Iloprost Waymade 20 Mikrogramm/ml K.z.h.inf.-lsg. 5 St
Abbildung ähnlich
Iloprost Waymade 20 Mikrogramm/ml K.z.h.inf.-lsg. 5 St
PZN
19289598
Darreichungsform
Infusionslösungskonzentrat
Hersteller
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Gebrauchsinformationen
- Iloprost, der Wirkstoff von diesem Arzneimittel, hat eine Wirkung auf die Blutgerinnung (Thrombozytenaggregation). Außerdem werden die kleinen Blutgefäße erweitert. In der Folge kann es zu einer verbesserten Durchblutung in der betroffenen Körperregion kommen.
- Es wird zur Behandlung der fortgeschrittenen Form von Morbus Buerger angewendet (langfristige Entzündung der Blutgefäße, insbesondere der Beine, die eine Obstruktion von Blutgefäßen und schwere Beeinträchtigungen der Durchblutung verursacht), wenn alle anderen Formen der Behandlung nicht (mehr) möglich sind. Iloprost wird auch zur Behandlung einer schweren Form von chronischen Durchblutungsstörungen einer Gliedmaße angewendet, wenn alle anderen Behandlungsmethoden (Angioplastie, Operation) nicht mehr möglich sind.
- Das Präparat wird zur Behandlung schwerer Raynaud-Phänomene (Durchblutungsstörungen der Finger) mit sich entwickelnden trophischen Erkrankungen (Entstehung von Gewebeschäden im betroffenen Bereich, z. B. Haut, Muskeln oder Knochen) eingesetzt.
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen bei Patienten mit Iloprost (bei mehr als 1 von 10 Patienten) sind Kopfschmerzen, Hitzegefühl (plötzliche Rötung von Gesicht und Hals), übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) und Probleme im Magen-Darm-Bereich, beispielsweise Übelkeit und Erbrechen.
- Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen dieses Arzneimittels sind nachfolgend aufgeführt. Diese Nebenwirkungen können in schweren Fällen lebensbedrohlich und sogar tödlich verlaufen. Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen bei sich bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Schlaganfall/Hirninfarkt, auch Hirnblutungen oder Zerebralinfarkt genannt (apoplektischer Insult)
- Herzinfarkt
- ein Blutgerinnsel in einer Lungenarterie, das zu Atemproblemen oder Schmerzen im Brustkorb führen kann
- schwache Pumpleistungdes Herzens (Herzinsuffizienz)
- Krampfanfälle (Konvulsionen)
- niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- schneller Herzschlag (Tachykardie)
- plötzliche und intensive Anfälle mit Atemlosigkeit, die durch Krämpfe der Atemwegsmuskulatur und Anschwellen der Atemwegsschleimhaut verursacht werden (Asthma)
- Engegefühl und Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris)
- Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Flüssigkeitsansammlung in den Lungen (Lungenödem), die zu schweren Atemproblemen oder Bluthusten führen kann.
- Die möglichen Nebenwirkungen sind nachfolgend in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit aufgeführt, in der sie auftreten können.
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Kopfschmerz
- plötzliche Rötung von Gesicht und Hals (Hitzegefühl)
- Übelkeit
- Erbrechen
- übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose).
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Verminderter Appetit
- Gleichgültigkeit/Lethargie (Apathie)
- Verwirrtheitszustand
- Schwindelgefühl/Vertigo
- Wahrnehmung von Prickeln, Jucken oder Kribbeln ohne Ursache (Parästhesie) / pochendes Gefühl / erhöhte Schmerz- oder Berührungsempfindlichkeit (Hyperästhesie) / brennendes Gefühl
- Unruhe/Aufgeregtheit, Unruhe (Agitiertheit)
- Verschlafenheit (Sedierung)
- Müdigkeit
- langsamer Herzschlag (Bradykardie)
- erhöhter Blutdruck (Hypertonie)
- Atemnot (Dyspnoe)
- Durchfall
- Unterleibsbeschwerden/Bauchschmerzen
- Schmerzen in der Kau-/Kiefermuskulatur; Kiefersperre, die verhindert, dass sich der Mund richtig öffnet
- Muskel-/Gelenkschmerzen.
- Schmerzen
- Fieber/hohe Körpertemperatur
- Hitzegefühl
- Schwäche/allgemeines Krankheitsgefühl (Unwohlsein)
- Schüttelfrost
- Müdigkeit/Erschöpfung
- Durst
- Reaktion an der Infusionsstelle (Rötung der Haut, Schmerzen, Venenentzündung).
