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  • Unterstützt den Erhalt eines transplantierten Nierenorgans durch Immunsuppression
  • Speziell zur Behandlung der seltenen Lungenerkrankung S?LAM zugelassen
  • In mehreren Wirkstärken für eine individuell angepasste Dosierung verfügbar

Rapamune 1 mg überzogene Tabletten 30 St

Derzeit nicht verfügbar
  • Unterstützt den Erhalt eines transplantierten Nierenorgans durch Immunsuppression
  • Speziell zur Behandlung der seltenen Lungenerkrankung S?LAM zugelassen
  • In mehreren Wirkstärken für eine individuell angepasste Dosierung verfügbar
PZN
01897624
Darreichungsform
Überzogene Tabletten
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Produktinformationen

Rapamune überzogene Tabletten

Rapamune enthält den Wirkstoff Sirolimus und gehört zu den Immunsuppressiva. Es wird bei erwachsenen Patienten nach einer Nierentransplantation eingesetzt, um eine Abstoßung des transplantierten Organs zu verhindern. Außerdem wird es zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit sporadischer Lymphangioleiomyomatose (S-LAM) mit mittelschwerer Lungenerkrankung oder abnehmender Lungenfunktion angewendet. S-LAM ist eine seltene, fortschreitende Lungenerkrankung, bei der Atemnot ein häufiges Symptom ist.

Anwendungsgebiete und Wirkung

Rapamune hilft, das Immunsystem zu kontrollieren, damit es das transplantierte Organ nicht angreift. Bei Nierentransplantationen wird Rapamune in der Regel mit anderen Arzneimitteln zur Unterdrückung des Immunsystems kombiniert, insbesondere Kortikosteroiden und in den ersten 2 bis 3 Monaten zusätzlich Ciclosporin. Bei S-LAM wird Rapamune eingesetzt, um das Fortschreiten der Lungenerkrankung zu verlangsamen und die Lungenfunktion zu stabilisieren.

Hinweise zur Einnahme

Nehmen Sie Rapamune immer genau nach Anweisung der Ärztin oder des Arztes ein und ändern Sie die Dosis niemals eigenständig. Die Tabletten sind zum Einnehmen bestimmt und dürfen nicht zerdrückt, gekaut oder geteilt werden. Rapamune sollte konsequent entweder immer mit oder immer ohne Nahrung eingenommen werden, damit die Wirkstoffmenge im Blut möglichst gleichmäßig bleibt. Rapamune darf nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden. Bei Nierentransplantation erhalten Sie zunächst eine höhere Anfangsdosis, anschließend eine tägliche Erhaltungsdosis, die anhand der gemessenen Blutspiegel von Rapamune angepasst wird. Wenn Sie zusätzlich Ciclosporin einnehmen, müssen beide Arzneimittel zeitlich versetzt im Abstand von etwa 4 Stunden eingenommen werden.

Wichtige Warnhinweise

Rapamune darf nicht eingenommen werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen Sirolimus oder einen der sonstigen Bestandteile vorliegt. Wie andere immunsuppressive Arzneimittel kann Rapamune die Abwehrkräfte schwächen und das Risiko für Infektionen sowie bestimmte Krebsarten der lymphatischen Gewebe oder der Haut erhöhen. Insbesondere bei hohem Body-Mass-Index (über 30 kg/m²) kann das Risiko für Wundheilungsstörungen erhöht sein. Während der Behandlung und danach führt die Ärztin oder der Arzt regelmäßige Blutuntersuchungen durch, um Rapamune-Spiegel, Nierenfunktion, Blutfettwerte und ggf. Leberwerte zu kontrollieren. Wegen des erhöhten Hautkrebsrisikos sollte eine intensive Sonnen- und UV-Bestrahlung vermieden werden, beispielsweise durch schützende Kleidung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

Besondere Vorsicht bei Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilität

Rapamune darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist. Während der Behandlung und für weitere 12 Wochen nach Beendigung der Therapie muss eine zuverlässige Empfängnisverhütung angewendet werden. Stillende Patientinnen sollten abstillen, da nicht bekannt ist, ob Rapamune in die Muttermilch übergeht. Eine verminderte Anzahl von Spermien wurde im Zusammenhang mit Rapamune berichtet, die sich in der Regel nach Absetzen normalisiert.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Teilen Sie Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke immer mit, welche anderen Arzneimittel Sie einnehmen oder kürzlich eingenommen haben. Verschiedene Wirkstoffe, unter anderem bestimmte Antibiotika, Pilzmittel, Blutdruck- und Herzmedikamente, Mittel gegen Epilepsie, Arzneimittel bei Magen-Darm-Erkrankungen sowie Johanniskraut, können die Wirkung von Rapamune beeinflussen, sodass eine Dosisanpassung notwendig sein kann. Während der Behandlung mit Rapamune sollten Lebendimpfstoffe möglichst vermieden werden. Rapamune kann die Blutfettwerte erhöhen; wenn Sie Arzneimittel zur Senkung von Cholesterin oder Triglyceriden (z. B. Statine oder Fibrate) einnehmen, informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, da hierbei ein erhöhtes Risiko für Muskelschäden bestehen kann.

Besondere Patientengruppen

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren liegen nur begrenzte Erfahrungen vor; die Anwendung in dieser Altersgruppe wird nicht empfohlen. Wenn Sie eine bekannte Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern haben, besprechen Sie dies vor der Einnahme mit der Ärztin, dem Arzt oder Ihrer Apotheke, da Rapamune Lactose und Sucrose enthält.

Häufige und wichtige Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Rapamune Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Sehr häufig sind unter anderem Schwellungen, Fieber, Kopfschmerzen, erhöhter Blutdruck, Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit), Veränderungen des Blutbildes (z. B. Verminderung roter Blutkörperchen und Blutplättchen), erhöhte Blutfette und Blutzuckerwerte, Hautausschlag, Akne und verzögerte Wundheilung. Rapamune erhöht das Risiko für Infektionen, z. B. der Haut, des Mundes, des Magen-Darm-Trakts, der Lunge oder der Harnwege. In Kombination mit bestimmten anderen immunsuppressiven Arzneimitteln kann das Risiko einer Nierenschädigung mit gleichzeitiger Verminderung der Blutzellen erhöht sein. Bei Anzeichen einer allergischen Reaktion (z. B. Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen, Atembeschwerden, sich ablösende Haut) suchen Sie sofort ärztliche Hilfe. Bei allen ungewöhnlichen, schweren oder anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich umgehend an Ihre Arztpraxis oder Ihre Apotheke.