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PZN
19918479
Darreichungsform
Retard-Tabletten
Hersteller
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Gebrauchsinformationen
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
- Schwerwiegende Nebenwirkungen
- Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker, falls Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
- Suizidale Gedanken oder Depression
- Die Häufigkeit der Nebenwirkungen Suizidversuche, suizidales Verhalten, suizidale Gedanken und Depression ist nicht bekannt und ist auf Grundlage der verfügbaren Daten über Personen, die dieses Präparat nehmen, nicht abschätzbar.
- Es hat Berichte von Depression, suizidalen Gedanken und Suizidversuchen während der Behandlung gegeben. Falls Sie darüber nachdenken, sich selbst zu verletzen, oder andere Besorgnis erregende Gedanken haben oder falls Sie sich depressiv fühlen und bemerken, dass es Ihnen schlechter geht oder bei Ihnen neue Symptome auftreten, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder gehen Sie sofort in ein Krankenhaus.
- Krampfanfälle (epileptische Anfälle):
- Selten - kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen, die das Arzneimittel mit einem Risiko für Krampfanfälle einnehmen.
- Symptome von Krampfanfällen sind z. B. Konvulsionen und üblicherweise Verlust des Bewusstseins. Wenn jemand einen Krampfanfall hatte, ist er danach möglicherweise verwirrt und hat keine Erinnerung daran, was passiert ist. Krampfanfälle sind wahrscheinlicher, wenn Sie zu viel einnehmen, wenn Sie einige andere Arzneimittel einnehmen oder ein erhöhtes Risiko für Krampfanfälle haben.
- Erythema multiforme und Stevens-Johnson-Syndrom
- Nicht bekannt - die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten über Personen, die das Präparat nehmen, nicht abschätzbar.
- Erythema multiforme ist eine schwerwiegende Erkrankung der Haut, die den Mund und andere Körperteile betreffen kann. Dabei treten rote, meist juckende Stellen beginnend an den Gliedmaßen auf. Das Stevens-Johnson-Syndrom ist eine seltene Hauterkrankung, bei der schwere Blasenbildungen und Blutungen auf den Lippen, Augen, dem Mund, der Nase und den Genitalien auftreten.
- Akute generalisierte exanthematische Pustulose
- Nicht bekannt - die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten über Personen, die das Präparat einnehmen, nicht abschätzbar.
- Ein roter, schuppiger, großflächiger Ausschlag mit Beulen unter der Haut und Blasen, begleitet von Fieber. Die Symptome treten in der Regel zu Beginn der Behandlung auf.
- Rhabdomyolyse
- Nicht bekannt - die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten über Personen, die das Arzneimittel nehmen, nicht abschätzbar.
- Rhabdomyolyse ist ein anomaler Abbau von Muskelgewebe, was zu Nierenproblemen führen kann. Zu den Symptomen gehören schwerwiegende Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen oder Muskelschwäche.
- Lupushautausschlag oder Verschlimmerung von Lupussymptomen
- Nicht bekannt - Die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten über Personen, die das Präparat nehmen, nicht abschätzbar.
- Lupus ist eine Störung des Immunsystems, die die Haut und andere Organe betrifft. Wenn bei Ihnen während der Einnahme Lupusschübe, -hautausschläge oder -läsionen (insbesondere in Bereichen, die der Sonne ausgesetzt sind) auftreten, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, da in diesem Fall die Behandlung unter Umständen beendet werden muss.
- Serotoninsyndrom
- Nicht bekannt - die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten über Personen, die das Arzneimittel nehmen, nicht abschätzbar.
- Serotoninsyndrom kann sich durch Veränderungen des geistigen (mentalen) Status (z. B. krankhafte Unruhe, Halluzinationen, Koma) und andere Auswirkungen wie erhöhte Körpertemperatur (über 38 °C), Beschleunigung des Herzschlags, schwankenden Blutdruck, verstärkte Reflexe, Muskelstarre, fehlende Koordination und/oder Magen-Darm-Symptome (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) äußern, wenn dieses Präparat zusammen mit Arzneimitteln zur Behandlung einer Depression eingenommen wird (z. B. Paroxetin, Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Venlafaxin) und Opioiden.
