TranexamsÄure Kabi 10 Mg/ml Infusionslösung 10X50 ml
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PZN
19645053
Darreichungsform
Infusionslösung
Marke
Hersteller
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Gebrauchsinformationen
- Das Arzneimittel enthält Tranexamsäure, die zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als Antihämorragika, Antifibrinolytika und Aminosäuren bezeichnet werden.
- Tranexamsäure wird bei Erwachsenen und Kindern über 1 Jahr zur Vorbeugung und Behandlung von Blutungen eingesetzt, die durch einen die Blutgerinnung hemmenden Prozess, genannt Fibrinolyse, verursacht werden.
- Zu den spezifischen Anwendungsgebieten gehören:
- Starke Monatsblutungen bei Frauen,
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich,
- Blutungen bei Harnwegserkrankungen, nach Prostataoperationen oder Operationen am Harntrakt,
- Operationen an Ohren, Nase oder Rachen,
- Operationen am Herzen, im Bauchraum oder gynäkologische Eingriffe,
- Blutungen, die durch Arzneimittel zur Auflösung von Blutgerinnseln verursacht wurden.
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Die folgenden Nebenwirkungen wurden beobachtet:
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Auswirkungen auf den Magen-Darm-Bereich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
- Auswirkungen auf die Haut: Hautausschlag
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Unwohlsein mit Hypotonie (niedrigem Blutdruck), mit oder ohne Bewusstlosigkeit besonders dann, wenn die Injektion zu schnell erfolgte
- Blutgerinnsel
- Auswirkungen auf das Nervensystem: Krampfanfälle
- Auswirkungen auf die Augen: Sehstörungen einschließlich Störungen des Farbsehens
- Auswirkungen auf das Immunsystem: allergische Reaktionen
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Dieses Arzneimittel wird Ihnen von einem Arzt oder dem medizinischem Fachpersonal verabreicht. Es wird Ihnen nur als langsame Infusion in eine Vene verabreicht und darf nicht über einen anderen Verabreichungsweg gegeben werden.
- Ihr Arzt wird die für Sie richtige Dosierung festlegen und entscheiden, wie lange sie bei Ihnen angewendet wird.
- Anwendung bei Kindern
- Bei Anwendung von diesem Präparat bei Kindern über 1 Jahr orientiert sich die Dosierung am Gewicht des Kindes. Ihr Arzt wird die für das Kind richtige Dosierung festlegen und entscheiden, wie lange das Arzneimittel dem Kind verabreicht wird.
- Anwendung bei älteren Patienten
- Eine Verringerung der Dosis ist nur notwendig, wenn ein Hinweis auf eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegt.
- Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, wird Ihre Tranexamsäure-Dosis anhand eines Bluttests festgelegt werden (Serumkreatininspiegel).
- Anwendung bei Patienten mit Leberproblemen
- Es ist keine Verringerung der Dosis notwendig.
- Wenn bei Ihnen eine größere Menge angewendet wurde als vorgesehen
- Wenn bei Ihnen eine größere Menge angewendet wurde als vorgesehen, kann es zu einem vorübergehenden Blutdruckabfall kommen. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung von diesem Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Stillzeit
- Tranexamsäure geht in die Muttermilch über. Daher wird die Anwendung bei stillenden Frauen nicht empfohlen.
- Fortpflanzungsfähigkeit
- Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, bitten Sie Ihren Arzt oder Apotheker sicherzustellen, dass Sie eine wirksame Verhütungsmethode anwenden.
- Zur intravenösen Anwendung (Tropf in eine Vene).
- Das Präparat darf nur langsam in eine Vene verabreicht werden.
- Es darf nicht in die Muskulatur oder die Wirbelsäule injiziert werden.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischem Fachpersonal, bevor Sie dieses Arzneimittel erhalten.
