Gereizte Augen

Schluss mit gereizten Augen: Augentropfen richtig anwenden
Gereizte Augen – ob trocken, gerötet, juckend oder brennend – können im hektischen Alltag eine große Belastung darstellen. Mit den passenden Augentropfen lässt sich das Problem jedoch meist einfach und schnell lindern.

Bei trockenen, juckenden, brennenden oder geröteten Augen würde man die Lider am liebsten einfach schließen. Leider geht dies jedoch gewöhnlich nicht mit den täglichen Pflichten konform. An diesem Punkt kommen lindernde und befeuchtende Augentropfen ins Spiel.

Wie Augentropfen bei gereizten Augen helfen

Augentropfen basieren auf einer Flüssigkeit, die tropfenweise in die Bindehautsäcke der Augen gegeben wird. Je nach Ursache der Reizung gibt es unterschiedliche Wirkweisen:

  • Befeuchtende Tropfen (künstliche Tränen): Bei trockenen Augen legen sie sich wie der natürliche Tränenfilm über die Augenoberfläche und schützen sie vor dem Austrocknen und weiteren Reizungen. Oft enthalten sie Hyaluronsäure oder Hypromellose.

  • Beruhigende Tropfen: Bei Reizungen durch Umweltfaktoren (Wind, Rauch, Bildschirmarbeit) oder bei leichten Rötungen können Inhaltsstoffe wie Euphrasia (Augentrost) Linderung verschaffen.

  • Antiallergische Tropfen: Bei allergisch bedingtem Juckreiz und Rötungen (z. B. durch Pollen) kommen spezielle antiallergische Wirkstoffe zum Einsatz.

  • Andere spezifische Tropfen: Zusätzlich gibt es Präparate, die bei ernsteren Erkrankungen wie einem Glaukom (zur Senkung des Augeninnendrucks) oder bei bakteriellen Bindehaut- und Hornhautentzündungen (antibiotisch) eingesetzt werden – diese sind jedoch meist verschreibungspflichtig.

Hygiene ist beim Eintropfen besonders wichtig

Wann immer Sie mit den Händen das Auge berühren, besteht die Gefahr, dass Keime übertragen werden. Beachten Sie daher stets die folgenden Hygiene- und Sicherheitshinweise bei der Verwendung von Augentropfen gegen gereizte Augen:

  • Waschen Sie sich gründlich mit heißem Wasser und Seife die Hände.

  • Halten Sie das Fläschchen zwar dicht über dem Auge, berühren Sie es jedoch niemals damit. Dabei könnten die Augentropfen mit Bakterien verunreinigt werden, was erneute Infektionen nach sich ziehen würde.

  • Verwenden Sie Augentropfen nach dem Öffnen niemals länger als auf der Packung angegeben und beachten Sie das Haltbarkeitsdatum.

  • Teilen Sie ein Fläschchen zur mehrfachen Benutzung nicht mit anderen Personen.

Augentropfen richtig anwenden: Schritt für Schritt

Viele Menschen haben Respekt vor dem Eintropfen von Augentropfen. Damit die Tropfen ihre Wirkung bei gereizten Augen entfalten können, ist die richtige Anwendung wichtig. Gehen Sie dazu Schritt für Schritt vor:

  1. Waschen Sie sich die Hände.

  2. Als Kontaktlinsenträger entnehmen Sie die Linsen (beachten Sie die Packungsbeilage der Tropfen, ob und wie lange eine Pause nötig ist – oft mind. 15 Minuten).

  3. Halten Sie das Fläschchen mit den Augentropfen in Ihrer dominanten Hand.

  4. Legen Sie den Kopf leicht in den Nacken und ziehen Sie mit dem Zeigefinger der anderen Hand das untere Augenlid sanft nach unten, sodass eine kleine Tasche (der Bindehautsack) entsteht.

  5. Richten Sie den Blick nach oben (z. B. auf einen Punkt an der Decke), um Blinzeln zu minimieren.

  6. Halten Sie die Tropferspitze nahe über den Bindehautsack (ohne ihn zu berühren!) und lassen Sie einen Tropfen hineinfallen.

  7. Schließen Sie nun das Auge langsam (nicht zukneifen!) und lassen Sie es für etwa eine halbe bis eine Minute geschlossen.

  8. Bewegen Sie den Augapfel bei geschlossenem Lid leicht hin und her, damit sich die Flüssigkeit gut verteilt.

  9. Drücken Sie optional sanft mit einem Finger auf den inneren Augenwinkel (zur Nase hin), um zu verhindern, dass die Flüssigkeit zu schnell über den Tränen-Nasen-Kanal abfließt.

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