Schnelle Hilfe bei Sodbrennen
Ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen oder ein unangenehmer Geschmack im Mund – Sodbrennen ist ein weit verbreitetes Leiden. Es entsteht, wenn Magensäure zurück in die Speiseröhre fließt und dort die empfindliche Schleimhaut reizt. Auslöser können üppige Mahlzeiten, bestimmte Lebensmittel, Stress oder auch eine Schwangerschaft sein. Für die schnelle und effektive Linderung gibt es verschiedene Mittel.
Welche Mittel helfen bei Sodbrennen?
Je nachdem, ob Sie nur gelegentlich oder häufiger unter Sodbrennen leiden, kommen unterschiedliche Wirkprinzipien in Frage:
Säurebinder (Antazida): Bei akutem, gelegentlichem Sodbrennen bieten Antazida schnelle Hilfe. Sie enthalten mineralische Verbindungen (wie Magnesiumhydroxid, Algeldrat, Hydrotalcit, Calcium- oder Magnesiumcarbonat), die überschüssige Magensäure direkt im Magen neutralisieren. Die Wirkung tritt rasch ein, hält aber meist nicht sehr lange an. Sie sind als Kautabletten, Suspensionen oder Gele verfügbar und eignen sich gut für den Bedarf zwischendurch.
Säureblocker (Protonenpumpenhemmer, PPIs): Leiden Sie häufiger oder stärker unter Sodbrennen, können PPIs mit Wirkstoffen wie Pantoprazol oder Omeprazol sinnvoll sein. Sie hemmen die Produktion der Magensäure direkt in den Zellen der Magenschleimhaut und sorgen so für eine länger anhaltende Linderung. Die volle Wirkung tritt oft erst nach 1-2 Tagen ein. PPIs sollten ohne ärztlichen Rat nur für einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden.
Schutzfilm-Bildner (Alginate): Eine weitere Möglichkeit sind Präparate, die Alginate enthalten. Diese bilden im Magen eine gelartige Schutzschicht auf dem Mageninhalt. Diese Barriere verhindert, dass saurer Mageninhalt in die Speiseröhre aufsteigen kann. Alginate werden oft mit Antazida kombiniert, um sowohl die Säure zu neutralisieren als auch den Rückfluss zu blockieren.
Pflanzliche Unterstützung: Bei Sodbrennen im Rahmen funktioneller Magenbeschwerden können auch pflanzliche Arzneimittel, die die Magenbeweglichkeit regulieren und beruhigen, eine unterstützende Rolle spielen.
Was Sie selbst tun können:
Neben Medikamenten können auch Anpassungen des Lebensstils helfen: Vermeiden Sie bekannte Auslöser (z. B. fettige, süße oder stark gewürzte Speisen, Kaffee, Alkohol, Nikotin), essen Sie kleinere Mahlzeiten, legen Sie sich nicht direkt nach dem Essen hin und schlafen Sie ggf. mit leicht erhöhtem Oberkörper.
Wann zum Arzt?
Gelegentliches Sodbrennen ist meist harmlos. Suchen Sie jedoch ärztlichen Rat auf, wenn das Sodbrennen sehr stark ist, häufig auftritt (mehr als 2x pro Woche), über längere Zeit anhält, sich trotz Behandlung nicht bessert oder wenn zusätzliche Symptome wie Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Schlucken, ungewollter Gewichtsverlust oder schwarzer Stuhl auftreten.
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