- Dieses Arzneimittel darf Ihnen NUR direkt in eine Vene gegeben werden, entweder als intravenöse Infusion (i.v.) oder intravenöse Injektion (i.v. Bolusgabe). Dieses Arzneimittel darf nicht in die Wirbelsäule, epidural (um das Rückenmark herum) oder in das Gehirn verabreicht werden. Es wurde über schwerwiegende Schäden berichtet, wenn dieses Arzneimittel in die Wirbelsäule verabreicht wurde (intrathekale Anwendung). Wenn Sie während oder kurz nach der Verabreichung dieses Arzneimittels Schmerzen im Rücken oder in den Beinen bemerken, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie glauben, dass eine der nachfolgend genannten Gegebenheiten auf Sie zutrifft, damit er entscheiden kann, ob Tranexamsäure für Sie geeignet ist:
- Wenn Sie Blut im Urin hatten, kann das Präparat zu einem Verschluss der Harnwege führen.
- Wenn bei Ihnen das Risiko von Blutgerinnseln besteht. Das Risiko für das Auftreten von Blutgerinnseln kann bei Patientinnen, die orale Verhütungsmittel (Kontrazeptiva) anwenden, erhöht sein.
- Wenn Sie ausgeprägte Blutgerinnsel oder Blutungen im ganzen Körper haben (disseminierte intravasale Gerinnung), kann es sein, dass Tranexamsäure für Sie nicht geeignet ist, es sei denn, Sie haben eine akute starke Blutung und Bluttests haben gezeigt, dass ein Prozess, der die Blutgerinnung hemmt (Fibrinolyse), aktiviert ist.
- Wenn Sie bereits einmal Krampfanfälle hatten, darf dieses Arzneimittel nicht angewendet werden. Zur Vermeidung von Krampfanfällen bei der Anwendung muss Ihr Arzt die geringstmögliche Dosis verabreichen.
- Wenn Sie Tranexamsäure über einen längeren Zeitraum anwenden, ist besonders auf eine mögliche Störung des Farbsehens zu achten und die Behandlung falls erforderlich abzubrechen. Bei kontinuierlicher Langzeitanwendung sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen (Augenuntersuchungen einschließlich Sehschärfe, Farbsehen, Augenhintergrund, Gesichtsfeld etc.) angezeigt. Bei krankhaften Augenveränderungen, insbesondere bei Erkrankungen der Netzhaut, muss Ihr Arzt die Notwendigkeit einer Langzeitanwendung von diesem Präparat für Ihren Einzelfall zusammen mit einem Facharzt überprüfen.
- Kinder und Jugendliche
- Wird das Arzneimittel einem Kind ab 1 Jahr gegeben, richtet sich die Dosis nach dem Gewicht des Kindes. Ihr Arzt entscheidet, welche Dosis für das Kind richtig ist und wie lange es angewendet werden soll.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Es wurden keine Studien zur Verkehrstüchtigkeit und zur Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Tranexamsäure oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie derzeit eine Erkrankung haben, die zu Blutgerinnseln führt.
- wenn Sie an einer sogenannten „Verbrauchskoagulopathie" leiden, bei dem Blut im gesamten Körper anfängt zu gerinnen.
- wenn Sie Nierenprobleme haben.
- wenn Sie bereits einmal Krampfanfälle hatten.
- Wegen der Gefahr von Krampfanfällen und Hirnschwellung darf das Präparat nicht in die Wirbelsäule (intrathekale Anwendung), epidural (um das Rückenmark herum) oder in das Gehirn (intrazerebrale Anwendung) verabreicht werden.
- Wenn Sie glauben, dass hiervon etwas auf Sie zutrifft, oder wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, sprechen Sie vor einer Behandlung mit Ihrem Arzt.
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
- Weisen Sie Ihren Arzt speziell darauf hin, dass Sie
- andere Arzneimittel zur Steigerung der Blutgerinnung anwenden, so genannte Antifibrinolytika
- andere Arzneimittel zur Vermeidung von Blutgerinnseln anwenden, so genannte Thrombolytika
- hormonhaltige Verhütungsmittel einnehmen.
Produktinformationen
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig. Um es zu erhalten, benötigen Sie ein ärztliches Rezept. Wie Sie dieses bei uns einlösen können, erfahren Sie auf Rezept einsenden.
1 Flasche = 0,05 l Lsg.
| Tranexamsäure | 500 mg |
|---|
1 Flasche = 0,05 l Lsg.
| Natriumchlorid | |
|---|---|
| Natrium-Ion | 5,99 mmol |
| Wasser für Injektionszwecke |










