MILRINON Hikma 1 mg/ml Injektionslsg.Durchstechfl. 10X10 ml
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PZN
07191121
Darreichungsform
Durchstechflaschen
Marke
Hersteller
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Gebrauchsinformationen
- Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Milrinon. Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Phosphodiesterase-Hemmer bezeichnet werden.
- Milrinon bewirkt eine Steigerung der Kontraktionsleistung des Herzmuskels und eine Erweiterung der Blutgefäße. Das Blut kann besser fließen und somit kann auch das Herz das Blut besser pumpen.
- Das Präparat wird bei Erwachsenen angewendet für:
- Kurzzeitige Behandlung von schwerer Herzmuskelschwäche (das Herz kann nicht genug Blut in den Körper pumpen), wenn andere Arzneimittel keine Wirkung gezeigt haben.
- Bei Kindern kann das Arzneimittel angewendet werden für die kurzzeitige Behandlung (bis zu 35 Stunden) von:
- einer schweren Herzleistungsschwäche (wenn das Herz nicht genügend Blut in den übrigen Körper pumpen kann), sofern andere Arzneimittel nicht geholfen haben,
- einer akuten Herzleistungsschwäche nach einer Herzoperation, z.B., wenn das Herz Schwierigkeiten hat, das Blut durch den Köper zu pumpen.
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Hören Sie mit der Anwendung von diesem Arzneimittel auf und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn
- Sie eine allergische Reaktion haben. Anzeichen dafür können sein: ein Ausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Anschwellen der Lippen, des Gesichts, des Halses oder der Zunge, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert, ist sehr gering.
- Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen an sich bemerken:
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Unregelmäßiger, erhöhter oder schneller Herzschlag. Es kann auch zu einem Pochen im Brustbereich, Benommenheit, Ohnmacht oder Kurzatmigkeit kommen
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Kammerflimmern - eine schwerwiegende Herzrhythmusstörung. Anzeichen dafür sind u. a. sehr schneller, unregelmäßiger oder kräftiger Herzschlag (Herzrasen), Schwindel und Bewusstseinsverlust. Es können auch Übelkeit, kalter Schweiß, Kurzatmigkeit und Schmerzen im Brustbereich auftreten
- Thrombozytopenie - eine Abweichung der Blutwerte (zu wenig Blutplättchen). Ein Anzeichen dafür sind häufiger als gewöhnlich auftretende Blutergüsse
- Schmerzen im Brustbereich
- Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- Torsades-de-Pointes - eine schwerwiegende Herzrhythmusstörung.
- Anzeichen dafür sind u. a. sehr schneller, unregelmäßiger oder kräftiger Herzschlag (Herzrasen), Schwindel und Bewusstseinsverlust. Es können auch Übelkeit, kalter Schweiß, Kurzatmigkeit, ungewöhnlich blasse Hautfarbe und Schmerzen im Brustbereich auftreten
- Schwierigkeiten beim Atmen, Keuchen oder Engegefühl in der Brust
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Informieren Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen an sich bemerken:
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Kopfschmerzen: In den meisten Fällen leicht bis mäßig stark
- Niedriger Blutdruck: Anzeichen dafür sind Schwindelgefühl, Benommenheit oder Ohnmacht. Wenn Sie außerdem Anzeichen wie einen schnellen oder unregelmäßigen Herzschlag oder Schmerzen in der Brust bemerken, könnte dies eine ernstere Nebenwirkung sein
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Niedriger Kaliumspiegel im Blut. Anzeichen dafür sind Müdigkeit, Verwirrung, Muskelschwäche und Muskelkrämpfe. Dies kann auf einen niedrigen Kaliumspiegel in Ihrem Körper zurückzuführen sein.
- Muskelkontraktionen (Tremor)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Veränderungen der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz), wenn Sie bereits einen niedrigen Blutdruck (Hypotonie) haben
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen schwerwiegend wird oder länger als einige Tage andauert:
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Ein Bluttest kann Veränderungen in der Funktionsweise Ihrer Leber aufzeigen
- Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- Hautausschläge, auch an der Injektionsstelle
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen
- Zusätzlich zu den Nebenwirkungen, die bei Erwachsenen beobachtet wurden, traten folgende Nebenwirkungen bei Kindern auf:
- Die Häufigkeit ist nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Einblutung in die mit Flüssigkeit gefüllten Bereiche (Ventrikel), die vom Gehirn umgeben werden (intraventrikuläre Blutung)
- Ein Herzproblem namens Persistierender Ductus Arteriosus. Es handelt sich dabei um eine offene Verbindung zwischen 2 wichtigen Blutgefäßen (Aorta und Lungenarterie), die fortbesteht, obwohl sie eigentlich geschlossen sein sollte. Dies kann zu einer übermäßigen Flüssigkeitsansammlung in den Lungen, zu Blutungen, zur Zerstörung des Darms oder Teilen des Darms sowie möglicherweise zum Tod führen.