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Blutungsstörung mit Symptomen wie Blutergüssen und Blutungsneigung (Thrombozytopenie)
- Überempfindlichkeit
- Angst/Depression/Wahrnehmung von Dingen, die nicht da sind (Halluzinationen)
- Bewusstlosigkeit (Synkope)
- Zittern (Tremor)
- Migräne
- dunstiges Sehen
- Augenreizung
- Augenschmerzen
- Störung des Herzrhythmus (Arrhythmie) / vorzeitige Kontraktion des Herzens (Extrasystole)
- Mangel an Blut im Gehirn, der durch ein verengtes oder blockiertes Blutgefäß verursacht wird (zerebrale Ischämie)
- Blockade einer Vene im Unterschenkel in Folge eines Blutgerinnsels (tiefe Venenthrombose)
- Asthma
- Durchfall mit Blut im Stuhl (hämorrhagische Diarrhoe)
- Blutung aus dem Anus (Ihrem After)
- Verdauungsstörungen mit Völlegefühl oder Schmerzen in der Magengegend, Aufstoßen, Übelkeit, Erbrechen und Sodbrennen (Dyspepsie)
- Probleme beim Stuhlgang und heftige krampfartige Schmerzen im Bauchraum beim Stuhlgang
- Darmobstruktion (Verstopfung)
- Aufstoßen
- Schluckstörungen (Dysphagie)
- Mundtrockenheit/veränderter Geschmack
- Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut oder Augen)
- Jucken (Pruritus)
- Anfall mit schmerzhaften Muskelkrämpfen (Tetanie) / Muskelkrämpfe
- erhöhter Muskeltonus (Hypertonus)
- Schmerzen in den Nieren
- Probleme beim Wasserlassen und starke krampfartige Schmerzen im Unterleib während des Wasserlassens
- Anomalien im Urin
- erschwertes oder schmerzhaftes Wasserlassen (Dysurie)
- Störungen der Harnwege.
- Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- eine vestibuläre Störung (die den Gleichgewichtssinn beeinträchtigt)
- Husten
- Entzündung des Rektums (Proktitis).
- Iloprost, der Wirkstoff von diesem Arzneimittel, könnte eine Attacke einer Angina pectoris auslösen (Engegefühl und Schmerzen im Brustkorb), insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit. Das Risiko für Blutungen ist bei Patienten erhöht, die Begleitmedikamente mit blutverdünnender Wirkung bzw. Nebenwirkung erhalten.
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an.
- Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Während der ersten 2 - 3 Tage wird die für Sie geeignete Dosis bestimmt. Sobald es zu Kopfschmerzen, Übelkeit oder einer unerwünschten Verringerung des Blutdrucks kommt, wird die Dosierung etwas reduziert.
- Im Falle der Raynaud-Krankheit sollte die Wiederholung der Behandlungen vorzugsweise im Abstand von 6 bis 12 Wochen erfolgen (und niemals weniger als 4 Wochen).
- Sie dürfen das Arzneimittel nicht trinken, und das Arzneimittel darf nicht mit Ihren Schleimhäuten in Kontakt kommen.
- Falls Iloprost auf Ihre Haut gelangt, muss der betroffene Bereich sofort mit Wasser oder einer Lösung, die physiologische Kochsalzlösung genannt wird, abgewaschen werden.
- Dauer der Behandlung
- Die Behandlung kann vier Wochen dauern.
- Wenn Sie bemerken, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal.
- Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
- Es gibt kein spezifisches Mittel, das im Fall einer Überdosierung von Iloprost angewendet werden kann. Falls Sie zu viel des Arzneimittels erhalten haben, muss die Infusion gestoppt werden, und die Symptome, die in Folge der Überdosierung auftreten, müssen behandelt werden. Darüber hinaus kann mit einer Behandlung zur Unterstützung wichtiger Körperfunktionen begonnen werden.
- Beschwerden bei Überdosierung könnten sein:
- plötzliche Rötung von Gesicht und Hals (starkes Hitzegefühl)
- starke Kopfschmerzen
- Schmerzen in Gliedmaßen oder Rücken
- Übelkeit oder Erbrechen
- Durchfall
- Verringerung oder Erhöhung des Blutdrucks
- abnorm langsame Herzaktion (Bradykardie)
- schnelle Herzaktion (Tachykardie).
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Wenn Sie schwanger sind, darf Iloprost in Ihrem Fall nicht angewendet werden. Als gebärfähige Frau müssen Sie vermeiden, schwanger zu werden.
- Stillzeit
- Es ist nicht bekannt, ob das Arzneimittel in die Muttermilch von Frauen übergeht, die mit diesem Arzneimittel behandelt werden. Während der Behandlung mit diesem Arzneimittel dürfen Sie nicht stillen.