- Suizidale Gedanken oder Depression
- Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker, falls Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
- Andere mögliche Nebenwirkungen sind:
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Übelkeit, Erbrechen
- Verstopfung
- Kopfschmerzen
- Angst
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Schwindel oder Drehschwindel
- sich „wacklig" fühlen (Tremor)
- Schlafstörungen (stellen Sie sicher, dass Sie das Arzneimittel nicht kurz vor der Schlafenszeit einnehmen)
- verändertes Geschmacksempfinden (Geschmacksstörung), Mundtrockenheit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Gefühl der Müdigkeit (Fatigue) und Schläfrigkeit, Benommenheit oder Mangel an Energie (Lethargie)
- Klingeln in den Ohren (Tinnitus)
- schneller oder unregelmäßiger Herzschlag;
- Hitzewallungen
- erhöhter Blutdruck (mitunter schwerwiegend)
- Schmerzen im Oberbauch
- Bauchschmerzen
- übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)
- Ausschlag, Juckreiz (Pruritus)
- Haarausfall (Alopezie)
- Reizbarkeit
- Gefühl der Zerfahrenheit
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Nesselsucht (Urtikaria)
- Überempfindlichkeit
- ungewöhnliche Träume
- Nervosität, sich „weggetreten" fühlen, Spannung, Unruhe, Stimmungsschwankungen
- Zittern des Kopfes oder eines Gliedes, das sich verschlimmert, wenn Sie versuchen, eine bestimmte Funktion auszuführen (Intentionstremor),
- Gleichgewichtsstörungen
- Gedächtnisschwund (Amnesie)
- Kribbeln oder Taubheit der Hände oder Füße
- Reisekrankheit
- Aufstoßen
- Bauchbeschwerden
- Verdauungsprobleme
- Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis)
- erhöhtes Kreatinin im Blut (Hinweis auf Verlust der Nierenfunktion)
- Erhöhte Leberenzyme und Bilirubinwerte, Lebererkrankungen
- Probleme, eine Erektion zu bekommen oder aufrecht zu erhalten
- Krankheitsgefühl, Schwäche (Asthenie)
- Durst, Hitzegefühl
- Brustschmerzen
- Vermehrter Appetit, Gewichtszunahme
- Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)
- niedrige Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Lymphozytenzahl vermindert)
- verminderter Hämatokrit (zeigt eine Abnahme des Volumens der roten Blutkörperchen an)
- Schwellung der Augenlider, des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, was zu Atemproblemen führen kann (Angioödem)
- übermäßiger Verlust von Körperflüssigkeit (Dehydratation)
- Halluzinationen
- Ohnmacht, Bewusstseinsverlust, fast ohnmächtig werden (Präsynkope)
- Anfälle
- Auftreten von frischem Blut aus dem Anus in der Regel im oder mit dem Stuhl (Hämatochezie)
- Durchbruch eines Organs oder des das Organ umfassenden Gewebes durch die Wand der Körperhöhle, in der es normalerweise liegt (Hernie)
- Zahnschmerzen
- Zahnkaries, Löcher in den Zähnen
- Schmerzen im Unterbauch
- Schädigung der Leber aufgrund von Medikamenten-Toxizität
- Kieferschmerzen
- Eine Störung, gekennzeichnet durch einen plötzlichen unwiderstehlichen Drang zum Wasserlassen (Harndrang)
- Unregelmäßige Monatsblutung, Blutung aus der Scheide, Trockenheit der weiblichen Vulva und Scheide
- Kältegefühl in den Extremitäten (Hände, Füße)
- Nicht bekannte Nebenwirkungen (Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.):
- geschwollene Drüsen im Hals, unter der Achsel oder in der Leiste (Lymphadenopathie)