- Darüber hinaus wird im Vergleich zu Erwachsenen bei Kindern häufiger eine verringerte Anzahl der Blutplättchen beobachtet, wobei das Risiko dieser Nebenwirkung mit der Dauer der Milrinon Infusion zunimmt. Herzrhythmusstörungen werden bei Kindern seltener beobachtet als bei Erwachsenen.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Das Arzneimittel wird Ihnen immer von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal verabreicht, da es in Form einer Injektion angewendet wird. Es wird über eine Vene verabreicht. Anhand der Symptome, die bei Ihnen auftreten, wird Ihr Arzt die richtige Dosis bestimmen. Es ist ausschließlich für die Verwendung in Kliniken gedacht.
- Tests
- Während der Injektion wird Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal mit einem Elektrokardiogramm (EKG) Ihre Herzfunktion überprüfen. Darüber hinaus werden Bluttests durchgeführt und der Blutdruck und der Puls gemessen.
- Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu schwach oder zu stark ausfällt, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
- Die empfohlene Dosis beträgt
- Anhand Ihres Körpergewichts wird Ihr Arzt die richtige Dosis bestimmen.
- Wenn Sie Probleme mit den Nieren haben, erhalten Sie möglicherweise eine niedrigere Dosis.
- Erwachsene und ältere Patienten
- Ihr Arzt sollte Ihnen eine erste Dosis von 50 Mikrogramm pro Kilogramm Ihres Körpergewichts über 10 Minuten verabreichen.
- Danach folgt je nach Bedarf eine kleinere Dosis zwischen 0,375 und 0,75 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute.
- Das Präparat wird als Infusion nicht länger als 48 Stunden angewendet.
- Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
- Ihr Arzt sollte Ihrem Kind eine Anfangsdosis von 50 bis 75 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht über einen Zeitraum von 30 bis 60 Minuten verabreichen.
- Je nachdem wie Ihr Kind auf die Behandlung anspricht und ob Nebenwirkungen auftreten, folgt eine Dosis von 0,25 bis 0,75 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute. Milrinon kann bis zu 35 Stunden lang angewendet werden.
- Während der Infusion wird Ihr Kind genau überwacht. Ihr Arzt wird zahlreiche Parameter wie Herzrhythmus und Blutdruck überprüfen, mittels Blutabnahme wird bewertet, wie Ihr Kind auf die Therapie anspricht und ob etwaige Nebenwirkungen auftreten.
- Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
- Es ist unwahrscheinlich, dass Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal zu viel von diesem Arzneimittel bei Ihnen anwendet. Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Ihre Fortschritte und das Ihnen verabreichte Arzneimittel kontrollieren.
- Fragen Sie immer nach, wenn Sie nicht sicher sind, warum Sie eine bestimmte Dosis des Arzneimittels bekommen.
- Wenn Sie zu viel Milrinon bekommen haben, kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen: Schwindel, Benommenheit und Ohnmacht (aufgrund von niedrigem Blutdruck) sowie unregelmäßiger Herzschlag.
- Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
- Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Anleitung haben, wann Sie dieses Arzneimittel angewendet werden soll. Es ist unwahrscheinlich, dass das Arzneimittel nicht so verabreicht wird, wie es Ihnen verschrieben wurde.
- Wenn Sie denken, dass eine Dosis ausgelassen wurde, informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
- Wenn Sie die Anwendung abbrechen
- Setzen Sie die Behandlung so lange fort, bis Ihr Arzt Ihnen sagt, dass Sie diese beenden können. Beenden Sie die Anwendung nicht, nur weil Sie sich besser fühlen.
- Wenn Sie die Behandlung abbrechen, kann sich Ihre Krankheit verschlimmern.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
- Dieses Arzneimittel wird Ihnen immer von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal verabreicht, da es in Form einer Injektion angewendet wird. Es wird über eine Vene verabreicht. Anhand der Symptome, die bei Ihnen auftreten, wird Ihr Arzt die richtige Dosis bestimmen. Das Präparat ist ausschließlich für die Verwendung in Kliniken gedacht.
