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Ultracarbon Granulat 61,5 g
35,
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Gebrauchsinformationen
Produktinformationen
Ultracarbon Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Ultracarbon ist ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff medizinische Kohle pflanzlichen Ursprungs, das schädliche oder unerwünschte Substanzen im Magen-Darm-Trakt binden (adsorbieren) kann. Es wird zur Behandlung akuter oraler Vergiftungen und bei Überdosierung von Arzneimitteln eingesetzt. Das Granulat wird direkt vor der Anwendung mit Wasser zu einer Suspension zubereitet und anschließend eingenommen oder verabreicht. Bei vorschriftsmäßiger Anwendung kann Ultracarbon, soweit bekannt, auch in Schwangerschaft und Stillzeit ohne Gefährdung des Fötus bzw. des Kindes angewendet werden.
Anwendungsgebiete und Wirkung
Ultracarbon wird verwendet, um bei akuter oraler Vergiftung oder Überdosierung von Medikamenten Giftstoffe im Magen-Darm-Trakt zu binden und so deren Aufnahme in den Körper zu verringern. Es kann bei vielen Vergiftungsarten angewendet werden, allerdings nicht bei allen Stoffen (z. B. bestimmten Salzen, Lösungsmitteln und petroleumhaltigen Substanzen). Bei einigen Vergiftungen ist zusätzlich ein spezielles Gegengift (Antidot) erforderlich, etwa bei einer Paracetamol-Überdosierung. Die Einnahme von Ultracarbon führt häufig zu einer Schwarzfärbung des Stuhlgangs, was unbedenklich ist.
Anwendung und Dosierung
Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren werden bei akuter Vergiftung oder Überdosierung möglichst bald 1 bis 2 Flaschen Ultracarbon eingenommen. Bei ernsten Vergiftungen kann nach der ersten Gabe alle 4 bis 6 Stunden eine Dosis von 20 g über einige Tage eingenommen oder verabreicht werden. Kinder zwischen 4 und 12 Jahren erhalten in akuten Vergiftungsfällen eine 1/2 Flasche, Kinder unter 4 Jahren zunächst 1/4 Flasche, mit möglichen Wiederholungen nach Rücksprache mit dem Arzt. Die Suspension wird in der Regel oral eingenommen, bei Bewusstseinsstörung sollte sie durch medizinisches Fachpersonal über eine Magensonde gegeben werden. Medizinische Kohle ist umso wirksamer, je schneller sie nach Aufnahme des Giftes verabreicht wird.
Zubereitung der Suspension
Vor dem Öffnen der Flasche wird das Granulat durch Schütteln aufgelockert. Anschließend wird Wasser vorsichtig bis zur Markierung hinzugefügt, die Flasche wieder verschlossen und etwa 1 Minute kräftig geschüttelt. Die Suspension soll sofort nach dem Ansetzen eingenommen werden. Bei wiederholter Einnahme ist die Flasche vor jeder Anwendung erneut kräftig zu schütteln. Die Flasche verfügt zudem über einen speziellen Aufsatz, der als Adapter für den schnellen Anschluss an eine Magensonde dient.
Wichtige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bei akuter Vergiftung oder Überdosierung von Medikamenten ist umgehend eine Arztpraxis, ein Notarzt oder eine Giftinformationszentrale zu kontaktieren; die Ultracarbon-Suspension sollte dann entsprechend deren Anweisungen sofort verabreicht werden. Ultracarbon darf nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen medizinische Kohle oder einen der sonstigen Bestandteile besteht. Es ist nicht geeignet bei Vergiftungen durch stark reizende Säuren oder Basen, da es bei diagnostischen Untersuchungen wie Speiseröhren- oder Magenspiegelungen störend wirken kann. Wird eine zu große Menge über längere Zeit eingenommen, können Magenschmerzen und ein ernsthafter Darmverschluss auftreten.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Die Einnahme von Ultracarbon kann die Wirkung gleichzeitig oral eingenommener Arzneimittel vermindern. Besonders wurde eine starke Wirkungsverminderung von Furosemid (Diuretikum) beobachtet. Auch die Wirksamkeit oraler Verhütungsmittel (die "Pille") kann reduziert sein, weshalb eine zusätzliche sichere Verhütungsmethode ratsam ist. Wenn Sie Medikamente einnehmen, die die Darmtätigkeit hemmen, ist die Anwendung von medizinischer Kohle nicht zu empfehlen. Informieren Sie vor der Anwendung von Ultracarbon immer Ihre Arztpraxis oder Ihre Apotheke über alle aktuell oder kürzlich eingenommenen Arzneimittel.
Mögliche Nebenwirkungen
Sehr häufig können unter der Einnahme von Ultracarbon Erbrechen, Verstopfung, Bauchbeschwerden, Durchfall, Übelkeit, Stuhldrang und Analreizung auftreten. In Einzelfällen wurden nach wiederholter Gabe hoher Dosen Darmverschluss und harter Kohle-Stuhl (Sterkolith) mit Darmperforation beschrieben. Wenn Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigen oder Sie andere als die genannten Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihre Arztpraxis oder Ihre Apotheke.
Aufbewahrung
Ultracarbon ist für Kinder unzugänglich aufzubewahren. Das Arzneimittel darf nach Ablauf des auf Etikett und Umkarton angegebenen Verfalldatums nicht mehr angewendet werden. Es sollte in der Originalverpackung zum Schutz vor Feuchtigkeit aufbewahrt werden. Die zubereitete Suspension ist im Kühlschrank bei 2°C bis 8°C bis zu 3 Tage haltbar.


Fragen und Antworten zu Ultracarbon Granulat 61,5 g
Hier beantwortet unser pharmazeutisches Team die häufigsten Fragen zum Produkt.
Erfahrungen und Bewertungen zu Ultracarbon Granulat 61,5 g
Die Produktbewertungen beinhalten die persönlichen Erfahrungen unserer Kunden. Sie sind kein Ersatz für die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Bei länger anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden suchen Sie bitte stets einen Arzt auf.
Alle veröffentlichten Bewertungen haben an einem Gewinnspiel teilgenommen. Wir überprüfen nicht, ob die Bewertenden die Produkte tatsächlich gekauft und/oder genutzt haben.