- Stimmungsschwankungen
- irrationale Gedanken (Wahnvorstellungen)
- Psychose
- das Gefühl akuter, lähmender Angst (Panikattacke)
- Verlust des sexuellen Verlangens
- sich feindselig fühlen
- Schweres Misstrauen (Paranoia)
- Aggression
- Aufmerksamkeitsstörung
- Alpträume
- Verwirrtheit, Desorientiertheit
- Gedächtnisstörung
- Unruhe
- Muskelsteifigkeit, unkontrollierte Bewegungen, Probleme beim Gehen oder der Koordination
- verschwommenes Sehen, Augenschmerzen, Augenreizung, Augenschwellung, Augentränen, erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
- Ohrenschmerzen, Ohrenbeschwerden
- Atembeschwerden
- nasale Beschwerden, verstopfte Nase, laufende Nase, Niesen, Sinusstörungen
- Halsschmerzen, Stimmstörungen, Husten, Gähnen
- Hämorrhoiden, Ulkus
- Diarrhoe
- Wind (Blähungen)
- Hepatitis
- Akne
- Leistenschmerzen
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- ungewöhnlich häufiges Wasserlassen, Schmerzen beim Wasserlassen
- Schüttelfrost
- vermehrte Energie
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Das Arzneimittel enthält 2 Wirkstoffe: Naltrexonhydrochlorid und Bupropionhydrochlorid und wird bei fettleibigen oder übergewichtigen Erwachsenen zusammen mit einer kalorienreduzierten Diät und körperlicher Betätigung zum Gewichtsmanagement angewendet. Dieses Arzneimittel wirkt auf jene Bereiche im Gehirn, die die Nahrungsaufnahme und den Energieverbrauch kontrollieren.
- Fettleibigkeit bei Erwachsenen über 18 Jahren ist definiert als ein Body Mass Index größer als oder gleich 30, und Übergewicht bei Erwachsenen über 18 Jahren ist definiert als ein Body Mass Index größer als oder gleich 27 und kleiner als 30. Der Body Mass Index berechnet sich aus dem Körpergewicht (kg) geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern (m2).
- Das Präparat ist zugelassen bei Patienten mit einem Anfangs-Body Mass Index von 30 oder größer; es kann auch Personen mit einem Body Mass Index zwischen 27 und 30 gegeben werden, wenn diese zusätzliche gewichtsbezogene Begleiterkrankungen haben, wie kontrollierter Blutdruckhochdruck (Hypertonie), Typ-2-Diabetes, oder hohe Konzentrationen von Lipiden (Fett) im Blut.
- Die Behandlung kann von Ihrem Arzt nach 16 Wochen beendet werden, wenn Sie nicht mindestens 5 Prozent Ihres ursprünglichen Körpergewichts abgenommen haben.
- Ihr Arzt kann auch eine Beendigung der Behandlung empfehlen, wenn Sie nach einem Jahr Behandlung nicht mindestens 5 Prozent Ihres Ausgangsgewichts verloren haben oder wenn es Bedenken wegen eines erhöhten Blutdrucks oder andere Bedenken bezüglich der Sicherheit oder Verträglichkeit dieses Arzneimittels gibt.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Die Anfangsdosis beträgt in der Regel eine Tablette (8 mg Naltrexonhydrochlorid / 90 mg Bupropionhydrochlorid) einmal täglich morgens. Die Dosis wird dann schrittweise wie folgt angepasst:
- Woche 1: Einmal täglich eine Tablette, morgens
- Woche 2: Zwei Tabletten täglich, eine morgens und eine abends
- Woche 3: Drei Tabletten täglich, zwei morgens und eine abends
- Woche 4 und folgende: Vier Tabletten täglich, zwei morgens und zwei abends
- Die empfohlene Tageshöchstdosis beträgt zwei Tabletten zweimal täglich.
- 16 Wochen nach Behandlungsbeginn und danach einmal jährlich wird Ihr Arzt überprüfen, ob Sie dieses Präparat weiterhin einnehmen sollen.
- Wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben, oder wenn Sie älter als 65 Jahre sind und abhängig von der Schwere Ihrer Probleme, kann Ihr Arzt sorgfältig prüfen, ob dieses Arzneimittel für Sie geeignet ist oder er empfiehlt die Einnahme einer anderen Dosis, und Sie genauer auf mögliche Nebenwirkungen überwachen. Wenn Sie hohe Blutzuckerwerte (Diabetes) haben oder wenn Sie älter als 65 Jahre sind, wird Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung möglicherweise Ihr Blut untersuchen, um zu entscheiden, ob Sie dieses Arzneimittel oder eine andere Dosis einnehmen sollten.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, ist das Risiko größer, dass Sie einen Krampfanfall erleiden oder andere Nebenwirkungen auftreten, die denen in Kategorie "Nebenwirkungen" beschriebenen Nebenwirkungen ähnlich sind. Warten Sie nicht ab, sondern informieren Sie sofort Ihren Arzt oder die Notfallaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses.
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen die nächste Dosis zur gewohnten Zeit. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Sie müssen das Arzneimittel möglicherweise für mindestens 16 Wochen einnehmen, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Beenden Sie die Einnahme nicht, ohne zuvor mit Ihrem Arzt zu sprechen.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Das Präparat sollte während der Schwangerschaft oder von Frauen, die derzeit versuchen schwanger zu werden, oder während der Stillzeit nicht angewendet werden.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Dieses Arzneimittel ist zum Einnehmen. Schlucken Sie die Tabletten als Ganzes. Nicht zerschneiden, kauen oder zerdrücken. Die Tabletten sollten bevorzugt mit Nahrung eingenommen werden.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
- Dies ist wichtig, da einige Erkrankungen es wahrscheinlicher machen, dass bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten.
- Wenn Sie sich depressiv fühlen, an Suizid denken, schon einmal versucht haben, sich das Leben zu nehmen, Panikattacken oder psychische Probleme hatten, sollten Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt informieren.
- Krampfanfälle (epileptische Anfälle)
- Es wurde gezeigt, dass dieses Präparat bei bis zu 1 von 1 000 Behandelten Krampfanfälle auslöst (epileptische Anfälle). Sie sollten Ihren Arzt vor der Einnahme dieses Arzneimittels informieren,
- wenn Sie eine schwere Schädelverletzung oder ein Schädeltrauma hatten;
- wenn Sie regelmäßig Alkohol trinken
- wenn Sie regelmäßig Arzneimittel anwenden, die Ihnen helfen zu schlafen (Beruhigungsmittel);
- wenn Sie derzeit abhängig von oder süchtig nach Kokain oder anderen stimulierenden Stoffen sind;
- wenn Sie Diabetes haben und deswegen Insulin oder orale Arzneimittel anwenden, die einen niedrigen Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) verursachen können; oder
- wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die das Risiko von Krampfanfällen erhöhen können
- Wenn Sie einen Krampfanfall (epileptischen Anfall) haben, müssen Sie die Einnahme abbrechen und sofort Ihren Arzt informieren.
- Es wurde gezeigt, dass dieses Präparat bei bis zu 1 von 1 000 Behandelten Krampfanfälle auslöst (epileptische Anfälle). Sie sollten Ihren Arzt vor der Einnahme dieses Arzneimittels informieren,
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Sie müssen die Einnahme des Arzneimittels sofort abbrechen und Ihren Arzt informieren, wenn bei Ihnen nach Einnahme dieses Arzneimittels irgendwelche Symptome einer allergischen Reaktion auftreten, wie Schwellungen von Hals, Zunge, Lippen oder Gesicht, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen, Schwindelgefühl, Fieber, Ausschlag, Muskelschmerzen oder Gelenkschmerzen, Juckreiz oder Nesselausschlag.
- Schwerwiegende Hautreaktionen, einschließlich des Stevens-Johnson-Syndroms und der akuten generalisierten exanthematischen Pustulose (AGEP), wurden im Zusammenhang mit der Behandlung berichtet. Beenden Sie die Anwendung und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eines der in Kategorie "Nebenwirkungen" beschriebenen Symptome dieser schwerwiegenden Hautreaktionen bemerken.