- Dieses Arzneimittel wird üblicherweise als Infusion angewendet, nachdem es mit einer Glucose- oder Kochsalzlösung verdünnt wurde.
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden
- wenn Sie allergisch gegen Milrinon oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie Körperflüssigkeit verloren haben und stark dehydriert sind (schwere Hypovolämie)
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt, einschließlich pflanzlicher Arzneimittel.
- Dies liegt daran, dass Milrinon die Wirkung einiger anderer Arzneimittel beeinflussen kann. Auch einige Arzneimittel können die Wirkungsweise von diesem Präparat beeinflussen.
- Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal insbesondere, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:
- Digoxin (wird bei Herzproblemen angewendet)
- Andere Arzneimittel gegen Herzerkrankungen, die sich auf die Kontraktionen des Herzmuskels auswirken (inotrope Mittel)
- Wassertabletten (Diuretika, wie z. B. Furosemid und Bumetanid)
- Anwendung zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
- Nicht bekannt.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel anwenden,
- wenn Sie gerade einen Herzinfarkt haben oder kürzlich hatten
- wenn Sie an einer schweren Erkrankung der Herzklappen, wie einer Verengung, Verdickung oder einer Blockade Ihrer Herzklappen leiden
- wenn Ihr Herzschlag unregelmäßig oder unkontrolliert schnell ist. Es kann auch zu einem Pochen im Brustbereich, Benommenheit, Ohnmacht und Kurzatmigkeit kommen
- wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben, der zu Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht führt
- wenn Sie zuvor Wassertabletten (Diuretika) eingenommen haben, die bei Ihnen zu Herzproblemen geführt haben
- wenn Ihr Blut einen niedrigen Kaliumwert aufweist. Ihr Arzt kann dies mittels Bluttests überprüfen
- wenn Sie Probleme mit den Nieren haben
- wenn Sie Probleme mit der Leber haben
- Möglicherweise muss Ihr Arzt auch Blutuntersuchungen durchführen, um die Menge an Hämoglobin und Blutplättchen in Ihrem Blut zu überwachen, da eine Abnahme des Hämoglobins, einschließlich des Auftretens einer Anämie, und ein abnormaler Rückgang der Zahl der Blutzellen, die an der Bildung von Blutgerinnseln beteiligt sind (Thrombozytopenie), häufig im Zusammenhang mit einer Herzschwäche auftreten.
- Kinder und Jugendliche
- Über die Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise für Erwachsene hinaus sollte bei Kindern Folgendes berücksichtigt werden:
- Vor der Anwendung der Infusion wird der Arzt verschiedene Kontrollen wie z. B. des Herzrhythmus und des Blutdrucks vornehmen sowie Blutuntersuchungen veranlassen.
- Die Infusion wird nicht erfolgen, wenn Herzrhythmus und Blutdruck Ihres Kindes nicht stabil sind.
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn
- Ihr Kind Nierenbeschwerden hat,
- Ihr Kind zu früh geboren wurde oder ein niedriges Geburtsgewicht hat,
- Ihr Kind einen bestimmten Herzfehler hat, einen sogenannten offenen Ductus arteriosus: eine Verbindung zwischen zwei großen Blutgefäßen (der Köperschlagader und der Lungenschlagader), die offen bleibt, obwohl sie verschlossen sein sollte.
- In diesen Fällen wird Ihr Arzt entscheiden, ob Ihr Kind mit diesem Präparat behandelt werden kann.
- Über die Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise für Erwachsene hinaus sollte bei Kindern Folgendes berücksichtigt werden:
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel anwenden,
- Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
- Üblicherweise wird Ihnen das Arzneimittel während des Aufenthalts in einer Klinik verabreicht, da eine sorgfältige klinische Überwachung der Therapie empfohlen wird. Daher ist eine Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen nicht bekannt.
Produktinformationen
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig. Um es zu erhalten, benötigen Sie ein ärztliches Rezept. Wie Sie dieses bei uns einlösen können, erfahren Sie auf Rezept einsenden.
1 Amp. = 10 ml Lsg.
| Milrinon lactat | 14,26 mg |
|---|---|
| Milrinon | 10 mg |
1 Amp. = 10 ml Lsg.
| Glucose, wasserfrei zur parenteralen Anwendung | |
|---|---|
| Milchsäure | |
| Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung | |
| Wasser für Injektionszwecke |











