Hausstauballergie: Wenn das Zuhause zur Belastung wird
Niesen direkt nach dem Aufwachen, eine verstopfte Nase in Innenräumen oder juckende Augen, obwohl keine Pollen fliegen? Dies können Anzeichen einer Hausstauballergie sein. Auslöser sind dabei nicht der Staub selbst, sondern winzige Partikel aus dem Kot und den Überresten von Hausstaubmilben. Diese Allergie zählt zu den häufigsten in Deutschland und kann das Wohlbefinden das ganze Jahr über beeinträchtigen, oft verstärkt in der Heizperiode.
Typische Symptome erkennen
Da Milben besonders gerne in Matratzen, Bettwäsche und Polstermöbeln leben, treten Beschwerden oft nachts oder morgens auf. Achten Sie auf folgende Anzeichen:
Häufiger Niesreiz und eine laufende oder verstopfte Nase
Juckende, gerötete oder tränende Augen
Juckreiz im Rachenbereich
Hustenreiz oder pfeifende Atmung
In manchen Fällen auch Hautreaktionen wie Ekzeme
Müdigkeit durch gestörten Schlaf
Was Sie gegen Hausstauballergie tun können
Da Hausstaubmilben allgegenwärtig sind, ist eine vollständige Beseitigung kaum möglich. Ziel ist es daher, die Allergenbelastung in Ihrer Umgebung zu senken und akute Symptome zu lindern.
Allergenbelastung reduzieren:
Schlafbereich sanieren: Milbendichte Bezüge (Encasings) für Matratzen, Kissen und Decken sind eine sehr effektive Maßnahme. Sie bilden eine Barriere gegen die Allergene.
Textilien behandeln: Spezielle Waschmittelzusätze helfen, Milben und Allergene auch bei niedrigeren Waschtemperaturen aus Bettwäsche und Kleidung zu entfernen.
Oberflächen behandeln: Anti-Milben-Sprays können auf Matratzen, Polstermöbeln und Teppichen angewendet werden, um die Milbenpopulation und damit die Allergenmenge zu reduzieren.
Regelmäßige Reinigung: Wöchentliches Waschen der Bettwäsche bei mind. 60°C, regelmäßiges Saugen (idealerweise mit HEPA-Filter) und feuchtes Wischen glatter Böden und Oberflächen hilft ebenfalls. Reduzieren Sie Staubfänger wie offene Regale oder schwere Vorhänge.
Symptome lindern:
Antihistaminika: Tabletten mit Wirkstoffen wie Bilastin können typische Symptome wie Niesreiz, laufende Nase und Juckreiz schnell und effektiv lindern. Sie sind oft die erste Wahl bei akuten Beschwerden.
(Optional, je nach Sortimentstiefe): Bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden, insbesondere einer verstopften Nase, können nach ärztlicher Absprache auch kortisonhaltige Nasensprays sinnvoll sein.
Ein konsequentes Management der Umgebung in Kombination mit der passenden Behandlung bei akuten Symptomen kann die Lebensqualität von Menschen mit Hausstauballergie deutlich verbessern.
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