- Sie sollten mit Ihrem Arzt sprechen, vor allem, wenn:
- Sie vor der Einnahme einen hohen Blutdruck haben, da er schlimmer werden kann. Ihr Blutdruck und Ihr Puls werden vor und während der Einnahme gemessen. Wenn Ihr Blutdruck oder Ihr Puls sich deutlich erhöhen, müssen Sie möglicherweise die Einnahme beenden.
- Sie eine unkontrollierte koronare Herzkrankheit haben (eine Herzerkrankung, die durch schlechte Durchblutung der Gefäße im Herz verursacht wird) mit Symptomen wie Angina pectoris (gekennzeichnet durch Schmerzen in der Brust) oder kürzlich einen Herzinfarkt hatten.
- Sie eine Erkrankung haben oder hatten, die die Durchblutung im Gehirn beeinflusst (zerebrovaskuläre Erkrankung).
- Sie vor der Einnahme unter Leberproblemen gelitten haben.
- Sie vor der Einnahme unter Nierenproblemen gelitten haben.
- Sie zur Manie neigen (Gefühl von Hochstimmung, Aufgedrehtsein, was zu ungewöhnlichem Verhalten führt)
- Sie Arzneimittel zur Behandlung einer Depression einnehmen. Die zeitgleiche Anwendung dieser Arzneimittel zusammen mit diesem Präparat kann zu einem Serotoninsyndrom führen. Hierbei handelt es sich um eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung.
- Brugada-Syndrom
- wenn Sie an einer Erkrankung namens Brugada-Syndrom leiden (eine seltene Erbkrankheit, die den Herzrhythmus beeinflusst) oder wenn in Ihrer Familie bereits Herzstillstand oder plötzlicher Tod aufgetreten ist.
- Ältere Menschen
- Wenn Sie 65 Jahre oder älter sind, sollten Sie bei der Einnahme vorsichtig sein.
- Das Arzneimittel wird nicht empfohlen, wenn Sie über 75 Jahre alt sind.
- Kinder und Jugendliche
- Es wurden keine Studien bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren durchgeführt. Daher soll das Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Fragen Sie vor dem Führen von Fahrzeugen oder dem Bedienen von Maschinen Ihren Arzt um Rat, da das Präparat Schwindel hervorrufen und Sie schläfrig machen kann, was Ihre Fähigkeit, sich zu konzentrieren und zu reagieren, herabsetzen kann.
- Führen Sie keine Fahrzeuge, verwenden Sie keine Werkzeuge, bedienen Sie keine Maschinen und betreiben Sie keine gefährlichen Aktivitäten, bis Sie wissen, wie sich dieses Arzneimittel auf Sie auswirkt.
- Wenn bei Ihnen während der Behandlung Bewusstseinsverlust, Muskelschwäche oder Krampfanfälle auftreten, führen Sie keine Fahrzeuge bzw. bedienen Sie keine Maschinen.
- Halten Sie im Zweifelsfall Rücksprache mit Ihrem Arzt, der in Abhängigkeit von Ihrer Situation eine Unterbrechung der Behandlung in Erwägung ziehen könnte.
