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Tyverb 250 mg Filmtabletten 70 St

Derzeit nicht verfügbar
PZN
09615482
Darreichungsform
Filmtabletten
Marke
Hersteller

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Produktinformationen

Tyverb 250 mg Filmtabletten (Lapatinib)

Tyverb 250 mg Filmtabletten enthalten den Wirkstoff Lapatinib und werden zur Behandlung bestimmter HER2-überexprimierender, fortgeschrittener oder metastasierter Brustkrebsarten angewendet. Das Arzneimittel wird immer in Kombination mit anderen Krebsmedikamenten eingesetzt und kann das Wachstum von Krebszellen verlangsamen, stoppen oder diese abtöten. Es ist verschreibungspflichtig und darf nur nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Tyverb ist nicht zur Selbstmedikation geeignet und darf nicht an andere Personen weitergegeben werden.

Anwendungsgebiete

Tyverb wird in Kombination mit Capecitabin bei Patientinnen und Patienten eingesetzt, die bereits eine Behandlung ihres fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebses erhalten haben, einschließlich einer Therapie mit Trastuzumab. In Kombination mit Trastuzumab wird Tyverb bei hormonrezeptor-negativem, metastasiertem Brustkrebs angewendet, wenn bereits andere Behandlungen erfolgt sind. Zudem kann Tyverb zusammen mit einem Aromatase-Inhibitor bei hormonabhängigem, metastasiertem Brustkrebs eingesetzt werden, wenn aktuell keine Chemotherapie vorgesehen ist. Informationen zu den jeweils kombinierten Arzneimitteln entnehmen Sie bitte deren eigener Gebrauchsinformation.

Anwendung und Dosierung

Nehmen Sie Tyverb immer genau nach Anweisung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes ein. Die empfohlene Tagesdosis hängt von der Kombinationstherapie ab: 5 Tabletten einmal täglich mit Capecitabin, 4 Tabletten einmal täglich mit Trastuzumab oder 6 Tabletten einmal täglich mit einem Aromatase-Inhibitor. Schlucken Sie die Filmtabletten unzerkaut mit Wasser, eine nach der anderen, jeden Tag zur selben Uhrzeit. Tyverb sollte entweder mindestens eine Stunde vor oder mindestens eine Stunde nach einer Mahlzeit eingenommen werden; halten Sie diesen zeitlichen Abstand zu den Mahlzeiten möglichst immer gleich ein.

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, sondern setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgesehenen Zeitpunkt fort. Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Arztpraxis oder Ihre Apotheke und zeigen Sie nach Möglichkeit die Packung vor. Die Behandlung wird so lange fortgeführt, wie Ihre Ärztin oder Ihr Arzt es empfiehlt; die Funktion von Herz und Leber wird dabei regelmäßig kontrolliert.

Wichtige Warnhinweise

Tyverb darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Lapatinib oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind. Vor und während der Behandlung werden Untersuchungen Ihrer Herzfunktion durchgeführt; informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Herzprobleme, Lungenerkrankungen, Lungenentzündungen, Leber- oder Nierenerkrankungen oder bereits Durchfälle bestehen. Schwere Hautreaktionen mit Ausschlag, Blasenbildung oder Schälen der Haut sowie schwere allergische Reaktionen können auftreten; bei entsprechenden Symptomen müssen Sie die Einnahme stoppen und umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Sehr häufig kommt es zu Durchfall, der zu Flüssigkeitsverlust und schwerwiegenden Folgen führen kann. Trinken Sie in diesem Fall viel klare Flüssigkeit, meiden Sie fettige oder scharfe Speisen, Milchprodukte und bestimmte pflanzliche Beilagen und informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt beim ersten Anzeichen von weichem Stuhl oder bei Verschlechterung. Häufig sind zudem Hautausschlag, trockene Haut und Juckreiz; pflegen Sie Ihre Haut mit seifenfreien Reinigungsmitteln, duftstofffreien, hypoallergenen Produkten und Sonnenschutzmitteln mit LSF 30 oder höher und informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt bei Auftreten eines Ausschlags.

Wechselwirkungen und besondere Vorsicht

Teilen Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke alle Arzneimittel mit, die Sie aktuell einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder neu einnehmen möchten – dies gilt auch für pflanzliche und nicht verschreibungspflichtige Präparate. Unter anderem können Johanniskraut, bestimmte Antibiotika, Antimykotika, HIV-Medikamente, Mittel gegen Krampfanfälle, einige Herz- und Bluthochdruckmittel, Antidepressiva, andere Krebsmedikamente, Cholesterinsenker sowie Arzneimittel zur Senkung des Magensäuregehalts die Wirkung von Tyverb beeinflussen oder selbst beeinflusst werden. Trinken Sie während der Behandlung keinen Grapefruitsaft, da dieser die Wirkungsweise von Tyverb verändern kann.

Während der Behandlung und bis mindestens 5 Tage nach der letzten Dosis dürfen Sie nicht stillen. Tyverb sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn auf ausdrückliche Empfehlung der Ärztin oder des Arztes; verwenden Sie während der Einnahme und bis 5 Tage nach der letzten Tablette eine zuverlässige Verhütungsmethode. Ob Tyverb Ihre Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt, ist individuell zu prüfen; mögliche Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder andere Beschwerden können diese Fähigkeiten beeinflussen.

Aufbewahrung

Bewahren Sie Tyverb für Kinder unzugänglich auf. Lagern Sie das Arzneimittel nicht über 30 °C und verwenden Sie es nicht mehr nach dem auf der Blisterpackung, der Flasche oder dem Umkarton angegebenen Verfalldatum. Entsorgen Sie nicht mehr benötigte Tabletten nicht über Abwasser oder Haushaltsabfall; erfragen Sie in Ihrer Apotheke eine geeignete Entsorgungsmöglichkeit, um die Umwelt zu schützen.

  • Verschreibungspflichtiges Krebsarzneimittel zur Behandlung bestimmter HER2-überexprimierender, fortgeschrittener oder metastasierter Brustkrebsarten in Kombination mit anderen Therapien.
  • Einnahme einmal täglich in festgelegter Tablettenanzahl, stets mindestens 1 Stunde vor oder nach einer Mahlzeit und möglichst immer zur gleichen Uhrzeit.
  • Wichtige Warnhinweise bei Herz-, Lungen-, Leber- und Nierenerkrankungen, häufigem Durchfall und Hautreaktionen; bei Beschwerden umgehend ärztlich abklären lassen.
  • Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit anwenden, es sei denn auf ausdrückliche ärztliche Empfehlung; während der Behandlung und bis 5 Tage danach sichere Verhütung und Stillpause einhalten.