UPLIZNA 100 mg Konz.z.Herst.e.Infusionslsg.Dsfl. 3X10 ml
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PZN
17847166
Darreichungsform
Infusionslösungskonzentrat
Marke
Hersteller
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Gebrauchsinformationen
- Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Inebilizumab und gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als monoklonale Antikörper bezeichnet werden. Es handelt sich um ein Protein, das auf die Antikörperproduzierenden Zellen des Immunsystems (die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers), die so genannten B-Zellen, abzielt.
- Das Präparat wird zur Verringerung des Risikos von Schüben bei Erwachsenen mit einer seltenen Erkrankung namens Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) eingesetzt, die sich auf die Nerven des Auges und des Rückenmarks auswirkt. Man nimmt an, dass die Erkrankung dadurch entsteht, dass das Immunsystem fälschlicherweise die Nerven im Körper angreift. Das Arzneimittel wird Patienten mit NMOSD verabreicht, deren B-Zellen Antikörper gegen Aquaporin-4 produzieren, ein Protein, das eine wichtige Rolle bei der Nervenfunktion spielt.
- Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Ihr Arzt wird die möglichen Nebenwirkungen mit Ihnen besprechen und Ihnen die Risiken und Vorteile von dem Präparat vor der Behandlung erklären.
- Schwerwiegende Nebenwirkungen
- Die am häufigsten auftretenden schwerwiegenden Nebenwirkungen sind infusionsbedingte Reaktionen und Infektionen. Diese Nebenwirkungen können zu jeder Zeit während der Behandlung oder auch nach Abschluss der Behandlung auftreten. Es kann sein, dass bei Ihnen mehr als eine Nebenwirkung zur gleichen Zeit auftritt. Wenn Sie eine infusionsbedingte Reaktion oder Infektion haben, rufen Sie umgehend Ihren Arzt an oder suchen Sie ihn auf.
- Weitere Nebenwirkungen
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen)
- Blaseninfektion
- Infektion in der Nase, im Hals, in den Nebenhöhlen und/oder den Lungen
- Schnupfen
- Grippe
- Gelenkschmerzen
- Rückenschmerzen
- Verminderte Immunglobulinspiegel
- Häufig (kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen)
- Eine ungewöhnlich niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen im Blut, die manchmal 4 Wochen oder länger nach der letzten Dosis von dem Arzneimittel auftritt
- Geschwollene Nasennebenhöhlen, meist verursacht durch eine Infektion
- Pneumonie (Lungeninfektion)
- Zellulitis, eine potenziell schwere bakterielle Hautinfektion
- Gürtelrose (Herpes zoster, ein schmerzhafter, blasenbildender Ausschlag in einem Körperbereich)
- Reaktion auf die Infusion (siehe infusionsbedingte Reaktionen oben)
- Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen)
- Infektion im Blut (Sepsis), eine ungewöhnlich schwere Reaktion auf eine Infektion
- Progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML), eine seltene, aber schwere Hirninfektion, die durch ein Virus verursacht wird
- Abszess (eine Infektion unter der Haut, die in der Regel durch Bakterien verursacht wird)
- Bronchiolitis, eine durch ein Virus verursachte Infektion der Atemwege
- Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen)
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
- Die empfohlene Dosis beträgt 300 mg.
- Auf die erste Dosis folgt 2 Wochen später eine zweite Dosis und danach eine Dosis alle 6 Monate.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
- Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
- Schwangerschaft
- Das Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da das Arzneimittel die Plazenta passieren und das Kind schädigen kann. Wenn Sie schwanger werden können, müssen Sie ab Beginn der Behandlung mit dem Präparat durchgehend Verhütungsmittel anwenden. Wenn Ihr Arzt empfiehlt, die Behandlung abzubrechen, setzen Sie die Empfängnisverhütung bis 6 Monate nach Ihrer letzten Infusion fort.
- Stillen
- Es ist nicht bekannt, ob das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht. Wenn Sie stillen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wie Sie Ihr Kind am besten ernähren, wenn Sie eine Behandlung damit beginnen.
- Das Arzneimittel wird unter Aufsicht eines in der Behandlung von NMOSD-Patienten erfahrenen Arztes über einen Tropf (Infusion) in eine Vene verabreicht.
- Eine halbe bis eine Stunde vor der Infusion erhalten Sie weitere Medikamente, um das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern. Ein Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird Sie während der Infusion und eine Stunde lang danach überwachen.
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Inebilizumab oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie an einer schweren aktiven Infektion leiden, z. B. Hepatitis B.
- wenn Sie an einer aktiven oder unbehandelten Tuberkulose leiden.
- wenn bei Ihnen in der Vergangenheit eine progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) aufgetreten ist, eine seltene, aber schwerwiegende Gehirninfektion, die durch ein Virus verursacht wird.
- wenn Ihnen mitgeteilt wurde, dass Sie gravierende Probleme mit Ihrem Immunsystem haben.
- wenn Sie eine Krebserkrankung haben.
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel anwenden:
- wenn Sie eine Infektion haben oder glauben, eine zu haben.
- wenn Sie jemals Medikamente eingenommen haben, einnehmen oder vorhaben, Medikamente einzunehmen, die Ihr Immunsystem beeinträchtigen, oder andere Behandlungen für NMOSD. Diese Arzneimittel können Ihr Infektionsrisiko erhöhen.
- wenn Sie jemals an Hepatitis B erkrankt waren oder Träger des Hepatitis-B-Virus sind.
- wenn Sie kürzlich geimpft wurden oder eine Impfung geplant ist. Sie sollten alle erforderlichen Impfungen mindestens 4 Wochen vor Beginn der Behandlung mit dem Präparat erhalten.
- Infusionsbedingte Reaktionen
- Das Arzneimittel kann infusionsbedingte Reaktionen hervorrufen, darunter Kopfschmerzen, Übelkeit, Schläfrigkeit, Kurzatmigkeit, Fieber, Muskelschmerzen, Hautausschlag oder andere Symptome. Die Behandlung kann unterbrochen oder beendet werden, wenn Symptome auftreten.
- Kinder und Jugendliche
- Dieses Arzneimittel darf nicht an Kinder und Jugendliche verabreicht werden, da es in dieser Patientengruppe nicht untersucht wurde.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel anwenden:
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Es ist nicht zu erwarten, dass das Arzneimittel Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt.
Produktinformationen
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig. Um es zu erhalten, benötigen Sie ein ärztliches Rezept. Wie Sie dieses bei uns einlösen können, erfahren Sie auf Rezept einsenden.
1 Glasflasche = 10 ml Konzentrat
| Inebilizumab (CHO-Zellen) | 100 mg |
|---|
1 Glasflasche = 10 ml Konzentrat
| Histidin | |
|---|---|
| Histidin hydrochlorid-1-Wasser | |
| Natriumchlorid | |
| Natrium-Ion | 0,7 mmol |
| Trehalose-2-Wasser | |
| Polysorbat 80 | 1 mg |
| Wasser für Injektionszwecke |