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Naltrexon, Bupropion oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Sie einen ungewöhnlich hohen Blutdruck (Hypertonie) haben, der nicht mithilfe eines Arzneimittels kontrolliert wird;
- wenn Sie eine Erkrankung haben, die Krampfanfälle (epileptische Anfälle) verursacht oder früher schon einmal Krampfanfälle hatten;
- wenn Sie einen Gehirntumor haben;
- wenn Sie normalerweise viel Alkohol trinken und Sie gerade damit aufgehört haben, beziehungsweise während der Einnahme aufhören wollen
- wenn Sie vor Kurzem Beruhigungsmittel oder Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen (vor allem Benzodiazepine) abgesetzt haben oder wenn Sie diese während der Einnahme absetzen wollen;
- wenn Sie eine bipolare Erkrankung haben oder hatten (extreme Stimmungsschwankungen);
- wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Bupropion oder Naltrexon enthalten;
- wenn Sie eine Essstörung haben oder in der Vergangenheit hatten (z. B. Bulimie oder Anorexie);
- wenn Sie derzeit von Opioiden abhängig sind, Opioide zur Behandlung von Abhängigkeit einnehmen (z. B. Methadon oder Buprenorphin) oder in der akuten Entzugsphase sind („Cold Turkey");
- wenn Sie Arzneimittel gegen Depressionen oder Parkinson-Krankheit, die Monoaminooxidase- Hemmer (MAOI) genannt werden, einnehmen oder in den letzten 14 Tagen eingenommen haben;
- wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden;
- wenn Sie an terminaler Niereninsuffizienz leiden.
- Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Das Arzneimittel darf nicht zusammen eingenommen werden mit
- Monoaminooxidase-Hemmern (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder Parkinson-Krankheit) z. B. Phenelzin, Selegilin oder Rasagilin. Sie müssen die Einnahme dieser Arzneimittel mindestens 14 Tage vor Beginn der Einnahme von diesem Arzneimittel beenden.
- Opioidhaltigen Arzneimitteln, zum Beispiel zur Behandlung von Husten und Erkältung (z. B. Mischungen, die Dextromethorphan oder Codein enthalten), Abhängigkeit von Opioiden (z. B. Methadon oder Buprenorphin), Schmerzen (z. B. Tramadol, Morphin oder Codein), Durchfall (z. B. Paregoric). Sie müssen die Einnahme von opioidhaltigen Arzneimitteln mindestens 7 bis 10 Tage vor Beginn der Einnahme von diesem Arzneimittel beendet haben. Ihr Arzt wird möglicherweise einen Test durchführen, um sicherzustellen, dass Ihr Körper frei von diesen Arzneimitteln ist, bevor die Behandlung begonnen wird.
- Wenn Sie eine Behandlung mit Opioiden (zum Beispiel während einer Operation) benötigen, während Sie dieses Präparat einnehmen, sollten Sie die Einnahme dieses Arzneimittels mindestens 3 Tage vor Beginn der Behandlung mit Opioiden oder einer Operation beenden. Das in diesem Arzneimittel enthaltene Naltrexon blockiert die Wirkung von Opioiden für mehrere Tage, nachdem Sie die Einnahme dieses Arzneimittels beendet haben.
- Die gleichzeitige Einnahme mit Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen und mit Opioiden kann schwerwiegende Reaktionen wie ein Serotoninsyndrom und Krampfanfälle verursachen.
- Wenn Sie höhere Dosen eines Opioids einnehmen, um die blockierende Wirkung von Naltrexon zu umgehen, können Sie eine akute Opioidvergiftung bekommen, die möglicherweise lebensgefährlich sein kann. Nach Beendigung der Behandlung reagieren Sie möglicherweise empfindlicher auf niedrige Dosen von Opioiden.
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da Ihr Arzt Sie engmaschig auf Nebenwirkungen überwachen wird,
- Arzneimittel, die das Risiko für Krampfanfälle erhöhen, wenn sie allein oder in Kombination mit Naltrexon/Bupropion genommen werden, wie z. B.
- Arzneimittel gegen Depressionen und andere psychische Probleme;
- Steroide (außer Tropfen, Cremes oder Lotionen für Augen- und Hautprobleme oder Inhalatoren für Atembeschwerden wie Asthma);
- Arzneimittel zur Vorbeugung gegen Malaria;
- Chinolone (Antibiotika wie Ciprofloxacin zur Behandlung von Infektionen);
- Theophyllin (zur Behandlung von Asthma);
- Antihistaminika (Arzneimittel zur Behandlung von Heuschnupfen, Juckreiz und anderen allergischen Reaktionen), die Schläfrigkeit verursachen können (z. B. Chlorphenamin);
- Arzneimittel zur Senkung der Blutzuckerspiegel (z. B. Insulin, Sulfonylharnstoffe wie Glyburid oder Glibenclamid, sowie Meglitinide wie Nateglinid oder Repaglinid);
- Arzneimittel, die Ihnen helfen zu schlafen (Beruhigungsmittel wie Diazepam).
- Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (z. B. Amitriptylin, Desipramin, Imipramin, Venlafaxin, Paroxetin, Fluoxetin, Citalopram, Escitalopram) oder anderen psychischen Problemen (z. B. Risperidon, Haloperidol, Thioridazin). Dieses Arzneimittel kann mit einigen Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen wechselwirken und bei Ihnen möglicherweise ein sogenanntes Serotoninsyndrom hervorrufen. Zu den Symptomen gehören Veränderungen des geistigen (mentalen) Status (z. B. krankhafte Unruhe, Halluzinationen, Koma) und andere Auswirkungen wie erhöhte Körpertemperatur (über 38 °C), Beschleunigung des Herzschlags, schwankender Blutdruck, verstärkte Reflexe, Muskelstarre, fehlende Koordination und/oder Magen-Darm-Symptome (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall).
- Einige Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck (Betablocker wie Metoprolol und Clonidin, ein zentral wirkendes Arzneimittel zur Blutdrucksenkung);
- Einige Arzneimittel zur Behandlung von unregelmäßigem Herzrhythmus (z.B. Propafenon, Flecainid);
- Einige Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (z. B. Cyclophosphamid, Ifosphamid, Tamoxifen);
- Einige Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit (z.B. Levodopa, Amantadin oder Orphenadrin);
- Ticlopidin oder Clopidogrel, die hauptsächlich zur Behandlung von Herzerkrankungen oder Schlaganfall angewendet werden;
- Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen und AIDS, wie Efavirenz und Ritonavir;
- Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie wie Valproat, Carbamazepin, Phenytoin oder Phenobarbital.
- Arzneimittel, die das Risiko für Krampfanfälle erhöhen, wenn sie allein oder in Kombination mit Naltrexon/Bupropion genommen werden, wie z. B.
- Ihr Arzt wird Sie engmaschig auf Nebenwirkungen überwachen und/oder wird möglicherweise die Dosis Ihrer anderen Arzneimittel oder von diesem Präparat anpassen.
- Bei gleichzeitiger Einnahme mit anderen Arzneimitteln kann dieses Präparat deren Wirksamkeit verringern:
- Wenn Sie Digoxin für Ihr Herz einnehmen
- Informieren Sie Ihren Arzt, wenn dies auf Sie zutrifft. Ihr Arzt kann erwägen die Digoxindosis anzupassen.
- Einnahme zusammen mit Alkohol
- Übermäßiger Alkoholkonsum während der Behandlung bedeutet möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Krampfanfälle (epileptische Anfälle), psychische Störungen oder kann Ihre Alkoholtoleranz verringern. Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, während der Einnahme keinen oder möglichst wenig Alkohol zu trinken. Wenn Sie derzeit viel Alkohol trinken, sollten Sie nicht abrupt aufhören, da dies das Risiko für Krampfanfälle erhöht.
Produktinformationen
1 Tabl.
| Naltrexon hydrochlorid | 8 mg |
|---|---|
| Naltrexon | 7,23 mg |
| Bupropion hydrochlorid | 90 mg |
| Bupropion | 78,12 mg |
1 Tabl.
| L-Cystein hydrochlorid | |
|---|---|
| Cellulose, mikrokristalline | |
| Hyprolose | |
| Magnesium stearat | |
| Lactose insgesamt | 73,2 mg |
| Lactose-1-Wasser | |
| Crospovidon | |
| Indigodisulfonsäure, Aluminiumsalz | |
| Hypromellose | |
| Dinatrium edetat-2-Wasser | |
| Siliciumdioxid, hochdisperses | |
| Poly(vinylalkohol) | |
| Titandioxid | |
| Macrogol 3350 | |
| Talkum |