- Fertilität
- Tierstudien weisen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hin.
- Das Arzneimittel wird als Infusion in eine Vene verabreicht, normalerweise über 6 Stunden pro Tag. Die Dosis wird an den Patienten angepasst.
Enthält 0,05-0,5 g Alkohol pro Einzelgabe. Ein potenzielles gesundheitliches Risiko besteht u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren / Stillenden und Kindern.
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie schwanger sind oder stillen.
- wenn Sie allergisch gegen Iloprost oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie eine Krankheit haben, bei der die Anwendung von Iloprost - aufgrund der Wirkung des Produkts auf die Blutgerinnung - das Risiko für Blutungen erhöht (beispielsweise bei einem Magengeschwür, bei einer Verletzung oder Blutung innerhalb des Schädels).
- wenn Sie eine schwere koronare Herzkrankheit oder Angina pectoris haben (ein Engegefühl im Brustkorb wegen des Mangels an Sauerstoff im Herzmuskel), die noch nicht unter Kontrolle ist.
- wenn Sie innerhalb der letzten 6 Monate einen Herzinfarkt hatten.
- wenn Sie eine (langfristige) Schwäche des Herzmuskels (Herzinsuffizienz) haben.
- wenn Sie unter schweren Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) leiden, die sich auf die Prognose Ihrer Krankheit auswirken.
- wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine linksseitige Herzinsuffizienz (Schwäche des Herzmuskels) besteht.
- Bei Verdacht auf eine Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (pulmonales Ödem).
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Iloprost anwenden,
- wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben. In diesem Fall muss sichergestellt werden, dass ihr Blutdruck nicht weiter abfällt.
- wenn Sie Herzpatient sind. In diesem Fall benötigen Sie eine spezielle Überwachung.
- wenn Sie Leber- oder schwere Nierenprobleme haben.
- wenn Sie in den letzten 3 Monaten einen Schlaganfall oder eine andere Unterbrechung der Blutversorgung Ihres Gehirns hatten.
- Nach Verabreichung des Arzneimittels müssen Sie wegen des reduzierten Blutdrucks (Hypotonie) vorsichtig sein, wenn Sie aus einer liegenden Position aufstehen. Ihr Blutdruck könnte abfallen, wenn Sie aus einer liegenden oder sitzenden Position zu schnell aufstehen; dies könnte von einem Schwindelgefühl begleitet sein.
- Kinder und Jugendliche
- Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ist kaum untersucht worden.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Iloprost anwenden,
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Nicht relevant (Hospitalisierung).
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.
- Da Iloprost eine blutdrucksenkende (antihypertensive) Wirkung hat, müssen Sie Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie bereits Arzneimittel gegen hohen Blutdruck anwenden (beispielsweise Betablocker, Kalziumantagonisten, Vasodilatatoren oder ACE-Hemmer), denn diese Medikamente könnten die blutdrucksenkende Wirkung von Iloprost erhöhen.
- Iloprost hat außerdem eine Wirkung auf die Blutgerinnung: es hat einen blutverdünnenden Effekt. Aus diesem Grund könnte die gleichzeitige Anwendung von Iloprost mit Blutverdünnern (wie Heparin und Acenocoumarol) das Risiko von Blutungen erhöhen.
- Die gleichzeitige Anwendung von Iloprost und bestimmten Schmerzmitteln, die auch entzündungshemmend und fiebersenkend wirken (so genannte NSAR, beispielsweise Acetylsalicylsäure [der Wirkstoff von Aspirin] und Ibuprofen, Phosphodiesterase-Inhibitoren und Nitrate wie Molsidomin), erhöht ebenfalls das Risiko für Blutungen, da diese Gruppe von Schmerzmitteln ebenfalls eine blutverdünnende Wirkung hat.
- Rauchen
- Rauchen kann die Blutgefäße verstopfen und die Blutzirkulation erheblich beeinträchtigen; es ist ratsam, das Rauchen aufzugeben. Auch Ihr Arzt wird Ihnen dringend dazu raten.
Produktinformationen
1 Amp. = 1 ml Konzentrat
| Iloprost trometamol | 0,027 mg |
|---|---|
| Iloprost | 0,02 mg |
1 Amp. = 1 ml Konzentrat
| Trometamol | |
|---|---|
| Ethanol 96% (V/V) | 1,62 mg |
| Natriumchlorid | 9 mg |
| Salzsäure zur pH-Wert-Einstellung | |
| Wasser für Injektionszwecke |











