren Entzündungen im Dickdarm (schwere Colitis ulcerosa), akuter Dickdarmerweiterung (toxisches Megakolon) oder schweren Leberproblemen. Es ist ebenfalls kontraindiziert, wenn Sie bei bestehenden Nieren- oder mäßigen bis schweren Lebererkrankungen bestimmte andere Arzneimittel einnehmen (z. B. einige Mittel gegen Pilzinfektionen, HIV oder bakterielle Infektionen). Besondere Vorsicht ist erforderlich bei Problemen mit der vollständigen Blasenentleerung (z. B. Prostatavergrößerung), starker Verstopfung, bestimmten Augenerkrankungen, schweren Nieren- oder Lebererkrankungen, autonomen Neuropathien sowie Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Bei bekannten Herzproblemen (z. B. QT-Verlängerung im EKG, langsamer Puls, ischämische Herzerkrankung, Herzschwäche oder niedrige Kaliumwerte) sollten Sie vor der Einnahme unbedingt Ihre Arztpraxis informieren.
Verkehrstüchtigkeit und mögliche Nebenwirkungen
Das Arzneimittel kann verschwommenes Sehen, Schwindel und Schläfrigkeit verursachen. Wenn diese Beschwerden auftreten, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen. Sehr häufig kommt es zu Mundtrockenheit, die meist leicht bis mäßig ausgeprägt ist und das Kariesrisiko erhöhen kann; eine sorgfältige Zahnpflege ist daher wichtig. Häufige Nebenwirkungen sind unter anderem trockene Augen, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Schmerzen oder Anstrengung beim Wasserlassen, Schwindel, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Durchfall, Übelkeit, Schlafstörungen und trockene Kehle. Gelegentlich können unter anderem Harnwegsinfektionen, Schläfrigkeit, Hautreaktionen, Blähungen, verzögertes oder erschwertes Wasserlassen, starke Müdigkeit, Herzklopfen, Leberprobleme, Husten, trockene Nase, Halsschmerzen, saures Aufstoßen und Sehstörungen auftreten. Selten wurden Nesselsucht und Verwirrtheit beobachtet. Bei Schwellungen im Gesicht, Mund oder Hals (möglicher Hinweis auf eine schwere allergische Reaktion) beenden Sie die Einnahme und wenden Sie sich umgehend an Ihre Arztpraxis.
Zutaten
Wirkstoff: Fesoterodinfumarat (Retardtabletten mit 4 mg oder 8 mg Fesoterodinfumarat, entsprechend 3,1 mg bzw. 6,2 mg Fesoterodin). Weitere Bestandteile: Xylitol, Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Glyceroldibehenat, Talkum, Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E 171), Macrogol (3350), entölte Phospholipide aus Sojabohnen, Indigocarmin, Aluminiumsalz (E 132). Aufgrund des Lactose- und Sojaölgehalts ist das Arzneimittel bei Lactoseunverträglichkeit nur nach ärztlicher Rücksprache anzuwenden und bei Allergie gegen Erdnuss oder Soja kontraindiziert.
Aufbewahrung
Bewahren Sie das Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Lagern Sie es in der Originalverpackung, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen, und nicht über 25 °C. Verwenden Sie das Produkt nicht mehr nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum. Entsorgen Sie nicht mehr benötigte Tabletten nicht über den Hausmüll oder das Abwasser, sondern fragen Sie in Ihrer Apotheke nach einer geeigneten Entsorgungsmöglichkeit.
- Arzneimittel gegen überaktive Blase bei Erwachsenen mit den Beschwerden Harndrang, häufigem Wasserlassen und Dranginkontinenz.
- Einmal tägliche Einnahme als Retardtablette (4 mg, ggf. Erhöhung auf 8 mg) – Tablette unzerkaut mit Wasser schlucken.
- Nicht anwenden bei Allergie gegen Fesoterodin, Erdnuss oder Soja, bei bestimmten schweren Magen-, Darm-, Blasen-, Leber- und Augenerkrankungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit.
- Häufige Nebenwirkungen: Mundtrockenheit, Verstopfung, Schwindel, Verdauungsbeschwerden; kann Schläfrigkeit und Sehstörungen verursachen – Vorsicht im Straßenverkehr.











